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Nach schwachem Start: Kanada triumphiert bei Eishockey-WM
Sport 07.06.2021

Nach schwachem Start: Kanada triumphiert bei Eishockey-WM

Die Kanadier feiern ihren 27. Weltmeistertitel im Eishockey.

Nach schwachem Start: Kanada triumphiert bei Eishockey-WM

Die Kanadier feiern ihren 27. Weltmeistertitel im Eishockey.
Foto: AFP
Sport 07.06.2021

Nach schwachem Start: Kanada triumphiert bei Eishockey-WM

Kanada kürt sich bei der Eishockey-WM in Riga überraschend zum Champion. Dabei war das Team fast in der Vorrunde ausgeschieden.

(dpa) - Ein historisch schwacher WM-Start hat die Eishockey-Auswahl Kanadas nicht von einem goldenen Happy End abgehalten. Nach der anfangs schlechten Vorrunde krönte sich Kanada am Sonntag in Riga mit einem spannenden 3:2 (0:1, 1:0, 1:1, 1:0) nach Verlängerung gegen Titelverteidiger Finnland zum 27. Mal zum Weltmeister. Damit schlossen die Kanadier zu Rekordchampion Russland auf.

Die beiden NHL-Stürmer Maxime Comtois (25.') und Adam Henrique (53.') von den Anaheim Ducks glichen zwei Mal einen Rückstand aus. In der Overtime führte Nick Paul von den Ottawa Senators die Kanadier zur Goldmedaille und verhinderte den vierten WM-Titel der Finnen. Für das Suomi-Team waren die Tore von Mikael Ruohomaa (9.') und Petteri Lindbohm (46.') zu wenig, um einen Tag nach ihrem knappen Halbfinalerfolg über Deutschland den Titel von 2019 zu verteidigen. 

Aus in der Vorrunde droht

Kanada revanchierte sich bei der Finalneuauflage damit auch für die Niederlage von vor zwei Jahren in der Slowakei (1:3). 2020 war das Turnier aufgrund der Coronavirus-Pandemie ausgefallen. Letztmals zuvor hatte sich Kanada 2016 den WM-Titel gesichert, damals ebenfalls gegen Finnland.

Maxime Comtois (l.) aus Kanada feiert nach seinem Treffer zum 1:1.
Maxime Comtois (l.) aus Kanada feiert nach seinem Treffer zum 1:1.
Foto: dpa

Diesmal war zum Auftakt des Turniers eher mit einem sensationellen Vorrundenaus der Nordamerikaner gerechnet worden als mit dem nächsten WM-Titel. Drei Mal hatte die junge Auswahl überraschend verloren. Erst danach steigerte sich der Weltranglistenerste.

Nach dem Rückstand im Endspiel gegen die defensivstarken Finnen nutzten die Kanadier zwei Mal Überzahlsituationen zum Ausgleich. Ein vermeintlicher Treffer für das Mutterland des Eishockeys von Henrique, der für eine 2:1-Führung gesorgt hätte, wurde nach einem Videobeweis nicht anerkannt. Schon in der Vorrunde hatten sich beide Finalisten ein knappes Duell geliefert, auch dabei hatte es nach der regulären Spielzeit 2:2 gestanden. Finnland hatte dann im Penaltyschießen gewonnen.