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King Cav zurück auf dem Sprinterthron
Sport 1 2 Min. 01.07.2021
Tour de France

King Cav zurück auf dem Sprinterthron

Altstar Mark Cavendish kann es nicht fassen: Er ist schon wieder der Schnellste.
Tour de France

King Cav zurück auf dem Sprinterthron

Altstar Mark Cavendish kann es nicht fassen: Er ist schon wieder der Schnellste.
Foto: AFP
Sport 1 2 Min. 01.07.2021
Tour de France

King Cav zurück auf dem Sprinterthron

Auf der sechsten Tour-Etappe holt ein britischer Routinier seinen zweiten Tagessieg. Ein Niederländer verteidigt das Gelbe Trikot.

(dpa) -  Altstar Mark Cavendish (Deceuninck) hat seine wundersame Comebackshow fortgesetzt und nimmt den Uraltrekord von Eddy Mercks ins Visier. Der in den vergangenen Jahren tief gefallene Weltmeister von 2011 feierte bei der 108. Tour de France seinen 32. Etappensieg und liegt damit nur noch zwei Erfolge hinter der belgischen Radlegende.


30.06.2021, Frankreich, Fougeres: Radsport: UCI WorldTour - Tour de France, Change - Laval (27,20 km), 5. Etappe (Einzelzeitfahren):  Tadej Pogacar aus Slowenien von Team UAE Team Emirates im Endspurt. Foto: Pete Goding/BELGA/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Pogacar gewinnt nach Traum-Zeitfahren
Mit einem irrsinnig hohen Temposchnitt rast Titelverteidiger Tadej Pogacar auf der fünften Tour-Etappe knapp am Gelben Trikot vorbei.

Der 36-jährige Cavendish siegte am Donnerstag auf dem sechsten Tagesstück nach 160,6 km von Tours nach Chateauroux, wo er bereits zwei Mal eine Etappe gewonnen hatte, vor dem Belgier Jasper Philipsen (Alpecin) und dem Franzosen Nacer Bouhanni (Arkéa). Damit baute Cavendish auch seine Führung in der Punktewertung aus.

Weiter im Gelben Trikot ist Crossweltmeister Mathieu van der Poel (Alpecin) unterwegs. Der Enkel des 2019 verstorbenen Touridols Raymond Poulidor liegt acht Sekunden vor Titelverteidiger Tadej Pogacar (Emirates), der am Vortag in beeindruckender Manier das Einzelzeitfahren gewonnen hatte. Spätestens in den Alpen am Wochenende sollte der Slowene den weniger bergfesten van der Poel an der Spitze der Gesamtwertung ablösen. Gesamtdritter ist der Belgier Wout van Aert (Jumbo).

Mathieu van der Poel bleibt in der Gesamtwertung vorne.
Mathieu van der Poel bleibt in der Gesamtwertung vorne.
Foto: AFP

Für die Schlagzeilen am Donnerstag sorgte aber King Cav - mal wieder. Dabei hatte der Mann von der Isle of Man bereits im vergangenen Herbst vor dem Karriereende gestanden, nachdem er - zweieinhalb Jahre ohne Sieg - keinen Vertrag mehr hatte. Beim belgischen Deceuninck-Quick-Step-Team fand er aber wieder zu alter Stärke zurück. Fast wie in den Jahren 2008 bis 2011, als er bei den Toursprints kaum zu schlagen war.

Aufatmen nach Corona-Tests

Lange Zeit hatte sich der Deutsche Roger Kluge (Lotto Soudal) an der Spitze gezeigt. Der Bahnradspezialist war gut 25 Kilometer nach dem Start mit Olympiasieger Greg van Avermaet (Ag2r) ausgerissen. Mehr als zwei Minuten ließen die Sprinterteams das Duo aber nicht ziehen, sodass es bei Kilometer 157 wieder zum Zusammenschluss kam.


Stage winner Team Deceuninck Quickstep's Mark Cavendish of Great Britain sprint to cross the finish line of the 4th stage of the 108th edition of the Tour de France cycling race, 150 km between Redon and Fougeres, on June 29, 2021. (Photo by Anne-Christine POUJOULAT / various sources / AFP)
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Die vierte Etappe der Frankreich-Rundfahrt beginnt mit einem Statement der Radprofis und endet mit dem großen Comeback von Mark Cavendish.

In Sachen Corona durften unterdessen alle Teams aufatmen. Alle 177 Fahrer sowie die Betreuer wurden am Vortag negativ auf das Corona-Virus getestet, wie die „L'Équipe“ schrieb. Es waren die ersten Tests seit dem Start. Hat eine Mannschaft innerhalb von sieben Tagen zwei coronapositive Fahrer, wird sie von der Tour ausgeschlossen. Weitere Tests finden an den beiden Ruhetagen statt.

Bevor es am Wochenende in die Alpen geht, winkt am Freitag den Ausreißern auf der längsten Etappe die Chance auf einen Sieg. 249,1 km sind von Vierzon nach Le Creusot zurückzulegen. Fünf Bergwertungen im letzten Drittel der Etappe dürften für die Sprinter kaum machbar sein. Und für die Anwärter auf den Gesamtsieg geht es darum, die Kräfte für die ersten Bergetappen zu schonen.


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