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Italien gewinnt Elfmeterschießen und zieht ins Finale ein
Sport 3 Min. 07.07.2021
Fußball-Europameisterschaft

Italien gewinnt Elfmeterschießen und zieht ins Finale ein

Italiens Jorginho verwandelt den entscheidenden Elfmeter.
Fußball-Europameisterschaft

Italien gewinnt Elfmeterschießen und zieht ins Finale ein

Italiens Jorginho verwandelt den entscheidenden Elfmeter.
Foto: AFP
Sport 3 Min. 07.07.2021
Fußball-Europameisterschaft

Italien gewinnt Elfmeterschießen und zieht ins Finale ein

Italien bezwingt Spanien im Halbfinale der EM. Jorginho sorgt im Elfmeterschießen für die Entscheidung.

(dpa) - Italien hat in einem hochspannenden Gigantenduell Spanien niedergerungen und kann seinen begeisternden Triumphzug durch die EM mit dem Titel krönen. Die Squadra Azzurra setzte sich am Dienstag im Londoner Wembley-Stadion in einem intensiven Halbfinale erst im Elfmeterschießen mit 4:2 gegen die Iberer durch. Nach 90 und 120 Minuten hatte es 1:1 gestanden. 

Jorginho verwandelte den entscheidenden Elfmeter für die Azzurri. Zuvor hatte Keeper Gianluigi Donnarumma den Versuch von Spaniens Alvaro Morata pariert.

Federico Chiesa (60.') hatte vor 57.811 Zuschauern die Führung für die Mannschaft von Roberto Mancini erzielt, die nun seit 33 Spielen ungeschlagen ist. Am Sonntag kämpft Italien im Endspiel gegen England oder Dänemark um seinen ersten großen Titel seit dem WM-Sieg 2006.


Italy's players celebrate victory after the UEFA EURO 2020 quarter-final football match between Belgium and Italy at the Allianz Arena in Munich on July 2, 2021. (Photo by CHRISTOF STACHE / POOL / AFP)
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Die Squadra Azzurra darf weiter vom zweiten EM-Titel nach 1968 träumen. Das Team gewinnt im Viertelfinale gegen den Weltranglistenersten.

Spanien scheiterte trotz eines starken Auftritts wie beim Achtelfinal-Aus 2016 erneut an Italien. Auch die beste Turnierleistung, ein stark aufspielender Dani Olmo und das Tor des eingewechselten Morata (80.') reichten der Auswahl von Luis Enrique nicht zum ersehnten Finaleinzug.

Wegen der strengen Corona-Regeln, die für Einreisende aus etlichen Ländern eine Quarantäne voraussetzt, konnten eigentlich kaum Italiener und Spanier zum Halbfinale reisen - auf den Tribünen feierten aber Tausende Anhänger frenetisch ihre Teams.

In Großbritannien lebende Fans der Azzurri und Furia Roja durften problemlos Karten kaufen. Schon bei den Nationalhymnen entwickelte sich Gänsehaut-Atmosphäre. Beflügelt von der lautstarken Unterstützung der Zuschauer begannen beide Teams die Partie mit viel Leidenschaft.

Im Wembley-Stadion zittern die Fans bis zum Schluss.
Im Wembley-Stadion zittern die Fans bis zum Schluss.
Foto: AFP

Die zuvor seit 32 Spielen ungeschlagenen Italiener, die den verletzten Leonardo Spinazzola durch Emerson ersetzt hatten und ansonsten auf ihre zuletzt erfolgreiche Startformation vertrauten, versuchten, den Ballbesitzfußball des Gegners durch hohes Pressing zu unterbinden und schnell umzuschalten.

Dagegen vertrauten die auf gleich drei Positionen veränderten Spanier mehr ihrem kontrollierten Aufbauspiel. Weil ihnen dabei kaum Abspielfehler unterliefen, übernahmen sie nach anfänglichen Problemen mehr und mehr die Kontrolle.

Spanien vergibt Großchancen

Nur die schwache Ballannahme von Mittelstürmer Mikel Oyarzabal nach Traumpass von Pedri brachte die Furia Roja um ihre erste große Chance (13.'). An der Seitenlinie haderte Enrique, der während des gesamten Spiels mit viel Energie in seiner Coaching-Zone Anweisungen auf den Platz rief.

Nur zwölf Minuten später zwang Olmo den italienischen Schlussmann Gianluigi Donnarumma mit einem Flachschuss zu einer Glanztat. Dagegen konnten die zuletzt für ihre Offensivpower gelobten Italiener nach vorn nur wenig Akzente setzen. Lediglich Nicolo Barella bot sich eine Chance, doch der Profi von Inter Mailand zögerte zu lange mit einem Schuss (21.').

Dani Olmo und die Spanier scheiden aus.
Dani Olmo und die Spanier scheiden aus.
Foto: AFP

Mehr und mehr entwickelte sich die Partie zu einem Kampfspiel mit vielen leidenschaftlichen Zweikämpfen. Doch mit dem Herausspielen von Möglichkeiten taten sich die bisher zwei besten Offensiven des Turniers weiterhin schwer. Immerhin näherten sich auch die Italiener dem gegnerischen Tor noch vor der Halbzeit einmal gefährlich an, als Emerson aus kurzer Distanz das Lattenkreuz traf (45.').

Auch nach Wiederanpfiff blieben die Spanier das spielbestimmende Team. So geriet die Oldie-Abwehr der Squadra Azzurra um Kapitän Giorgio Chiellini und Leonardo Bonucci zwischenzeitlich erneut ins Wanken. Doch der Schuss von Sergio Busquets von der Strafraumgrenze ging knapp über das Tor (52.').

Dennoch übernahmen die Italiener die bis dahin schmeichelhafte Führung. Nachdem Chiesa den spanischen Keeper Unai Simon bereits in der 53.' geprüft hatte, schlug er bei einem weiteren Konter sieben Minuten später eiskalt zu. Mit einem platzierten Schuss aus 14 Metern ins lange Eck ließ er diesmal dem gegnerischen Torhüter keine Chance.

Italiens Federico Chiesa erzielt den ersten Treffer der Partie.
Italiens Federico Chiesa erzielt den ersten Treffer der Partie.
Foto: AFP

Die Reaktion der Spanier ließ nicht lange auf sich warten. Binnen kurzer Zeit waren sie bei Chancen von Oyarzabal (65.') und Olmo (67.') dem Ausgleich nahe. Die spanischen Fans in Wembley schrien bei beiden Gelegenheiten laut auf. Mit Morata kam die Hoffnung für die Spanier auf den Platz, sein Tor sorgte für enorme Spannung.

Alvaro Morata (2.v.l.) bringt Spanien zurück ins Spiel.
Alvaro Morata (2.v.l.) bringt Spanien zurück ins Spiel.
Foto: AFP

Die Verlängerung wurde zum Krimi. Spanien blieb weiter spielbestimmend, Italien verließ sich auf die im Turnier bislang so glänzende Defensive und lauerte auf Konter. Im Verbund entschärften Donnarumma und seine Vordermänner die nächste große Chance der Spanier nach einem Olmo-Freistoß (97.'), weshalb die Entscheidung schließlich im Elfmeterschießen fallen musste.

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