Medientag in Spanien: Jungels: "Realistische Chance auf das Gelbe Trikot"
Bob Jungels (M.) mit seinem Team Quick-Step Floors beim Training in Spanien.

Medientag in Spanien: Jungels: "Realistische Chance auf das Gelbe Trikot"

Foto: Serge Waldbillig
Bob Jungels (M.) mit seinem Team Quick-Step Floors beim Training in Spanien.
Sport 24 2 Min.09.01.2018

Medientag in Spanien: Jungels: "Realistische Chance auf das Gelbe Trikot"

Joe Geimer
Joe Geimer

Wenn das erfolgreichste Radteam der vergangenen Jahre die Presse ins Trainingslager nach Spanien einlädt, dann lassen sich die Experten diese Chance nicht entgehen. Bob Jungels stand am Dienstag ganz besonders im Fokus. Er ist der Quick-Step-Kapitän für die Tour de France.

(jg) - Im Dezember quälten sich die 27 Radprofis der Mannschaft Quick-Step Floors bereits während zehn Tagen durch das Hinterland der spanischen Costa Blanca. Aktuell haben sich erneut 16 von ihnen in Calpe eingenistet, um dort am Formaufbau im Hinblick auf die Radsport-Saison 2018 zu feilen. Unter ihnen ist auch Bob Jungels.

Der Luxemburger fällt auf. Nicht nur, weil er das gut sichtbare Trikot des Landesmeisters trägt. Sondern auch, weil er bei dem belgischen Topteam einer der Kapitäne ist. Er trägt Verantwortung. Das Interesse an seiner Person ist groß, wie am Dienstag am organisierten Medientag ersichtlich wurde. Einer der Hauptgründe: Jungels geht im Juli bei der Tour de France als Kapitän an den Start. Er fährt auf die Gesamtwertung und visiert ein Topresultat an.

"Die Tour de France ist das größte Rennen"

„Es ist das größte Rennen und auch mein größtes Ziel. Ich möchte dort mein ganzes Können zeigen. Beim Giro habe ich nun zwei Mal mit Top-Ten-Platzierungen gezeigt, dass ich vorne dabei sein kann. Wenn ich eine ähnliche Leistung bei der Frankreich-Rundfahrt abrufe, bin ich zufrieden", lässt er sich entlocken. Einen genauen Platz in der Schlusswertung visiert er dabei nicht an: "Ich möchte in Paris sagen können, dass ich zufrieden bin und alles gut verlaufen ist."

Dass die Streckenführung ihm und auch dem Quick-Step-Team besonders gut liegt, ist dem amtierenden Landesmeister nicht entgangen. „Ja, der Parcours spielt uns in die Karten. Wir wollen die sich bietende Gelegenheit beim Schopf packen. Die ersten neun Etappen, die nicht allzu schwierigen Alpen und das Einzelzeitfahren am vorletzten Tag kommen mir entgegen“, weiß Jungels. Das Gelbe Trikot ist demnach eine Option? "Es ist zumindest nicht unmöglich, es zu holen. Ja, ich habe eine realistische Chance." Die einheimischen Fans können sich also auf packende Tourwochen einstellen.

Trainingslager in Südafrika

Der 25-Jährige wird am 10. Februar bei der Vuelta a Murcia in die Saison starten, vorher legt er bereits in Südafrika ein erstes Höhentrainingslager ein. Beim Tirreno-Adriatico, der Katalonien-Rundfahrt und den drei Ardennen-Klassikern ("vor allem beim Amstel Gold Race und Liège-Bastogne-Liège") rechnet er sich etwas aus. Dann lässt er es etwas ruhiger angehen. Im Mai folgt ein zweites Höhentrainingslager, dann vor der Tour de France noch das Critérium du Dauphiné, die Landesmeisterschaften und die Besichtigung einiger Tour-Etappen.

Jungels ist zuversichtlich: "Unsere Mannschaft ist bärenstark, wir verstehen uns prächtig und wir wissen, was wir können. Warum sollte 2018 kein erfolgreiches Jahr werden?"

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