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Melbourne: Djokovic und Federer im Viertelfinale - Out für Gauff
Sport 1 3 Min. 26.01.2020 Aus unserem online-Archiv

Melbourne: Djokovic und Federer im Viertelfinale - Out für Gauff

Novak Djokovic ließ Diego Schwartzman keine Chance.

Melbourne: Djokovic und Federer im Viertelfinale - Out für Gauff

Novak Djokovic ließ Diego Schwartzman keine Chance.
Foto: AFP/David Gray
Sport 1 3 Min. 26.01.2020 Aus unserem online-Archiv

Melbourne: Djokovic und Federer im Viertelfinale - Out für Gauff

Die 15-jährige Cori Gauff wollte als jüngste Tennisspielerin seit 15 Jahren in ein Grand-Slam-Viertelfinale einziehen, verpasste aber den nächsten Coup. Bei den Herren setzen sich die beiden Topstars durch.

(dpa/SID/jt) - Ein halbes Jahr nach dem packenden Endspiel in Wimbledon trennt Roger Federer und Novak Djokovic noch jeweils ein Sieg von einem Wiedersehen im Halbfinale der Australian Open. Die beiden Stars der Tennis-Szene können am Dienstag das Duell perfekt machen. Am Sonntag bestand Rekord-Grand-Slam-Sieger Federer den nächsten Härtetest und zog dank eines 4:6, 6:1, 6:2, 6:2 gegen den Ungarn Marton Fucsovics ins Viertelfinale von Melbourne ein.

Titelverteidiger Djokovic setzte mit dem souveränen 6:3, 6:4, 6:4 gegen den Argentinier Diego Schwartzman seinen erhofften Weg zum achten Titel bei den Australian Open fort. Mitte Juli hatten sich Djokovic und Federer das längste Endspiel der Wimbledon-Historie über fünf Sätze und fast fünf Stunden geliefert, das Djokovic nach zwei Matchbällen von Federer gewann. Als sie sich bei den ATP Finals in London ein erstes Mal wieder gegenüberstanden, gewann Federer.

"Jeden Tag besser"

Am Sonntag verlor Federer erneut den ersten Satz, danach entzauberte der Mitfavorit den Weltranglisten-67. Fucsovics im Stile eines Champions. Die Australian Open waren für den Schweizer zwei Tage zuvor beinahe schon in Runde drei zu Ende gegangen, als er gegen den Australier John Millman nur zwei Punkte von einer Niederlage entfernt war.

„Mir geht es gut. Ich habe es geschafft, mich zu erholen und ein gutes Match zu spielen. Ich bin sicher, dass ich mich mit jedem Tag besser fühlen werde“, sagte er im Siegerinterview mit John McEnroe.

Roger Federer wies Marton Fucsovics in die Schranken.
Roger Federer wies Marton Fucsovics in die Schranken.
Foto: AAPIMAGE/AFP/Dave Hunt

Mit dem Erreichen des 15. Viertelfinals in Melbourne hübschte Federer seine an Bestmarken reiche Karriere mit einem weiteren Rekord auf. In der Runde der besten Acht trifft der 20-malige Grand-Slam-Turniersieger nun auf Überraschungsmann Tennys Sandgren aus den USA.

Djokovic bekommt es mit dem früheren Wimbledon-Finalisten Milos Raonic aus Kanada zu tun. Der Serbe kann mit dem achten Titel in Melbourne auch Rafael Nadal an der Spitze der Weltrangliste ablösen, falls der Spanier vor dem Halbfinale ausscheidet.

Coco Gauff verließ den Platz sichtlich enttäuscht.
Coco Gauff verließ den Platz sichtlich enttäuscht.
Foto: AFP/John Donegan

Für Tennis-Teenager Cori Gauff endete ihr Debüt bei den Australian Open unterdessen mit einer Enttäuschung und ohne die erhoffte Viertelfinal-Premiere. Die 15 Jahre alte Amerikanerin verlor gegen ihre sechs Jahre ältere Landsfrau Sofia Kenin 7:6 (7:5), 3:6, 0:6. Zwei Tage zuvor hatte Gauff mit ihrem Sieg über die japanische Titelverteidigerin Naomi Osaka überrascht.

Die jüngste Teilnehmerin des ersten Grand-Slam-Turniers des Jahres gilt als Ausnahmetalent und hatte erstmals im vergangenen Sommer mit dem Achtelfinal-Einzug in Wimbledon für Furore gesorgt. Kenin dagegen erreichte ebenso wie ihre kommende Gegnerin Ons Jabeur aus Tunesien erstmals ein Viertelfinale bei einem der vier wichtigsten Turniere. In der Runde der besten Acht steht zudem die zweimalige Wimbledonsiegerin und Vorjahresfinalistin Petra Kvitova aus Tschechien.

Australiens Tennis-Lieblinge trumpfen auf  

Australiens Tennis-Fans fiebern derweil mit "Bad Boy" Nick Kyrgios mit. Am Samstag rang der Australier Karen Chatschanow (Russland) in der Melbourne Arena nieder. 6:2, 7:6 (7:5), 6:7 (6:8), 6:7 (7:9), 7:6 (10:8). Es war ein Match wie Dynamit. "Es war krank", sagte Kyrgios nach den 4:26 Stunden atemlos.

Am Montag wartet auf den 24-jährigen Lokalmatador nun der vorläufige Höhepunkt der Party. Kyrgios muss widerwillig raus aus der Melbourne Arena und hinein in die Rod Laver Arena - zum Achtelfinale gegen Rafael Nadal. Mit dem hat er sich bislang nicht ganz so gut verstanden. Bei ihrem Match vergangenes Jahr in Wimbledon etwa schoss Kyrgios dem Spanier am Netz voll auf die Brust. Nadal, sagte er danach trocken, könne das aushalten. Kyrgios, entgegnete Nadal, sei "gefährlich", und habe keinen Respekt, auch nicht für sich. 

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Nadal und Kyrgios könnten gegensätzlicher nicht sein. Hier der Spanier, diszipliniert und Ritualen verhaftet, dort der Australier, undiszipliniert und Jünger der Improvisation. Sticheleien verkniff sich Kyrgios diesmal. "Ich bin total aufgeregt, ganz ehrlich. Gegen einen der besten Tennisspieler auf dem Center Court bei deinem Grand Slam zu spielen, das ist schon verdammt cool." 

Auch der australischen Weltranglisten-Ersten Ashleigh Barty fliegen in ihrer Heimat freilich viele Sympathien zu. Die 23-Jährige setzte sich am Sonntag in Melbourne gegen die Amerikanerin Alison Riske mit 6:3, 1:6, 6:4 durch und zog damit ins Viertelfinale ein. Nach 1:36 Stunden stand der Erfolg der French-Open-Gewinnerin am Australia Day, dem Nationalfeiertag, fest. Überwindet sie die nächsten drei Hürden, wäre Barty die erste Australierin seit 1978, die den Grand Slam in Down Under gewinnt. Nächste Station für die 23-Jährige ist das Duell gegen die zweimalige Grand-Slam-Turniersiegerin Petra Kvitova.


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