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Interview mit Petra Kvitova : "Ich muss den richtigen Mann noch finden"
Sport 3 Min. 17.10.2016 Aus unserem online-Archiv

Interview mit Petra Kvitova : "Ich muss den richtigen Mann noch finden"

Petra Kvitova im Gespräch mit der Luxemburger Presse.

Interview mit Petra Kvitova : "Ich muss den richtigen Mann noch finden"

Petra Kvitova im Gespräch mit der Luxemburger Presse.
Foto: Fernand Konnen
Sport 3 Min. 17.10.2016 Aus unserem online-Archiv

Interview mit Petra Kvitova : "Ich muss den richtigen Mann noch finden"

Kevin ZENDER
Kevin ZENDER
Petra Kvitova steht zum zweiten Mal im Hauptfeld des WTA-Turniers in Kockelscheuer. Am Montag stand sie der Presse Rede und Antwort und gab auch einen Einblick in ihr Privatleben.

Interview: Kevin Zender

Petra Kvitova steht zum zweiten Mal im Hauptfeld des WTA-Turniers in Kockelscheuer. Bei der mit 250 000 US-Dollar dotierten Veranstaltung ist die 26-jährige Tschechin die in der Weltrangliste bestplatzierte Spielerin. Die Nummer elf des WTA-Rankings, die bisher 18 WTA-Turniere, darunter zwei Mal Wimbledon gewann, zeigte sich am Montag während eines Pressetermins gut gelaunt.

Sie nehmen zum zweiten Mal am Turnier in Kockelscheuer teil. An was erinnern Sie sich noch aus dem Jahr 2009?

Ich habe befürchtet, dass mir diese Frage gestellt wird (lacht), da ich mich an fast nichts erinnere. Ich kann mich lediglich noch an den Center Court erinnern. Ich habe dort eine Erstrundenniederlage erlitten. Ich hoffe, nun länger im Turnier zu bleiben. Ich kam am Sonntag mit meinen Eltern in Luxemburg an und habe mir vorgenommen, die Landschaft bei Spaziergängen zu erkunden.

Sie haben gleich zwei Mal den Grand Slam in Wimbledon gewonnen. Wie hat sich Ihr Leben nach diesen Erfolgen verändert?

Vor allem nach meinem ersten Wimbledonsieg 2011 hat sich einiges verändert. In den Medien wurde nun mehr über mich berichtet und auch die Sponsoren wurden vermehrt auf mich aufmerksam. Auch die Leute erkannten mich nun öfters auf der Straße. Es waren viele neue Dinge, mit denen ich im Laufe der Zeit lernen musste, umzugehen.

In Rio haben Sie im vergangenen Sommer die olympische Bronzemedaille gewonnen, was bedeutet Ihnen dieses Edelmetall?

Sehr viel. Die Olympischen Spiele sind eine besondere Veranstaltung und ich mag es, die Farben meines Landes zu vertreten. Es war eine besondere Erfahrung im Olympiadorf mit allen anderen tschechischen Athleten zusammen zu wohnen. Jeder hat jeden unterstützt und der Gewinn der Bronzemedaille war für mich die Kirsche auf dem Kuchen. Die Erfolge in Wimbledon waren etwas ganz Besonderes, doch da die Olympischen Spiele lediglich alle vier Jahre stattfinden, hat die Bronzemedaille ebenfalls eine ganz besondere Bedeutung.

Sie haben den Fed-Cup vier Mal gewonnen und stehen in diesem Jahr erneut im Finale. Welche Erklärung haben Sie dafür, dass es momentan so viele gute tschechische Tennisspielerinnen gibt?

Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung. Vielleicht liegt es an der tollen Historie des tschechischen Tennis. Tschechien hatte viele gute Spieler wie Ivan Lendl oder Martina Navratilova, deshalb haben wohl viele Jugendliche und Kinder begonnen, Tennis zu spielen. Viele Eltern haben ihre Kinder wohl auch dazu bewegt, Tennis zu spielen. Wir haben zudem viele gute Tennistrainer in Tschechien. Außerdem hilft der Konkurrenzkampf unter den tschechischen Spielerinnen jedem von uns, uns immer wieder gegenseitig zu motivieren. Im Fed-Cup-Team verstehen sich alle hervorragend. Jede Spielerin mag diesen Wettbewerb und wir freuen uns auch stets, wenn der nächste Termin kurz bevorsteht.

2016 war nicht Ihre beste Saison.

Ich würde trotzdem nicht sagen, dass sie nicht zufriedenstellend war. Ich habe Olympiabronze sowie ein WTA-Turnier in Wuhan gewonnen. Des Weiteren habe ich in den vergangenen Wochen einige Topspielerinnen bezwungen. Der Saisonbeginn war etwas schwierig, da es in meinem Umfeld zu einigen Veränderungen kam. Ich habe in dieser Saison zwei Mal den Coach gewechselt, davor hatte ich sieben Jahre mit David Kotyza zusammengearbeitet. Es ist dann normal, dass man einige Zeit benötigt, um sich auf etwas Neues einzustellen und ich denke, das ist mir jetzt auch ganz gut gelungen.

Sie haben kürzlich ein Foto veröffentlicht, auf dem Sie mit Ihrem Neffen und Ihren Nichten zu sehen sind. Wollen Sie nach Ihrer Tennislaufbahn auch selbst Mutter werden?

Ja, auf jeden Fall. Ich liebe Kinder und ich wünsche mir, eines Tages eine Familie zu gründen. Ich habe allerdings noch Zeit, ehe ich dieses Projekt in Angriff nehme. Derzeit habe ich nicht mal einen Freund, und muss demnach warten, bis ich den richtigen Mann gefunden habe (lacht). Ich will meine sportliche Laufbahn ohnehin noch einige Jahre fortsetzen.


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