Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Jungels und Majerus träumen vom Triumph
Bob Jungels war noch nie Sportler des Jahres.

Jungels und Majerus träumen vom Triumph

Foto: Serge Waldbillig
Bob Jungels war noch nie Sportler des Jahres.
Sport 3 Min. 06.12.2018

Jungels und Majerus träumen vom Triumph

Joe TURMES
Joe TURMES
Am Donnerstagabend wird in Mondorf bekannt, wer Sportler und wer Sportlerin des Jahres wird. Bob Jungels und Christine Majerus haben gute Chancen.

Am Donnerstagabend trifft sich die Crème de la Crème des Luxemburger Sports zur Awards Night in Mondorf, wo die besten Athleten des Jahres ausgezeichnet werden. Die Mitglieder des Sportpresseverbands sportspress.lu haben gewählt und den Sportler, die Sportlerin, die Mannschaft und den Trainer des Jahres bestimmt.

Bei den Männern wird es Gilles Muller nach vier Auszeichnungen in Serie sehr schwer haben, wieder zu triumphieren. Der 35-Jährige fand nach einer Ellbogenverletzung nicht mehr zu seiner Form und hat seine Karriere Ende August beendet. In die Vorauswahl schaffte er es dennoch, da er unter anderem bei den Australian Open in der dritten Runde stand. Von Muller abgesehen steht kein Athlet auf der Liste, der bereits Sportler des Jahres wurde. Bob Jungels träumt sicherlich von der Auszeichnung. Dem Radprofi werden in diesem Jahr die besten Chancen eingeräumt, sich den Titel zu holen. Er gewann im Frühjahr bei Liège-Bastogne-Liège, ehe er im Sommer einen elften Rang bei der Tour de France folgen ließ. Insgesamt 17 Männer haben es in die Vorauswahl geschafft.

Majerus als Topfavoritin

Bei den Frauen kommt die Topfavoritin auch aus dem Radsport. Christine Majerus könnte zum vierten Mal in Folge und zum insgesamt fünften Mal ganz oben auf dem Podium landen. Die 31-Jährige gewann beim stark besetzten Festival Elsy Jacobs vor heimischer Kulisse eine Etappe und verpasste den Gesamtsieg als Zweite nur um eine Sekunde. Bei den Weltmeisterschaften fuhr sie auch ganz vorne mit. Bei der Cyclocross-WM landete Majerus auf dem vierten Rang, während sie bei der Radsport-WM im Mannschaftszeitfahren mit ihrem Team Boels-Dolmans den zweiten Platz belegte.

Chancen darf sich auch Mandy Minella, die nach der Geburt von Tochter Emma schnell wieder auf Touren kam und beim WTA-Turnier im schweizerischen Gstaad im Finale stand, ausrechnen. Auch Ni Xia Lian hat ordentlich Werbung für sich betrieben. Sie stand mit dem spanischen Club Girbau Vic im Finale des ETTU-Cups und holte mit Sarah de Nutte EM-Bronze im Doppel. Mit 55 Jahren verkörpert die gebürtige Chinesin noch immer internationale Klasse im Tischtennis.

Drei Fußballteams in der Vorauswahl

Drei Fußballteams hoffen auf ein gutes Abschneiden bei der Wahl zum Mannschaft des Jahres. F91 Düdelingen schaffte sensationell den Sprung in die Gruppenphase der Europa League, die Fußball-Nationalmannschaft führte zwischenzeitlich ihre Gruppe in der Nations League an, während Niederkorn zwei Qualifikationsrunden in der Europa League überstand. F91 und die Fußball-Nationalmannschaft haben die besten Chancen auf die Auszeichnung als Mannschaft des Jahres.

Außergewöhnliches leisteten allerdings auch die Recurve-Bogenschützen, die Bronze bei der EM holten sowie das Tischtennis-Doppel de Nutte/Ni, das ebenfalls bei den europäischen Titelkämpfen auf dem dritten Rang landete.

