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Nach dem Tod von Paulo Gonçalves: Achte Etappe der Rallye Dakar zum Teil abgesagt
Sport 2 Min. 12.01.2020 Aus unserem online-Archiv

Nach dem Tod von Paulo Gonçalves: Achte Etappe der Rallye Dakar zum Teil abgesagt

Die Rallye Dakar hat seit ihrer ersten Auflage im Jahr 1979 bereits 70 Menschen das Leben gekostet.

Nach dem Tod von Paulo Gonçalves: Achte Etappe der Rallye Dakar zum Teil abgesagt

Die Rallye Dakar hat seit ihrer ersten Auflage im Jahr 1979 bereits 70 Menschen das Leben gekostet.
Foto: AFP
Sport 2 Min. 12.01.2020 Aus unserem online-Archiv

Nach dem Tod von Paulo Gonçalves: Achte Etappe der Rallye Dakar zum Teil abgesagt

Das berüchtigte Event bleibt auch bei der Premiere in Saudi-Arabien lebensgefährlich. Paulo Gonçalves aus Portugal wurde ein Motorradsturz zum Verhängnis.

(dpa) - Der erste tödlich verunglückte Fahrer seit fünf Jahren hat in der Karawane der Rallye Dakar tiefe Trauer und Bestürzung ausgelöst. Der portugiesische Motorradpilot Paulo Gonçalves kam am Sonntag auf der siebten Etappe von Riad nach Wadi al-Dawasir bei der Premiere des Events in Saudi-Arabien ums Leben.

Der 40-jährige Paulo Gonçalves konnte nicht mehr wiederbelebt werden.
Der 40-jährige Paulo Gonçalves konnte nicht mehr wiederbelebt werden.
Foto: Wikimedia Commons

Der 40-Jährige starb in Folge eines Sturzes, auch schnelle Wiederbelebungsversuche an der Unfallstelle nach rund 276 gefahrenen Kilometern auf dem Abschnitt halfen nicht. Die Ärzte konnten im Krankenhaus nur noch den Tod des Teamkollegen des deutschen Fahrers Sebastian Bühler feststellen.

Nun wurde die achte Etappe der Rallye Dakar für Motorräder und Quads abgesagt. Wie die Organisatoren des gefährlichen Offroad-Abenteuers am Sonntag in Saudi-Arabien mitteilten, sollen die Fahrer Zeit bekommen, um „um ihren Freund zu trauen“. Die Autos und Trucks sollen hingegen am Montag den Rundkurs um Wadi al-Dawasir bestreiten. 

Die Dakar wird ihre schrecklichen Schattenseiten einfach nicht los. Rund 70 Menschen kostete die legendärste aller Rallyes seit ihrer ersten Auflage 1979 schon das Leben. Dazu gehören neben Teilnehmern und Zuschauern auch Journalisten. "Die gesamte Dakar-Karawane spricht den Freunden und Verwandten ihr aufrichtiges Beileid aus", hieß es in einem offiziellen Tweet der Veranstalter. Doch auch nach dem schrecklichen Tod von Gonçalves wird es mit dem Event ungebremst weitergehen. Das war in der Vergangenheit schon immer so. Bereits am Montag steht ein Rundkurs um Wadi al-Dawasir auf dem Programm.

Im Januar 2015 wurde der polnische Motorradfahrer Michal Hernik auf der dritten Etappe von San Juan nach Chilecito in Argentinien tot aufgefunden. Er war der bislang letzte Teilnehmer, der sein Leben ließ. Ein Jahr später starb ein 63 Jahre alter Zuschauer aus Bolivien, nachdem er von einem Auto erfasst worden war. Anschließend gab es zwar weitere schwere Unfälle, bis zum Wochenende aber zumindest keinen Todesfall mehr. Doch die traurige Serie geht auch nach dem Umzug der Dakar von Südamerika nach Saudi-Arabien weiter.

Was genau mit Gonçalves und seinem Motorrad passierte, muss noch untersucht werden. Nachdem um 10.08 Uhr (Ortszeit) ein Notruf bei den Veranstaltern eingegangen war, erreichte ein Hubschrauber den Fahrer, der nach einem Herzstillstand bewusstlos war, nur acht Minuten später. Doch die schnelle Hilfe blieb ohne Erfolg und er erlag seinen Verletzungen. In einer Klinik in Layla wurde er für tot erklärt.


Dakar Rally - 2017 Paraguay-Bolivia-Argentina Dakar rally - 39th Dakar Edition - Departure Ceremony - Asuncion, Paraguay 01/01/17. Nasser Al-Attiyah and co-pilot Matthieu Baumel drive their Toyota during the symbolic start from the podium. REUTERS/Jorge Adorno
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"Die Rallye Dakar ist das gefährlichste Rennen der Welt. Dieses Jahr ist wieder ein Beweis dafür", sagte Gonçalves Landsmann Bernardo Vilar dem portugiesischen Fernsehsender RTP. Der ehemalige Pilot nannte Gonçalves "sehr sehr stark. Er war extrem gut vorbereitet, für mich war er einer der stärksten Fahrer im Wettbewerb".

Gonçalves absolvierte sein Dakar-Debüt bereits 2006 und war schon zum 13. Mal bei der Rallye dabei. Viermal kam der Fahrer des indischen Motorradherstellers Hero dabei unter die Top 10, 2015 hatte er den Sieg als Zweiter mit Honda nur knapp verpasst. Bei der diesjährigen Auflage hatte er nach sechs Etappen auf Rang 46 gelegen.

Foto: Wikimedia Commons /  Conférence de presse du Dakar 2016 /  Thesupermat CC BY-SA 4.0  


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