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Luxemburg gegen Montenegro: Später Schock
Sport 2 Min. 08.09.2020

Luxemburg gegen Montenegro: Später Schock

Dirk Carlson kann es nicht fassen. Nach dieser Leistung stehen er und seine Teamkollegen mit leeren Händen da.

Luxemburg gegen Montenegro: Später Schock

Dirk Carlson kann es nicht fassen. Nach dieser Leistung stehen er und seine Teamkollegen mit leeren Händen da.
Foto: Ben Majerus
Sport 2 Min. 08.09.2020

Luxemburg gegen Montenegro: Später Schock

Yves BODRY
Yves BODRY
Trotz starker Leistung muss sich die Luxemburger Fußballnationalelf mit 0:1 gegen den Gruppenfavoriten Montenegro geschlagen geben.

Selten hat man wohl ein solch starke Leistung einer Luxemburger Nationalmannschaft gesehen, umso bitterer muss sich die 0:1-Niederlage durch ein Elfmetertor der Montenegriner für die FLF-Spieler anfühlen.

Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit mit einem Pfostentreffer der Luxemburger, dominierte die FLF-Auswahl die zweiten 45' gegen den favorisierten Gegner aus Montenegro. Doch wie so oft im Fußball wird das Auslassen der Torchancen eiskalt bestraft.

Danel Sinani
Danel Sinani
Foto: Yann Hellers

So auch am Dienstagabend im leeren Stade Josy Barthel. Ein Fehler vom ansonsten guten Torwart Moris und ein sicher verwandelter Elfmeter von Beciraj besiegelten das Schicksal der Luxemburger, die die letzten Minuten in Unterzahl bestreiten mussten.

Sinani für Deville

Trainer Luc Holtz nahm gegenüber dem Erfolg in Aserbaidschan nur eine Änderung in seiner Startelf vor. Sinani rückte anstelle von Deville nach und kam auf der linken Außenbahn zum Einsatz. Rodrigues und V. Thill sollten für die offensiven Akzente sorgen.

Deren gab es in der ersten Halbzeit allerdings nur wenige, denn die kompakte Hintermannschaft der Montenegriner ließ kaum etwas zu. Die physisch starken Gäste hatten dann auch zunächst ein leichtes Übergewicht. Vor allem Boljevic versuchte sein Glück mehrmals aus der Distanz.

Hadern mit dem Schiedsrichter

Es war eine äußerst umkämpfte Partie mit zahlreichen Fouls. Die Luxemburger fühlten sich allerdings oftmals vom belgischen Unparteiischen benachteiligt. Martins hatte bereits nach einer 1' die Gelbe Karte gesehen - das hatte bekanntlich Folgen. 

Christopher Martins
Christopher Martins
Foto: Yann Hellers

Als sich beide Mannschaften schon mit dem 0:0 zur Halbzeit abgefunden hatten, startete V. Thill noch eine Offensivaktion, an deren Ende Rodrigues den Pfosten traf und Martins den Ball im Nachschuss über das Tor setzte. Es war die beste Szene der ersten Halbzeit.

Nach dem Seitenwechsel nahmen die Luxemburger die Euphorie der Großchance mit. Rodrigues (47.') und O. Thill (47.') scheitern mit ihren Versuchen nur knapp.


Luc Holtz (Trainer Luxemburg) nachdenklich

/ Fussball, UEFA Nations League 2020/21, Saison 2020-2021, 2. Spieltag, Gruppe C / 08.09.2020 /
Luxemburg - Montenegro (Luxembourg vs Montenegro) / 
Stade Josy Barthel, Luxemburg /
Foto: Ben Majerus
Holtz: "Noch nie so frustriert"
Fußball-Nationaltrainer Luc Holtz ärgerte sich nach der 0:1-Niederlage gegen den Montenegro über den Schiedsrichter.

Die Druckphase der Luxemburger mit mehreren Eckbällen kannte ihren Höhepunkt in einem platzierten Linksschuss von Sinani, bei dem sich Mijatovic im Tor von Montenegro ganz lang machen musste (58.’). Erneut Sinani (68.’) und Barreiro (75.’) hatten die mittlerweile verdiente Führung der Luxemburger auf dem Fuß respektive auf dem Kopf.

Luxemburg in Unterzahl

Ab der 84.' musste Luxemburg allerdings in Unterzahl spielen. Nach einer vermeintlichen Schwalbe sah Martins die Gelb-Rote Karte. Während die Luxemburger einen Elfmeter forderten, sah der Schiedsrichter die Situation erneut anders und setzte Martins vom Platz.

Laurent Jans und seine Teamkollegen gaben alles.
Laurent Jans und seine Teamkollegen gaben alles.
Foto: Ben Majerus

Und der Schiedsrichter sollte ein weiteres Mal im Mittelpunkt stehen. In der Nachspielzeit kommt Moris beim Herauslaufen einen Schritt zu spät - den fälligen und berechtigten Strafstoß verwandelt der eingewechselte Beciraj sicher zum Siegtreffer.

Die nächste Partie der Luxemburger findet am 10. Oktober statt. Gegner im Stade Josy Barthel ist ab 15 Uhr Zypern.

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