Sechs Kandidaten für die Auszeichung Trainer des Jahres

Neu ist die Auszeichnung des Trainers des Jahres. Ken Diederich (Amicale und Basketball-Nationalmannschaft), Dejan Gajic (Männer- und Frauenteam des HB Käerjeng), Luc Holtz (Fußball-Nationalmannschaft), Jeff Saibene (Arminia Bielefeld), Camille Schmit (Coach der Leichtathleten Charel Grethen und Charline Mathias) sowie Dino Toppmöller (F91) standen in der Vorauswahl.

Molinaro und Barreiro dürfen sich freuen

Vor der Gala in Mondorf wurden bereits einige Preise vergeben. Tennisspielerin Eléonora Molinaro und Fußballer Leandro Barreiro werden am Donnerstagabend mit dem Prix du Jeune Espoir ausgezeichnet. Als Ultrasportler des Jahres wird Radsportler Ralph Diseviscourt geehrt. Der Fair-Play-Preis geht an Yannick Lieners, der mit seinem Plooschter-Projet auf die Wichtigkeit der Stammzellenspende aufmerksam macht. Der Ehrenpreis wird posthum an den ehemaligen Vizepräsidenten und Generalsekretär des Sportpresseverbands Lucien Gretsch verliehen. Die Special Olympics erhalten den Prix Sport et Handicap.

Die Vorauswahl

Sportler des Jahres

  1. Bob Bertemes (Leichtathletik)
  2. Jempy Drucker (Radsport)
  3. Tom Habscheid (Para-Leichtathletik)
  4. Bob Haller (Triathlon)
  5. Laurent Jans (Fußball)
  6. Bob Jungels (Radsport)
  7. Joe Kurt (Para-Triathlon)
  8. Gilles Muller (Tennis)
  9. Sören Nissen (Mountainbike)
  10. Gregor Payet (Triathlon)
  11. Dylan Pereira (Autosport)
  12. Chris Philipps (Fußball)
  13. Kamil Rychlicki (Volleyball)
  14. Sascha Schulz (Dressurreiten)
  15. Gilles Seywert (Bogenschießen)
  16. Lyndon Sosa (Trapschießen)
  17. Raphaël Stacchiotti (Schwimmen)

Sportlerin des Jahres

  1. Charlotte Bettendorf (Springreiten)
  2. Sarah de Nutte (Tischtennis)
  3. Christine Majerus (Radsport)
  4. Charline Mathias (Leichtathletik)
  5. Mandy Minella (Tennis)
  6. Ni Xia Lian (Tischtennis)
  7. Jenny Warling (Karate)

Mannschaft des Jahres

  1. Bogenschießen: Nationalteam der Männer im Recurve
  2. Fußball: F91 Düdelingen
  3. Fußball: Nationalmannschaft der Männer
  4. Fußball: Niederkorn
  5. Handball: Berchem
  6. Tischtennis: Doppel Sarah de Nutte/Ni Xia Lian
  7. Tischtennis: Nationalmannschaft der Frauen

Trainer des Jahres

  1. Ken Diederich (Amicale und Basketball-Nationalmannschaft)
  2. Dejan Gajic (Männer- und Frauenteam des HB Käerjeng)
  3. Luc Holtz (Fußball-Nationalmannschaft)
  4. Jeff Saibene (Arminia Bielefeld)
  5. Camille Schmit (Coach der Leichtathleten Charel Grethen und Charline Mathias)
  6. Dino Toppmöller (F91)

Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Sportler des Jahres 2017: 28 Einzelsportler stehen zur Wahl
In fast einem Monat ist es wieder soweit: Dann stehen die Namen der Sportlerin, des Sportlers und der Mannschaft des Jahres 2017 fest. Die Titelverteidiger haben es erneut in die Vorauswahl des Sportpresseverbands sportspress.lu geschafft. Dürfen sie erneut jubeln?
Gilles Muller könnte seinen vierten Titel in Serie holen.
Zur Wahl der Sportler des Jahres
Bei den rezenten Wahlen der besten Jahressportler 2014 wurde die Fußballnationalmannschaft im Mannschaftswettbewerb Zweite hinter dem Tischtennis-Nationalteam der Frauen. Dies schmeckte Fußball-Nationaltrainer Luc Holtz überhaupt nich...