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Judoka Marie Muller verpasst knapp die Bronzemedaille und wird Fünfte
Platz fünf für Marie Muller (links): Trotz einer guten Leistung reichte es nicht für eine Bronzemedaille.

Judoka Marie Muller verpasst knapp die Bronzemedaille und wird Fünfte

Foto: AFP
Platz fünf für Marie Muller (links): Trotz einer guten Leistung reichte es nicht für eine Bronzemedaille.
Sport 31.07.2012

Judoka Marie Muller verpasst knapp die Bronzemedaille und wird Fünfte

Auf Entscheidung des Wettkampfrichters hat die Luxemburger Judoka Marie Muller ihren Kampf gegen die Italienerin Rosalba Forciniti verloren. Sie verpasst damit eine Bronzemedaille und wird Fünfte des Wettkampfs.

Von Laurent Schüssler aus London.

Marie Muller belegt bei den Olympischen Spielen in London beim Judo-Turnier in der Gewichtsklasse bis 52 kg den unglücklichen fünften Platz. Damit verpasst sie eine Medaille nur um Haaresbreite. Es wäre die erste Luxemburger Medaille bei Sommerspielen seit 60 Jahren und dem Erfolg von Josy Barthel in Helsinki (FIN) gewesen.

Im entscheidenden Duell gegen die Italienerin Rosalba Forciniti war die Spannung in der proppenvollen Halle der ExCel-Arena in London regelrecht spürbar. Beide Judokas lagen leistungsmäßig so eng beieinander, dass keiner der beiden eine Wertung gelang, weder in der regulären Kampfzeit, noch der Verlängerung. So mussten die drei Schiedsrichter entscheiden, und die sprachen einstimmig der Italienerin den Sieg zu. 

Keine Freude über die Leistung

Forciniti war zwar in der Mitte der zweiten Hälfte der regulären Kampfzeit zwar dominierend, in der Verlängerung holte die Luxemburgerin aber stark auf. Es sollte jedoch nicht mehr ausreichen. “Schiedsrichterentscheidungen im Judo sind wie Elfmeterschießen im Fußball”, so Trainer Ralf Heiler im Anschluss. “Wir haben die Latte getroffen, Italien mit Hilfe des Innenpfostens ins Tor.”

Richtig freuen konnte sich Muller unmittelbar nach dem Kampf noch nicht über ihre großartige Leistung. “Hätte man durch einen wundervollen Wurf des Gegners bereits nach 1' verloren, hätte man sich gesagt, der Gegner war besser. Aber so sitzt der Stachel dieser knappen Niederlage noch tief.”

 In der ersten Hoffnungsrunde hatte sie zuvor Christianne Legentil von der Mauritius-Insel mit Ippon nach 3'45” besiegt, nachdem sie zuvor bereits mit Yuko führte. Legentil war Muller zwar technisch unterlegen, machte mir ihrer passiven Art aber praktisch jeden Angriffsansatz zunichte. Erst nach zwei Verwarnungen wurde sie mutiger. Das war der Zeitpunkt, als die Luxemburgerin zuschlug.

Sieg gegen Spanierin

Im Viertelfinale des Hauptfeldes war Muller zuvor an der Kubanerin Yanet Bermoy Acosta gescheitert. Sie war der Nummer zehn der Welt mit 1:2 Verwarnungen auf Yuko hin unterlegen gewesen. Zuvor hatte sich die Luxemburgerin jedoch in der ersten Runde mit zweimal Wazaari gegen die favorisierte Spanierin Ana Carrascosa durchsetzen können.

Maria Garcia aus der Dominikanischen Republik wurde in Runde zwei rund eine halbe Minute vor Schluss mit einem Haltegriff zur Aufgabe gezwungen.


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