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Luxemburg verliert Test-Länderspiel: Calhanoglu lässt die Türken jubeln
Sport 2 Min. 31.03.2015 Aus unserem online-Archiv

Luxemburg verliert Test-Länderspiel: Calhanoglu lässt die Türken jubeln

Hakan Calhanoglu erzielte den Siegtreffer.

Luxemburg verliert Test-Länderspiel: Calhanoglu lässt die Türken jubeln

Hakan Calhanoglu erzielte den Siegtreffer.
Foto: Fabrizio Munisso
Sport 2 Min. 31.03.2015 Aus unserem online-Archiv

Luxemburg verliert Test-Länderspiel: Calhanoglu lässt die Türken jubeln

Mit 1:2 musste sich die Luxemburger Nationalmannschaft der Türkei geschlagen geben. Der Leverkusener Calhanoglu entschied die Partie in der 87.'. Das Tor für die FLF-Auswahl, das zum zwischenzeitlichen 1:1 führte, erzielte Kapitän Mutsch.

(kev) - Am Dienstagabend standen sich Luxemburg und die Türkei in einem Test-Länderspiel im Stade Josy Barthel gegenüber. Nach der 0:3-Niederlage gegen die Slowakei wurde eine Reaktion von der FLF-Auswahl erwartet.  Und diese zeigte sie vor 3 653 Zuschauern auch phasenweise. Am Ende musste man sich dennoch knapp mit 1:2 geschlagen geben.

Im siebten Duell beider Nationen kannten die Türken einen Auftakt nach Maß. Nach 4' spielte Kapitän Turan einen Pass auf Erdinc. Der Angreifer von St-Etienne nahm den Ball mit der Brust an und überwand Joubert mit einem sehenswerten Schuss aus rund 20 m. Die Luxemburger Abwehr sah beim Gegentor alles andere als glücklich aus, denn niemand störte den Schützen beim Torabschluss.

In der 14.' boten sich den Gästen, die dem Spiel bis dahin deutlich ihren Stempel aufdrückten, zwei weitere Torgelegenheiten. Zunächst wurde ein Versuch des Leverkuseners Calhanoglu abgeblockt, ehe Kazim Kazim seinen Schuss verzog.

Anschließend fand Luxemburg etwas besser ins Spiel. Die Hausherren, denen der Kampfgeist anzusehen war, hatten allerdings einen schweren Stand. Da die türkischen Anhänger deutlich in Überzahl waren, wurden die Schützlinge von Trainer Luc Holtz bei fast jedem Ballbesitz gnadenlos ausgepfiffen.

Drittes Länderspieltor für Mutsch

Aufregung in der 25.': Rechtsverteidiger Jans rückte bis in den gegnerischen Strafraum vor, wurde jedoch am Abschluss gehindert. In der 30.' hatten die Luxemburger dann Grund zur Freude. Kapitän Mutsch nahm Maß und überwand Günok mit einem Distanzschuss. Es war das dritte Länderspieltor des Profis des FC St. Gallen.

In der 39.' hätte sich die Türkei dann die Pausenführung sichern können. Ein Schuss von Sahan wurde allerdings von Malget abgeblockt. Auch Luxemburg kam vor dem Pausenpfiff nochmals in den gegnerischen Strafraum. Die Flanke von Jans erreichte Joachim allerdings nicht.

In der Halbzeitpause schien Gästetrainer Faith Terim eine deutliche Ansprache gehalten zu haben. Seine Mannschaft gab plötzlich wieder Vollgas und wäre in der 53.' fast belohnt worden. Doch Joubert konnte den Schuss von Sen abwehren. In der 57.' war es erneut Sen, der nach einem hervorragenden Passspiel zum Abschluss kam. Diesmal verfehlte er das Tor.

Im Anschluss konnte sich Luxemburg wieder etwas befreien. Joachim behauptete sich hervorragend gegen die türkischen Verteidiger und setzte Jans in Szene. Dessen Schuss konnte allerdings in extremis von Özbayrakli geklärt werden (60.'). 

Die Zuschauer sahen nun einen offenen Schlagabtausch und beide Teams wollten unbedingt in Führung gehen. In der 63.' und 68.' musste Joubert das Unentschieden für Luxemburg festhalten. Zunächst klärte der Schlussmann gegen den frei stehenden Bulut, ehe er einen Freistoß von Calhanoglu entschärfte.

Chanot fälscht den Ball unglücklich ab

Anschließend war Luxemburg wieder am Drücker, doch Joachim scheiterte am glänzend reagierenden Torwart Günok (82.'). Das Glück hatte dann die Türkei auf ihrer Seite. Als sich der Großteil der Zuschauer mit einem Unentschieden abgefunden hatte, stellte Calhanoglu seine Schusstechnik unter Beweis. Abwehrspieler Chanot fälschte den Ball unglücklich ab, sodass Joubert keine Abwehrchance blieb.

Gegen die stark dezimierte türkische Elf - Trainer Terim verzichtete auf etliche Stammspieler -, hätten Mutsch und Co. durchaus ein Unentschieden erreichen können. Es wäre das zweite achtbare Resultat gegen die Türkei gewesen. 1972 hatte sich die FLF-Auswahl nämlich mit 2:0 gegen die Türkei durchgesetzt.


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