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Luxemburg will gegen die Slowakei überraschen
Sport 3 Min. 12.10.2015 Aus unserem online-Archiv
EM-Qualifikation

Luxemburg will gegen die Slowakei überraschen

Aurélien Joachim ist auf dem Weg zurück zu seiner Bestform.
EM-Qualifikation

Luxemburg will gegen die Slowakei überraschen

Aurélien Joachim ist auf dem Weg zurück zu seiner Bestform.
Foto: Ben Majerus
Sport 3 Min. 12.10.2015 Aus unserem online-Archiv
EM-Qualifikation

Luxemburg will gegen die Slowakei überraschen

Zum Abschluss der EM-Qualifikation im Fußball empfängt Luxemburg am Montag um 20.45 Uhr im Stade Josy Barthel die favorisierte Slowakei. Nur 72 Stunden nach dem Gastspiel bei Europameister Spanien eine schwierige Aufgabe. Gleichzeitig ist es das letzte Spiel in der Qualifikation zur EM 2016.

Von Laurent Schüssler.

Wie werden sich die Spieler von der Herkulesaufgabe am vergangenen Freitag gegen Spanien erholt haben? Das ist die entscheidende Frage vor der Begegnung am Montagabend gegen den aktuellen Gruppenzweiten Slowakei. Es ist allerdings nicht das erste Mal, die Nationalelf innerhalb so kurzer Zeit zwei Spiele bestreiten muss. Doch man denkt noch mit Schmerz an den vergangenen Monat zurück, als die FLF-Auswahl in ihrer zweiten EM-Qualifikationsbegegnung im September in Weißrussland (0:3) einen sehr "gebrauchten" Tag kannte.

Stürmer Aurélien Joachim gibt sich dieses Mal zuversichtlich hinsichtlich der Frische der Mannschaft. "Vom Kopf her sind wir bereits bereit für das Spiel gegen die Slowakei", erklärte er am Sonntagabend. "Bis Montag wird sich auch unser Körper noch weiter erholt haben." Sorgen über den Fitnesszustand der Luxemburger Spieler macht er sich keine. Bedenken sollten ihm allerdings die slowakischen Gegner bereiten. Denn der Gast braucht nach zuletzt drei sieglosen Spielen in Luxemburg drei Punkte, um die Qualifikation für Frankreich zu sichern. Am Freitag setzte es eine überraschende Heimniederlage gegen Weißrussland. "Ob die Slowakei bereits qualifiziert ist oder nicht macht für unser Spiel keinen riesigen Unterschied", meint der Stürmer aus der dritten englischen Liga weiter. "Ich werden an vorderster Stelle wieder viel laufen müssen. Wir müssen defensiv gut stehen und dann versuchen, unsere Konterangriffe optimal auszuspielen. Die Slowakei will gewinnen. Aber das hätte sie auch gewollt, wenn sie das Ticket für Frankreich bereits in der Tasche gehabt hätte."

Nationaltrainer Luc Holtz ging bei der gestrigen Pressekonferenz gar noch einen Schritt weiter und erklärte, er bevorzuge es, dass die Slowakei noch nicht qualifiziert sei. So könne im Nachhinein niemand ein mögliches Resultat seiner Spieler schlecht reden: "In Luxemburg sehen wir ja immer zuerst das Negative."

Die Schnelligkeit von Christopher Martins kann auch gegen die Slowakei nützliche Dienste verrichten.
Die Schnelligkeit von Christopher Martins kann auch gegen die Slowakei nützliche Dienste verrichten.
Foto: AFP

In die Karten blicken lassen wollte er sich nicht. Weder was die taktische Ausrichtung angeht noch was die personelle Aufstellung betrifft. Anders als Spanien am vergangenen Freitag hat die Slowakei ihre Stärken im schnellen Umschaltspiel von Defensive auf Offensive. Auch die Zweikampfstärke der Gäste ist zu beachten. Gerade in diesem Bereich will Holtz eine deutliche Steigerung sehen gegenüber dem Hinspiel Ende März in Zilina, das mit einer 0:3-Niederlage endet. Erst kurzfristig will er sich entscheiden, ob und wie viele frische Spieler er bringt. "Es ist ein zweischneidiges Schwert. Die einen haben den Rhythmus in den Beinen, die anderen bringen neue Frische herein."

Sébastien Thill ist einer jener Spieler, die neue Frische einbringen könnten.
Sébastien Thill ist einer jener Spieler, die neue Frische einbringen könnten.
Foto: Ben Majerus

 Mit einem Auge schielt die FLF-Auswahl (4 Punkte) am Montagabend auch nach Borisov. Dort spielt der Tabellenletzte der Gruppe C, Mazedonien (3 Zähler), zeitgleich gegen Weißrussland, für das es in dieser Kampagne um nichts mehr geht. Im Fernduell wollen die Südosteuropäer den letzten Rang wieder an die FLF-Auswahl abtreten. Auch aus diesem Grund ist man im Lager der Luxemburger so darauf erpirscht, gegen die Slowakei zu punkten. Doch die Aufgabe ist schwierig. Die ehemalige Teilrepublik der CSSR ist momentan in der Weltrangliste vergleichsweise höher eingestuft als Frankreich. Das alleine beschreibt ihre Spielstärke ausreichend.

Einmal schaffte Luxemburg jedoch bereits eine Überraschung gegen diesen Gegner:  Im Februar 2011 besiegte Luxemburg die Slowakei durch zwei Tore von da Mota mit 2:1. Allerdings nur in einem Test-Länderspiel. Zudem fehlt da Mota heute Abend wegen drei Verwarnungen, die er im Verlaufe dieser Qualifikationsphase erhalten hat.

Für die Begegnung am Montag sind an den Tageskassen des Stade Josy Barthel noch ausreichend Eintrittskarten für alle Kategorien zu erhalten.

Wir informieren Sie mit unserem Liveticker ab 20.30 Uhr auf www.wort.lu zeitnah über alles Wissenswerte vom abschließenden Qualifikationsspiel zur Europameisterschaft 2016 der FLF-Auswahl gegen die Slowakei.

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