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Kleine Revolution im Luxemburger Fußball ist möglich
Sport 2 Min. 02.03.2016 Aus unserem online-Archiv
Referendum steht bevor

Kleine Revolution im Luxemburger Fußball ist möglich

Bereits in knapp drei Wochen könnte das Referendum ausgewertet sein.
Referendum steht bevor

Kleine Revolution im Luxemburger Fußball ist möglich

Bereits in knapp drei Wochen könnte das Referendum ausgewertet sein.
Foto: Fernand Konnen
Sport 2 Min. 02.03.2016 Aus unserem online-Archiv
Referendum steht bevor

Kleine Revolution im Luxemburger Fußball ist möglich

Joe TURMES
Joe TURMES
Der Pokalmodus, Gelbsperren, die Anzahl der Auswechslungen, die dritte Division: Vieles steht zur Diskussion in einem Referendum, das die FLF organisiert.

(jot) - Im Luxemburger Fußball könnte es zur kommenden Saison bereits einige Änderungen geben. Der Luxemburger Fußballverband FLF fragt die Clubs in einem Referendum um ihre Meinung. Die wichtigste Reform könnte den
 Pokalmodus betreffen. In Zukunft könnten die BGL-Ligue-Vereine bereits in der zweiten Runde 
einsteigen. Bislang war dies 
erst in der fünften Runde der 
Fall.

In der zweiten Runde haben sie lediglich zusammen mit den 14 Vereinen aus der Ehrenpromotion den Vorteil, dass sie gesetzt sind und damit nicht auf einen hochkarätigen Gegner treffen können. „Es war der Wunsch der kleinen Vereine, dass sie gute Chancen haben, auf Spitzenteams zu treffen. Mit dem neuen Modus wäre dies der Fall“, betont Paul Philipp.

Überhaupt würde die Reform den kleinen Vereinen in die Karten spielen. Treffen nämlich zwei Teams aufeinander, hat das unterklassige bis zum Halbfinale inklusive immer Heimrecht.

Größere Clubs haben mehr Stimmen

Beim Referendum soll allerdings nicht nur über den Pokalmodus abgestimmt werden. In der 3. Division könnten es in Zukunft nur noch zwei, anstatt drei Bezirke geben. Bei den Junioren hätten die Teams die Möglichkeit, fünf anstatt drei Auswechslungen vorzunehmen. Die Anzahl der Sperren im Pokalwettbewerb (Coupe de Luxembourg und Coupe FLF) könnte auch reduziert werden. So sollen Spieler erst ab der dritten Gelben Karte und nicht mehr ab der zweiten im laufenden Wettbewerb gesperrt sein.

Die Vereine müssen also über insgesamt vier Punkte beim Referendum abstimmen und der FLF anschließend ihre Antworten auf dem Postweg zukommen lassen. In knapp drei Wochen könnten die Stimmen bereits ausgezählt sein. Eine einfache Mehrheit genügt, damit eine Änderung in Kraft tritt. 106 Vereine sind aufgerufen, abzustimmen. Größere Clubs mit vielen Teams haben mehr Stimmen als kleine Vereine mit weniger Mannschaften.

Vorerst kein Supercupspiel

Ein Supercupspiel zwischen dem Meister und dem Pokalsieger steht vorerst nicht zur Diskussion. „Dies wurde zwar bereits bei den Vereinen angesprochen, der Vorschlag stieß jedoch auf verhaltene Reaktionen“, betont Philipp. Die Idee sei beispielsweise aufgekommen, den Supercup im Rahmen des ersten Spieltags in der BGL Ligue auszutragen. „Doch dies ist nicht möglich, wenn der Pokalsieger der Ehrenpromotion angehört“, erklärt Philipp.

Der FLF-Vorsitzende sieht zudem ein grundsätzliches Problem, was den sportlichen Wert eines Supercupspiels angeht. „Einige große Fußballligen tragen den Supercup nicht zufällig in exotischen Ländern aus. Sie tun dies, um ihre Liga in diesen Ländern bekannter zu machen.“

Das Referendum

- Einstieg der Clubs der BGL Ligue und der Ehrenpromotion in der zweiten Runde der Coupe de Luxembourg

- Sperre nach drei Gelben Karten in der Coupe de Luxembourg und der Coupe FLF (bislang zwei) 

- fünf mögliche Einwechslungen bei den Junioren (bislang drei)

- Reduzierung der 3. Division von drei auf zwei Bezirke



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