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Modric darf sich feiern lassen
Sport 3 Min. 24.09.2018 Aus unserem online-Archiv

Modric darf sich feiern lassen

Luka Modric (links) mit Didier Deschamps und Marta bei der Gala.

Modric darf sich feiern lassen

Luka Modric (links) mit Didier Deschamps und Marta bei der Gala.
Foto: AFP
Sport 3 Min. 24.09.2018 Aus unserem online-Archiv

Modric darf sich feiern lassen

Joe GEIMER
Joe GEIMER
Luka Modric hat es geschafft. Er darf sich zum ersten Mal als Weltfußballer betiteln. Der Kroate ließ Cristiano Ronaldo und Mohamed Salah hinter sich.

Kein Lionel Messi und auch kein Cristiano Ronaldo. Die Ehrung des Weltfußballers 2018 brachte das Ende einer Ära. Die FIFA-Gala am Montagabend in London wurde zum großen Abend des kroatischen Vizeweltmeisters Luka Modric. Der Sieg des 33-Jährigen von Real Madrid bedeutet, dass zum ersten Mal seit 2007 ein anderer Star als Cristiano Ronaldo und Messi mit der bedeutsamen individuellen Auszeichnung bedacht wurde. Seit zehn Jahren ging die Trophäe jeweils fünf Mal an die beiden Ausnahmekönner.

Modric gewann 2018 nicht nur mit Real Madrid zum dritten Mal in Serie die Champions League. Er wurde auch mit Kroatien Vizeweltmeister. Außerdem  wurde er zum besten Spieler des Turniers ausgezeichnet und Ende August zu Europas Fußballer des Jahres gewählt. Sowohl im Verein, als auch in der Nationalmannschaft, zieht der 33-Jährige mit seiner ruhigen und dennoch bezaubernden Spielweise die Strippen im Mittelfeld.

Cristiano Ronaldo verzichtet auf Gala

Champions-League-Dauertriumphator Cristiano Ronaldo schaffte es im Jahr seines Wechsels von Real Madrid zu Juventus Turin ebenso wie Premier-League-Torschützenkönig Mohamed Salah vom FC Liverpool in die Top Drei. Der Argentinier Messi fehlte erstmals seit 2006 in diesem Kreis. Übrigens: Cristiano Ronaldo war am Montag gar nicht erst nach London angereist. Aufgrund des vollen Terminplans sei es „unmöglich“ anzunehmen, dass auch nur irgendjemand von Juventus Turin an der Gala teilnehme, hieß es aus Kreisen des italienischen Spitzenclubs.

Nach dem Auswärtsspiel gegen Frosinone Calcio am Sonntagabend sei die Juve-Mannschaft erst mitten in der Nacht nach Turin zurückgekehrt, hieß es von Vereinsseite. Am Dienstag beginnen die Vorbereitungen für das Ligaspiel gegen Bologna am Mittwoch. Auch Messi fehlte "aus familiären Gründen."

Die „The Best FIFA Football Awards“ wurden in der Royal Festival Hall der britischen Hauptstadt vergeben. Bis zum 10. August hatten Kapitäne und Trainer aller Nationalteams sowie Fans und Medienvertreter abgestimmt.

Die Auszeichnung der besten weiblichen Fußballspielerin sicherte sich die Brasilianerin Marta (Orlando Pride) zum mittlerweile sechsten Mal. Die deutsche Nationalmannschaftskapitänin Dzsenifer Marozsan von Champions-League-Sieger Olympique Lyon und ihre Vereinskollegin Ada Hegerberg (N) gehörten ebenfalls zu den drei Finalistinnen.

Salah, Deschamps, Courtois und Co.

Salah vom FC Liverpool ist bei der Weltfußballer-Gala mit dem „Puskas Award“ für das schönste Tor der Saison ausgezeichnet worden. Der 26 Jahre alte Ägypter erhielt den Preis für seinen Treffer beim 1:1 gegen den FC Everton im Dezember 2017. Salah wurde in der vergangenen Saison Torschützenkönig in der Premier League

Didier Deschamps ist Welttrainer des Jahres. Der 49-Jährige, der im Sommer mit Frankreich den WM-Titel gewonnen hatte, setzte sich gegen den kroatischen Nationaltrainer Zlatko Dalia und den Franzosen Zinédine Zidane durch. Dalic wurde bei der Weltmeisterschaft in Russland mit seiner Auswahl Zweiter hinter den Franzosen. Zidane gewann mit Real Madrid zum dritten Mal nacheinander die Champions League. Als bester Trainer einer Frauen-Auswahl wurde Reynald Pedros - ein weiterer Franzose - ausgezeichnet. Er hattte mit Olympique Lyon sowohl den nationalen Titel als auch die Champions League gewonnen.

Der Belgier Thibaut Courtois ist als bester Torhüter des Jahres ausgezeichnet worden. Der 26-Jährige, der in diesem Jahr vom FC Chelsea zu Real Madrid gewechselt war, wird damit Nachfolger vom Italiener Gianluigi Buffon. Dieser hatte die Auszeichnung im vergangenen Jahr bei ihrer erstmaligen Verleihung gewonnen. Die drei herausragenden Torhüter wurden von einer Jury aus FIFA-Legenden aufgrund ihrer Leistungen im Zeitraum vom 3. Juli 2017 bis 15. Juli 2018 ausgewählt. Neben dem Belgier waren der Franzose Hugo Lloris und der Däne Kasper Schmeichel nominiert.

Alle Auszeichnungen:

Bester Spieler: Luka Modric (Real Madrid)
Beste Spielerin:
Marta (Orlando Pride)
Schönstes Tor:
Mohamed Salah (FC Liverpool gegen den FC Everton)
Bester Trainer: Didier Deschamps (Nationalteam Frankreich)
Bester Trainer eines Frauenteams: Reynald Pedros (Olympique Lyon)
Bester Torwart: Thibaut Courtois (FC Chelsea/Real Madrid)
Fan-Auszeichnung: Peru (Anhänger der Nationalmannschaft)
Fair-Play: Lennart Thy (Venlo/Erzurumspor)
All-Star-Team: De Gea, Alves, Varane, Ramos, Marcelo, Modric, Kanté, Hazard, Messi, Mbappé, Cristiano Ronaldo

Luka Modric so wie man ihn kennt: Trickreich und mit der nötigen Präzision im Trikot von Real Madrid.
Luka Modric so wie man ihn kennt: Trickreich und mit der nötigen Präzision im Trikot von Real Madrid.
Foto: AFP



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