Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Luxemburg vor einer Unbekannten
Joël Holtzem (hier bei der WM 2008) und die Luxemburger Mannschaft streben Platz eins an.

Luxemburg vor einer Unbekannten

Christian Kemp
Joël Holtzem (hier bei der WM 2008) und die Luxemburger Mannschaft streben Platz eins an.
Sport 2 Min. 15.03.2012

Luxemburg vor einer Unbekannten

Am heutigen Mittwoch beginnt in Kockelscheuer das Eishockey-Weltmeisterschaftsturnier der dritten Division (Gruppe A). Luxemburg, Irland, Griechenland und die Vereinigten Arabischen Emirate werden um den Aufstieg in die zweite Division kämpfen.

(SH) - Am heutigen Mittwoch beginnt in Kockelscheuer das Eishockey-Weltmeisterschaftsturnier der dritten Division (Gruppe A). Luxemburg, Irland, Griechenland und die Vereinigten Arabischen Emirate werden um den Aufstieg in die zweite Division kämpfen.

Eigentlich sollte das Turnier in Griechenland stattfinden. Da die Griechen jedoch derzeit über keine Eispiste verfügen, musste ein Ersatzorganisator gefunden werden. Der Luxemburger Verband, der das Turnier bereits 2008 erfolgreich organisiert hatte, sprang in die Bresche. Demnach wird der erste Anpfiff am heutigen Mittwoch um 16.30 Uhr (Griechenland - Vereinigte Arabische Emirate) in Kockelscheuer erfolgen. Die Heimmannschaft wird sich allerdings erst nach der Eröffnungsfeier (20 Uhr) ab 20.15 auf der Eispiste präsentieren.

Mit Irland – das im Vergleich zum Vorjahr auf mehrere Akteure der Belfast Giants zurückgreifen kann – wartet dann der vermeintlich stärkste Gegner auf die Luxemburger Auswahl. Morgen (20 Uhr) treffen die Gastgeber dann auf die Vereinigten Arabischen Emirate, ein eher unbekannter Gegner, der 2009 den Asian Challenge gewonnen hat. Auf Augenhöhe der Luxemburger dürfte der Abschlussgegner aus Griechenland sein (Samstag, 20 Uhr). „Bei diesem Turnier ist alles möglich, vom ersten bis zum letzten Platz“, so der Trainer-Assistent Alain Schneider.

„Irland ist stärker als im Vorjahr. Die Arabischen Emirate haben bei den ersten Trainings positiv überrascht und gute Leistungen gezeigt. Sie wollen um den Turniersieg mitspielen. Die Griechen greifen seit Jahren auf dieselben Akteure (fast alle spielen im Ausland) zurück und sind in etwa auf unserem Niveau. Hier wird wohl die Tagesform entscheidend sein“, erklärt Schneider weiter.

Ausfälle in Angriffsreihe

„Unser Ziel ist es, endlich den ersten Platz zu belegen, den wir in den Vorjahren oft nur knapp verpasst haben“, zeigt sich Kapitän Ronny Scheier kämpferisch. „Es wird sicherlich nicht einfach, das Turnier zu gewinnen. Doch die Möglichkeit ist sicher da.“ Negativ könnten sich für Luxemburg die Ausfälle im Angriff (u. a. Eric Wambach und Thierry Holtzem) auswirken.

Dennoch gab es in den vergangenen Tagen auch gute Neuigkeiten: Benny Welter, der sich seit Saisonbeginn mit Adduktoren-Problemen herumplagt, kann am heutigen Abend auflaufen. Ebenso werden Christophe Thiry und Joël Holtzem wieder zur Mannschaft stoßen. In der Vorbereitung legte Trainer Joakim Eriksson vor allem Wert auf den konditionellen Bereich. Dies insbesondere, da den Stürmern aufgrund der Ausfälle weniger Verschnaufpausen gegönnt werden können.

Es gilt jedoch auch, konzentriert und diszipliniert zu Werke zu gehen. „Viel hängt davon ab, welches Team die wenigsten Strafminuten bekommt. Insbesondere in engen Entscheidungen, wie dies gegen Irland der Fall sein könnte, setzt sich oft die Mannschaft durch, die am diszipliniertesten spielt“, so Schneider. Alle Spiele werden in der Eishalle in Kockelscheuer ausgetragen. Tageskarten können zum Preis von 15 Euro (Kinder bis 12 Jahre zahlen 10 Euro) an der Kasse erworben werden oder aber im Voraus über Internet bzw. per Telefon (661 886 668) bestellt werden. Rund 1 000 Zuschauer finden in der Halle Platz.