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Jungels mischt vorne mit
Sport 34 2 Min. 16.04.2017 Aus unserem online-Archiv
Amstel Gold Race

Jungels mischt vorne mit

Bob Jungels durfte mit seinem Auftritt zufrieden sein.
Amstel Gold Race

Jungels mischt vorne mit

Bob Jungels durfte mit seinem Auftritt zufrieden sein.
Foto: Serge Waldbillig
Sport 34 2 Min. 16.04.2017 Aus unserem online-Archiv
Amstel Gold Race

Jungels mischt vorne mit

Philippe Gilbert, der Teamkollege von Radprofi Bob Jungels, hat den Auftakt der Ardennenwoche für sich entschieden. Er siegte beim Amstel Gold Race im Sprint vor Sky-Profi Michal Kwiatkowski.

(jg/jan) - Der belgische Radprofi Philippe Gilbert hat zum vierten Mal das Amstel Gold Race gewonnen. Der 34-jährige Teamkollege des Luxemburgers Bob Jungels (Quick-Step) setzte sich nach 261 km im Sprint der 52. Auflage des Frühjahrs-Klassikers rund um Maastricht gegen den Polen Michal Kwiatkowski (Sky/gleiche Zeit) durch, der damit seinen zweiten Erfolg nach 2015 verpasste. Dritter wurde der Schweizer Michael Albasini (Orica/auf 10'').

Für Gilbert war es der zweite bedeutende Saisonsieg im Frühjahr. Vor zwei Wochen hatte der Weltmeister von 2012 bereits die Flandern-Rundfahrt gewonnen. Mit seinem vierten Erfolg beim Amstel Gold Race rückte Gilbert bis auf einen Sieg an Rekordchampion Jan Raas (NL/fünf Siege zwischen 1977 und 1982) heran.

Gilbert und Kwiatkowski hatten sich auf dem neu gestalteten Kurs mit 35 Anstiegen, darunter dem berüchtigten Cauberg, 6 km vor dem Ziel am Bemelerberg aus einer siebenköpfigen Spitzengruppe abgesetzt. Gilbert attackierte und nur Mailand-Sanremo-Sieger Kwiatkowski konnte dem belgischen Meister folgen. Der Pole trat anschließend auf der Zielgeraden als Erster an, Gilbert sicherte sich dann aber aus seinem Windschatten heraus den Sieg. Für den Belgier war es der dritte Erfolg aus den vergangenen vier Rennen an denen er teilnahm.

Auch Jungels konnte sich nach den Strapazen freuen - nicht nur über den Triumph seines Teamkollegen, sondern auch über seine eigene Leistung. Er präsentierte sich nämlich in seinem ersten Rennen nach einer einmonatigen Pause bärenstark. Der 24-Jährige tauchte immer wieder ganz vorne auf. Letztendlich fuhr der Landesmeister als 39. mit einem Rückstand von 1'11'' ins Ziel.

Vorentscheidung am Kruisberg

Auf der veränderten Strecke fiel die Vorentscheidung am Kruisberg, knapp 40 km vor dem Ziel: Gilbert verschärfte das Tempo, es bildete sich eine achtköpfige Spitzengruppe. Dahinter formierte sich eine weitere kleinere Gruppe mit u.a. Greg van Avermaet (B/BMC) und Alejandro Valverde (E/Movistar). Jungels schloss die Lücke zu diesen Hochkarätern, verrichtete dann aber verständlicherweise keine Arbeit, da sein Kapitän Gilbert an der Spitze lag. Es sah zunächst so aus, als könnte man gar den Anschluss ganz nach vorne schaffen. Der Abstand betrug zwischenzeitlich nur 20'', letztendlich waren Gilbert und Co. dann aber doch zu stark.

Die Gruppe um Jungels wurde auf den letzten Kilometern noch vom 35-köpfigen Peloton eingefangen. In den Sprint um Rang acht mischte sich der Luxemburger nicht mehr ein.

Jungels: "Hervorragende Beine"

Der Landesmeister ließ sich am Sonntagnachmittag auch von einem Sturz und einem Plattfuß rund 60 km vor dem Ziel nicht bremsen: "Ich ließ dort sicherlich einige Körner liegen, aber meine Beine fühlten sich hervorragend an. Ich hatte genügend Zeit, um mich von meinem Trainingslager zu erholen. Bei der entscheidenden Attacke fehlten mir vielleicht zwei, drei Prozent, um sofort bei den Leuten zu sein. Dennoch konnte ich die Lücke zu Valverde und Co. schließen. Ich fühlte mich gut, auch wenn mir zu Beginn des Rennens etwas der Rhythmus fehlte. Mein Abschneiden zeigt mir auch, dass ich in den vergangenen Wochen im Training gut gearbeitet habe." 

Das Amstel Gold Race markierte den Start in die Ardennenwoche, die mit dem Flèche Wallone am Mittwoch fortgeführt wird. Den Schlusspunkt bildete am kommenden Sonntag das Rennen Liège-Bastogne-Liège.



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