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Nach Island-Debakel: Hodgson tritt zurück
Sport 1 2 Min. 28.06.2016 Aus unserem online-Archiv

Nach Island-Debakel: Hodgson tritt zurück

Ratlos: Roy Hodgson nach der 1:2-Niederlage gegen Island.

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Ratlos: Roy Hodgson nach der 1:2-Niederlage gegen Island.
Foto: AFP
Sport 1 2 Min. 28.06.2016 Aus unserem online-Archiv

Nach Island-Debakel: Hodgson tritt zurück

Tom RUEDELL
Tom RUEDELL
Der englische Nationaltrainer nannte das Ausscheiden der "Three Lions" im Achtelfonale gegen Island "inakzeptabel" und zog die Konsequenz. Wayne Rooney will dagegen weitermachen.

(dpa/sid) - Trainer Roy Hodgson hat nach dem EM-Aus der englischen Fußball-Nationalmannschaft seinen Rücktritt erklärt. „Es tut mir leid, dass es so enden muss“, sagte der 68-Jährige am Montag in Nizza nach der 1:2-Niederlage im Achtelfinale der Fußball-EM gegen Island. „Jetzt ist es an der Zeit für jemand anders, den Fortschritt dieser jungen, hungrigen und extrem talentierten Gruppe zu verantworten.“ Hodgson trug ein vorbereitetes Statement vor, nannte das Abschneiden „inakzeptabel“ und ließ keine weiteren Fragen zu.

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Der Routinier hatte das Team kurz vor der EM 2012 übernommen, sein Vertrag lief nach dem Turnier in Frankreich aus. Der Coach stand bereits zuvor wegen seiner zahlreichen Personalwechsel beim letzten Vorrundenspiel gegen die Slowakei (0:0) und dem verpassten Gruppensieg in der medialen Kritik.

Der englische Verband kündigte an, die Entscheidung von Hodgson zu unterstützen und weitere Schritte „sofort“ zu diskutieren. „Wie die gesamte Nation sind wir enttäuscht über die Niederlage“, hieß es in einer Stellungnahme. „Wir hatten große Hoffnung, weit in diesem Wettbewerb zu kommen und akzeptieren, dass wir weder unsere eigenen noch die Erwartungen des Landes erfüllt haben.“

Als mögliche Nachfolger von Hodgson werden U21-Trainer Gareth Southgate, der ebenfalls zurückgetretene Assistent Gary Neville und die Premier-League-Trainer Alan Pardew, Sam Allardyce oder auch Arsene Wenger gehandelt.

Rooney: "Es ist nicht alleine Roys Schuld"

Wayne Rooney hat dagegen bereits angekündigt, weiter für die "Three Lions spielen zu wollen.

"Ich bin stolz, für England zu spielen. Ich werde sehen, wer der nächste Teammanager ist. Und wenn ich nominiert werde, stehe ich bereit", sagte der 30-Jährige am Montagabend in Nizza.

"Wir können nicht sagen, dass es alleine Roys Schuld ist. Wir Spieler sind auf dem Feld. Wir alle teilen uns die Verantwortung", sagte Rooney: "Wir sind alle sehr enttäuscht und traurig. Das ist peinlich für uns. Wir wissen, dass wir eigentlich besser sind."

Rooney schied mit den "Three Lions" bereits zum sechsten Mal bei einem großen Turnier frühzeitig aus. Im Achtelfinale der WM 2006 gelang England zuletzt bei einer WM oder EM ein Sieg in der K.-o.-Runde.


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