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Luxemburg ringt Albanien nieder
Sport 2 Min. 04.06.2017 Aus unserem online-Archiv
Testländerspiel

Luxemburg ringt Albanien nieder

David Turpel (20) und Kevin Malget (4), hier zusammen mit den Gebrüdern Vincent (10) und Sébastien Thill, trafen für Luxemburg.
Testländerspiel

Luxemburg ringt Albanien nieder

David Turpel (20) und Kevin Malget (4), hier zusammen mit den Gebrüdern Vincent (10) und Sébastien Thill, trafen für Luxemburg.
Foto: Christian Kemp
Sport 2 Min. 04.06.2017 Aus unserem online-Archiv
Testländerspiel

Luxemburg ringt Albanien nieder

Joe TURMES
Joe TURMES
Die luxemburgische Fußballnationalmannschaft hat am Sonntagabend vor rund 3 000 Zuschauern völlig unerwartet mit 2:1 gegen Albanien die Oberhand behalten. Turpel und Malget trafen.

(ms/AW) - Die luxemburgische Fußballnationalmannschaft hat am Sonntagabend vor rund 3 000 Zuschauern im Stade Josy Barthel völlig unerwartet mit 2:1 gegen Albanien die Oberhand behalten.

Ohne mehrere Stammspieler (Moris, da Mota, Joachim, Mutsch, Chanot) fuhr Luxemburg den ersten Sieg seit November 2015 (1:0 gegen Griechenland) ein. Am Ende geht der Sieg sogar durchaus in Ordnung, denn Albanien zeigte nach einer dominanten ersten Hälfte nach der Pause ein ganz anderes Gesicht. Die Luxemburger legten dagegen eine couragierte Vorstellung an den Tag und kamen dank der Treffer der beiden F91-Spieler Turpel und Malget zum Erfolg.

Vor dem Seitenwechsel gab der EM-Teilnehmer von 2016 allerdings klar den Ton an. In einer Begegnung, die von vielen Zweikämpfen und Fouls geprägt war, war Albanien spielerisch und technisch überlegen und spielte sich eine Reihe von guten Chancen heraus. Vor allem kurz vor Ende der ersten Hälfte hatten die Gäste drei riesengroße Chancen und so konnte sich die FLF-Auswahl, die nach vorne keine Impulse setzen konnte, glücklich schätzen, dass es noch torlos stand.

Drei Tore in der zweiten Halbzeit

Dies änderte sich gleich nach dem Wiederanpfiff. Bei einem Anspiel von Hysaj sah Malget nicht gut aus und Roshi brachte Albanien in Führung. Zu diesem Zeitpunkt war das Ergebnis die logische Konsequenz, doch Luxemburg ließ den Kopf nicht hängen. Während die Albaner durch diverse Auswechslungen den Rhythmus verloren, fand Luxemburg immer besser ins Spiel.

Die Bemühungen wurden belohnt: In der 63.' erzielte Turpel nach einem schönen Anspiel des gerade eingewechselten Sébastien Thill den Ausgleich. Dieser Treffer gab Luxemburg sichtlich Moral und so war es Malget, der eine Viertelstunde vor Schluss nach einem Eckball mit dem Kopf zur Stelle war, um den 2:1-Siegestreffer zu erzielen.

Am Ende musste Luxemburg zwar noch etwas zittern, rettete den knappen Sieg aber über die Zeit und feierte somit eine gelungene Generalprobe im Hinblick auf die WM-Qualifikationsbegegnung am Freitag in Rotterdam gegen die niederländische Nationalelf.

Stimmen nach dem Spiel

Luxemburgs Nationaltrainer Luc Holtz: "Ich freue mich sehr für meine Spieler. Sie haben schon öfter gute Leistungen gezeigt, standen danach aber häufig mit leeren Händen da. So ist es umso schöner, dass sich die Spieler jetzt belohnt haben für die ganze Arbeit, die sie investieren. Wir hatten eine der jüngsten Nationalmannschaften auf dem Platz, die es in Europa gibt. Da fehlt es natürlich noch an Erfahrung. In der ersten Halbzeit gab es einige Ballverluste, wodurch die Spieler hektisch wurden. Ich habe ihnen in der Pause gesagt, dass sie ruhiger werden sollen. Insgesamt bin ich sehr stolz auf meine Mannschaft. Dieser Sieg gibt ihr Selbstvertrauen."

Torschütze David Turpel: "Wir sind zufrieden. Es war die optimale Vorbereitung für das Spiel nächste Woche gegen die Niederlande. Mit der sehr jungen Mannschaft haben wir nach dem Gegentor gut reagiert und eine sehr gute Mentalität gezeigt."

Torschütze Kevin Malget: "Wir hatten eine sehr gute Vorbereitung und wir sind eine Mannschaft, die zusammenhält. Dieser Sieg war auch ein Spiegelbild der Vorbereitung, die wir hatten. Wir sind zwar in Rückstand geraten, aber wir haben die richtige Antwort gegeben."

Albaniens Nationaltrainer Gianni de Biasi: "Die Leistung meiner Mannschaft war nicht die beste. Einige wichtige Spieler haben gefehlt, weil sie noch in ihren Meisterschaften im Einsatz waren. Wir hätten das Spiel gewinnen müssen, weil wir doch über weite Strecken überlegen waren und das erste Tor erzielt haben. Aber es war auch eine Frage der Einstellung."


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