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Luxemburgische Politikerin: Brasseur kritisiert FIFA-Entscheidungen
Anne Brasseur kann die Entscheidungen des Fußball-Weltverbands nicht nachvollziehen.

Luxemburgische Politikerin: Brasseur kritisiert FIFA-Entscheidungen

Foto: Chris Karaba
Anne Brasseur kann die Entscheidungen des Fußball-Weltverbands nicht nachvollziehen.
Sport 12.05.2017

Luxemburgische Politikerin: Brasseur kritisiert FIFA-Entscheidungen

Daniel WAMPACH
Daniel WAMPACH
Die luxemburgische Politikerin Anne Brasseur hat die jüngsten FIFA-Entscheidungen kritisiert. Sie würde der Generalsekretärin des Fußball-Weltverbands einige Fragen stellen, so die ehemalige Europaratspräsidentin.

(dpa) - Die ehemalige Europaratspräsidentin Anne Brasseur hat den mangelnden Reformwillen und die jüngsten Personalentscheidungen des Fußball-Weltverbandes FIFA heftig kritisiert. „Ich sehe nichts von den versprochen Reformen, aber davon, dass ein Maradona als Berater engagiert und im höchsten Gremium über die Abseitsregel diskutiert wird“, sagte die Luxemburgerin der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“.

Sie halte es für „kein gutes Zeichen“, dass wichtige Experten in den FIFA-Aufsichtsgremien wie der Ethikkommission und der Governance- sowie Prüfungskommission nun nicht mehr dabei sind. „Die Nachfolger müssen sich erst in die Fälle einarbeiten und verlieren dadurch Zeit. Es sieht nach Verzögerungstaktik aus“, meinte die Politikerin. Auf dem FIFA-Kongress im bahrainischen Manama waren kürzlich die Spitzen der Ethikkommission, Hans-Joachim Eckert und Cornel Borbely, abgewählt worden.

FIFA-Generalsekretärin Fatma Samoura habe kürzlich in einem Interview noch betont, sagte Brasseur, dass sie hinter der Arbeit von Eckert und Borbely stehe. „Gekommen ist dann diese Woche mit der Absetzung alles anders. Ich werde Frau Samoura einige Fragen stellen“, kündigte die Europa-Politikerin an.

Für den 29. Mai sei ein Gespräch mit Samoura terminiert. FIFA-Präsident Gianni Infantino habe bisher nicht auf den Wunsch eines Treffens mit Europaratsvertretern reagiert.

Brasseur gehört verschiedenen Ausschüssen des Europarates an und ist Berichterstatterin der Organisation für Good Governance im Fußball. Von 2014 bis 2016 war sie Präsidentin der Parlamentarischen Versammlung des Europarats. Von 1999 bis 2004 war Brasseur u. a. Sportministerin in Luxemburg.


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