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Jeff Strasser plant seine Zukunft: "Mittelfristig ist die Bundesliga das Ziel"
Jeff Strasser steht mit der Escher Fola derzeit auf dem zweiten Rang.

Jeff Strasser plant seine Zukunft: "Mittelfristig ist die Bundesliga das Ziel"

Foto: Ben Majerus
Jeff Strasser steht mit der Escher Fola derzeit auf dem zweiten Rang.
Sport 2 Min. 14.04.2016

Jeff Strasser plant seine Zukunft: "Mittelfristig ist die Bundesliga das Ziel"

Bob HEMMEN
Bob HEMMEN
Fola-Trainer Jeff Strasser sprach im "Kicker"-Interview über seine Zukunftspläne. Der 41-Jährige liebäugelt mit einer Rückkehr nach Deutschland und erinnert sich an seine Traineranfänge.

von Bob Hemmen

Jeff Strasser ist in Deutschland nach wie vor ein gefragter Mann. Der Luxemburger Rekordnationalspieler, der für Borussia Mönchengladbach und Kaiserslautern auflief, gab dem "Kicker" nun ein Interview und sprach auch über seine Zukunft.

Der 41-Jährige liebäugelt mit einer Rückkehr nach Deutschland: "Mittelfristig ist die Bundesliga ein Ziel - je nachdem, wie man mittelfristig definiert." Nachdem er Anfang März die Ausbildung zum "Fußball-Lehrer" beim DFB bestand, hat der aktuelle Coach der Escher Fola die nötige Qualifikation, um auf internationaler Ebene mit der "Uefa Pro Lizenz" ein Traineramt auszuüben.

Wie es dazu kam, dass Strasser heute an der Seitenlinie steht, kann er sich selbst nicht erklären. "Das Komische ist: Ich habe mich nie gefragt, ob ich Trainer werde. Ich wollte 2010 noch ein, zwei Jahre in Luxemburg bei Fola Esch spielen. Nach einem Monat wurde ich Sportinvalide. Der Präsident sagte im November: ,Jeff, du bist jetzt eh hier, willst du nicht bis zum Winter übernehmen?' Das waren drei Spiele. Das erste haben wir gleich verloren, dann kamen zwei Siege. Im Winter haben wir Cyril Serredzum dazugenommen, bis heute sind wir das Trainerduo."

Vertrag bis 2016/2017

Dass sich Strasser beim letztjährigen Meister wohlfühlt, ist kein Geheimnis. Dennoch ist die Zukunft des ehemaligen Bundesliga-Profis noch nicht ganz geklärt. Bei der Escher Fola besitzt er einen gültigen Vertrag bis zum Ende der Saison 2016/2017. Ob er eine Ausstiegsklausel besitzt, die einen Abgang erleichtern würde, ist nicht bekannt.

Der Mondorfer absolvierte in der laufenden Spielzeit ein Praktikum auf dem "Betze" und verfolgt auch die Saison der "Fohlen". "Beide Vereine haben sehr gute Trainer," analysiert er. Gegenüber dem "Kicker" erklärte Strasser. "Was mir wichtig ist: Danke zu sagen dafür, dass ich bei diesen Traditionsclubs mit zwei überragenden Fanszenen spielen durfte."

Neuanfang für Kaiserslautern

Doch beim FCK ist die Trainerfrage weiterhin ungeklärt. Konrad Fünfstück wird das Team zwar bis zum Saisonende betreuen, wie es darüber hinaus weitergeht, lässt der Verein allerdings noch offen. Nach der jüngsten Talfahrt sowie der Neustrukturierung des Clubs, wird der kommende Sportvorstand wohl ebenfalls auf ein neues Gesicht setzen.

Jeff Strasser, hier gegen Bayern Giovanne Elber im Jahr 2002, wurde von den "Betze"-Fans stets gefeiert.
Jeff Strasser, hier gegen Bayern Giovanne Elber im Jahr 2002, wurde von den "Betze"-Fans stets gefeiert.
Archivfoto: AP

Bleibt die Frage, ob der FCK den nächsten Neubeginn mit einem recht unerfahrenen Coach wagt. Klar ist: Die enge Verbundenheit zwischen Strasser und den "Roten Teufeln" besteht bis heute. Der Luxemburger pflegt gute Kontakte zum Verein und hat im Großherzogtum bereits bewiesen, dass er auf der Trainerbank Erfolge feiern kann. Nach dem für alle Verantwortlichen und Fans schwierigen Jahr könnte die Rückkehr des ehemaligen Fanlieblings für einen Aufschwung sorgen.


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