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Nach der 0:3-Niederlage in der Slowakei: "Die erste Halbzeit war eine Schande"
Paul Philipp spricht deutliche Worte.

Nach der 0:3-Niederlage in der Slowakei: "Die erste Halbzeit war eine Schande"

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Paul Philipp spricht deutliche Worte.
Sport 2 Min. 28.03.2015

Nach der 0:3-Niederlage in der Slowakei: "Die erste Halbzeit war eine Schande"

Der Präsident des Luxemburger Fußballverbandes, Paul Philipp, war alles andere als zufrieden mit der Leistung der FLF-Auswahl bei der 0:3-Niederlage in der Slowakei. Aus seiner Meinung machte er keinen Hehl.

Von Laurent Schüssler aus Zilina.

Der Präsident des Luxemburger Fußballverbandes, Paul Philipp, war alles andere als zufrieden mit der Leistung der FLF-Auswahl bei der 0:3-Niederlage in der Slowakei. Aus seiner Meinung machte er keinen Hehl.

"Ich war zum ersten Mal nach einem Spiel bei der Mannschaft in der Umkleidekabine, seit ich Präsident bin." Paul Philipp war mehr als enttäuscht über die Darbietung der Luxemburger Spieler. "Die erste Halbzeit war eine Schande. So wie wir aufgetreten sind, darf man einfach nicht spielen. Wir hatten uns im Vorfeld wohl selbst besser gesehen als wir es in Wirklichkeit sind. Die Spieler gingen in keinen Zweikampf, wiesen kein Engagement auf. Es ging kaum ein Ball in Richtung gegnerisches Tor. Es stimmt, dass wir in der Vergangenheit spielerische Fortschritte gemacht haben. Auch am Freitagabend gab es einige ansehnliche Ballstaffetten. Doch mit welchem Resultat? Diese Leistung reicht nichts aus. Es müssen auch Resultate folgen."

Auch Chris Philipps konnte dem Spiel kaum etwas Positives entnehmen: "Wenigstens haben wir in der zweiten Hälfte kein weiteres Gegentor hinnehmen müssen. Sonst gibt es kaum etwas zurückzubehalten. Das war allerdings vermehrt den Slowaken geschuldet, die die Intensität etwas reduziert hatten. Man hat klar den Unterschied zwischen dem Gruppenersten und -letzten gesehen. Dabei hat uns der gegnerische Druck in der Anfangsphase noch nicht einmal sonderlich überrascht. Doch wir haben uns in einigen Situationen vielleicht zu naiv verhalten. Durch unsere Ballverluste haben wir dem Gegner natürlich zusätzlich in die Hände gespielt."

"Verhalten uns oft zu unerfahren"

Lars Gerson bedauerte, dass in offensiver Hinsicht nicht mehr möglich war: "Wir litten nicht nur in der Defensive, sondern blieben auch im Angriff hinter den Erwartungen zurück. Bis auf die eine oder andere Flanke sprang nicht viel heraus. Wenigstens konnten wir nach der Pause etwas aggressiver auftreten. Gegen diesen starken Gegner war es ein sehr schweres Spiel."

"Man hat gemerkt, dass dies das erste Länderspiel seit über vier Monaten war", analysierte Mannschaftskapitän Mario Mutsch nach der Begegnung. "Nicht alle Automatismen klappten. Wir schafften es nicht immer, die Räume für den Gegner entsprechend eng zu machen. Ab und an hat man gesehen, dass wir uns als Mannschaft noch unerfahren verhalten. Die Slowakei war ein starker Gegner, das wussten wir allerdings bereits im Vorfeld. Positiv ist, dass wir es vermieden haben, uns nach der Pause mit zehn Mann hintendrein zu stellen." Mutsch betont auch, dass in offensiver Hinsicht mehr erwartet wurde: "Bis auf die Kopfballchance von Maurice Deville hatten wir nichts aufzuweisen."


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