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Italiener Ciccone erobert das Gelbe Trikot
Sport 11.07.2019

Italiener Ciccone erobert das Gelbe Trikot

Der Franzose Julian Alaphilippe (in Gelb) wird vom Gejagten wieder zum Jäger.

Italiener Ciccone erobert das Gelbe Trikot

Der Franzose Julian Alaphilippe (in Gelb) wird vom Gejagten wieder zum Jäger.
Foto: AFP
Sport 11.07.2019

Italiener Ciccone erobert das Gelbe Trikot

Radprofi Dylan Teuns gewinnt das sechste Teilstück der Tour de France. Hinter ihm entbrennt ein Kampf um die Führung im Gesamtklassement.

(jan/sid) - Beim ersten echten Härtetest der 106. Tour de France hat der 24-jährige Debütant Giulio Ciccone völlig überraschend Frankreichs Publikumsliebling Julian Alaphilippe (Deceuninck) das Gelbe Trikot entrissen.


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Der Italiener vom Team Trek-Segafredo wurde beim Ausreißersieg des Belgiers Dylan Teuns (Bahrain) nach 160,5 km zwischen Mülhausen und der steilen Bergankunft in La Planche des Belles Filles mit elf Sekunden Rückstand Zweiter. Den Tagessieg verpasste Ciccone auf der ersten schwierigen Bergetappe zwar, dennoch schob er sich in der Gesamtwertung mit sechs Sekunden Vorsprung an Alaphilippe vorbei, der als Sechster ins Ziel kam.

Den stärksten Eindruck der großen Gelb-Favoriten hinterließ am bis zu 24 Prozent steilen Schlussanstieg der Brite Geraint Thomas (Ineoas). Der Waliser wurde Vierter und distanzierte seinen kolumbianischen Co-Kapitän Egan Bernal um neun Sekunden. Einen herben Rückschlag erlitt der Franzose Romain Bardet (Ag2r/auf 2'53'') auf Rang 27. "Diese Etappe ist mehr als ein Appetitanreger", hatte Thomas mit Blick auf den Kampf um Gelb gesagt.

Titelverteidiger Geraint Thomas hinterlässt einen starken Eindruck.
Titelverteidiger Geraint Thomas hinterlässt einen starken Eindruck.
Foto: AFP

Die Entscheidung fiel wie erwartet am finalen Anstieg, der anders als in den Jahren 2012, 2014 und 2017 um etwas mehr als einen Kilometer verlängert und massiv erschwert worden. Das Team Ineos, das unter dem Namen Sky in den Vorjahren verlässlich das Tempo in den Bergen diktiert hatte, agierte im finalen Anstieg lange zurückhaltend. Stattdessen überließ Ineos der Movistar-Mannschaft um den sehr aktiven Weltmeister Alejandro Valverde (E) die Tempoarbeit. Auf den letzten Metern, die über ein eigens angelegte Schotterpiste führten, legten die Favoriten jegliche Zurückhaltung ab. Alaphilippe kämpfte vergeblich um das Gelbe Trikot und wurde noch von Thomas abgehängt.

Schon am Freitag wartet der nächste lange Arbeitstag auf die Fahrer. Die siebte Etappe von Belfort nach Chalon-sur-Saone ist mit 230 km die längste der diesjährigen Ausgabe. Für die Favoriten im Kampf um das Gelbe Trikot wird der Tag dennoch vergleichsweise entspannt, einmal mehr sind die Sprinter und deren Teams in der Pflicht.



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