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Kohlschreiber besiegt Muller
Sport 2 Min. 05.07.2018 Aus unserem online-Archiv

Kohlschreiber besiegt Muller

Gilles Mullers schmerzanfälliger Schlagarm war am Mittwoch mit einem stabilisierenden Band ausgestattet.

Kohlschreiber besiegt Muller

Gilles Mullers schmerzanfälliger Schlagarm war am Mittwoch mit einem stabilisierenden Band ausgestattet.
Foto: AFP
Sport 2 Min. 05.07.2018 Aus unserem online-Archiv

Kohlschreiber besiegt Muller

Jan MORAWSKI
Jan MORAWSKI
In der zweiten Runde von Wimbledon verliert Gilles Muller gegen den Deutschen Routinier Philipp Kohlschreiber. Dabei geht jeder der drei Sätze in den Tiebreak.

Nach dem Fünf-Satz-Sieg gegen Michael Mmoh (Weltranglistenposition: 119) steht Tennisprofi Gilles Muller (60) in der zweiten Runde von Wimbledon. Dort ist Gegner Philipp Kohlschreiber (27) ein weitaus größerer Brocken als der junge US-Amerikaner. In den bisherigen drei Begegnungen mit Muller setzte sich der Deutsche immer durch.

Der Deutsche Philipp Kohlschreiber ist der erwartet schwierige Gegner.
Der Deutsche Philipp Kohlschreiber ist der erwartet schwierige Gegner.
Foto: AFP

Gilles Muller - Philipp Kohlschreiber 6:7 (6:8)

Bereits zu Beginn des Matches am frühen Mittwochabend zeigte sich der Favorit aus Deutschland hellwach. Zwar brachte Muller seine Aufschlagspiele durch, musste aber ein ums andere Mal zittern und ingesamt drei Breakbälle abwehren. Vor allem Kohlschreibers platzierte Grundschläge setzten den Luxemburger unter Druck. Gleichzeitig brachte der Deutsche sein Service souveräner durch. Diese leichte Überlegenheit machte sich im Tiebreak gleich bemerkbar. Kohlschreiber ging mit 4:2 Führung, ehe Muller bissiger wurde. Trotzdem verlor der FLT-Spieler den ersten Satz mit 6:7 (6:8).

Gilles Muller - Philipp Kohlschreiber 6:7 (6:8), 6:7 (4:7)

Als hätten die beiden das selbe Drehbuch nochmal gelesen verlief der zweite Satz. Während Kohlschreiber erneut unbedrängt agierte, musste Muller kämpfen. Wieder wehrte der Linkshänder einige Breakbälle ab. Bemerkenswert: Muller bewies jedes Mal Nervenstärke und machte die Möglichkeiten seines Gegenübers entweder mit starken Aufschlägen oder sehenswerten Punkten am Netz zunichte. Dies verleitete Kohlschreiber sogar dazu, vereinzelt ungläubig den Kopf zu schütteln. Nach einem Breakball bei 4:4 hatte Muller beim Stande von 5:5 sogar derer drei, die er aber ebenfalls nicht nutzte. Im erneuten Tiebreak war Kohlschreiber schließlich drauf und dran zu gewinnen (5:3), als der Regen die Spieler in eine Pause schickte. Dies tat der Deutsche dann am Tag darauf - und holte sich den zweiten Durchgang mit 7:6 (7:4).

Gilles Muller - Philipp Kohlschreiber 6:7 (6:8), 6:7 (4:7), 6:7 (3:7)

Von Resignation jedoch war bei Mulles weiterhin keine Spur. Der Luxemburger schlug auch im dritten Satz stark auf, das Spiel nahm seinen gewohnten Verlauf. Beide Spieler lauerten auf Breakmöglichkeiten, doch gaben sich jeweils keine Blöße. Doch mit seiner eigentlichen Stärke, dem Tiebreak, fremdelte der Luxemburger auch in diesem Durchgang. Von einem Doppelfehler Mullers begünstigt, stellte Kohlschreiber schnell auf 3:0. Es bahnte sich ein Dreisatzsieg des Favoriten an - in einem Spiel, das ohne ein einziges Break ausgekommen war. Nach rund 2.30' verwandelte der Deutsche seinen ersten Matchball zum 7:6 (7:3).

"Ich denke, dass ich zu verschiedenen Momenten nicht richtig an den Sieg geglaubt habe. Bei meinen Returnspielen habe ich es nicht fertig gebracht, ihn in Gefahr zu bringen – auch wenn ich zum Beispiel Breakbälle im zweiten Satz hatte. Außerdem bin ich dem Resultat immer hinterhergelaufen, auch in den Tiebreaks", so der Luxemburger nach der Zweitrundenniederlage.



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