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In der Gruppe E: Ibrahimovic leitet Unentschieden für Schweden ein
Sport 2 Min. 13.06.2016 Aus unserem online-Archiv

In der Gruppe E: Ibrahimovic leitet Unentschieden für Schweden ein

Zurecht unzufrieden: Zlatan Ibrahimovic nach dem 1:1 seiner Schweden gegen Irland.

In der Gruppe E: Ibrahimovic leitet Unentschieden für Schweden ein

Zurecht unzufrieden: Zlatan Ibrahimovic nach dem 1:1 seiner Schweden gegen Irland.
Foto: AFP
Sport 2 Min. 13.06.2016 Aus unserem online-Archiv

In der Gruppe E: Ibrahimovic leitet Unentschieden für Schweden ein

Tom RUEDELL
Tom RUEDELL
Mit einem einzigen Vorstoß hat Zlatan Ibrahimovic Schweden vor einer peinlichen EM-Auftaktpleite gegen Irland bewahrt. Er erzwang mit einer Flanke das Eigentor von Ciaran Clark zum 1:1-Endstand.

(dpa) -  Zlatan Ibrahimovic hat den ersten Sieg Irlands bei einer Fußball-Europameisterschaft seit 28 Jahren verhindert. Im Stade de France von Saint-Denis hatte Wes Hoolahan mit einem sehenswerten Dropkick (48.') die erstaunlich offensive und spielfreudige Mannschaft von Trainer Martin O'Neill am Montag mit 1:0 in Führung gebracht. Doch mit einem einzigen energischen Vorstoß bewahrte Ibrahimovic Schweden vor einer peinlichen EM-Auftaktpleite: Mit seiner Flanke erzwang er ein Eigentor von Ciaran Clark (71.').

Vor 73 419 Zuschauern enttäuschten die Schweden um den exzentrischen Ibrahimovic lange Zeit und durften am Ende mit dem Unentschieden zufrieden sein. In der schweren Gruppe E mit den weiteren Gegnern Italien und Belgien wird es allerdings für beide Teams schwer, die nächste Runde zu erreichen.

Irlands Trainer Martin O'Neill verzichtete in der Startformation auf den angeschlagenen Rekord-Nationalspieler Robbie Keane. Der 35 Jahre alte Torjäger saß zunächst nur auf der Bank und wurde erst spät eingewechselt.

Dennoch startete Irland erfrischend offensiv in die Partie und hatte gute Möglichkeiten. Bei einem Rechtsschuss von Jeffrey Hendrick musste sich Schwedens Keeper Andreas Isaksson strecken (10.'). Kurze Zeit später verpasste Kapitän John O'Shea eine Kopfballvorlage von Ciaran Clarke nur um Zentimeter vor dem schwedischen Tor. Auch Robbie Brady und noch einmal Hendrick, der nur die Querlatte traf (33.'), sorgten mit Distanzschüssen für Gefahr.

Heimspiel für Ibrahimovic

Mit Spannung wurde der Ibrahimovics Auftritt erwartet. Der Mittelstürmer, der noch beim benachbarten französischen Meister Paris St. Germain unter Vertrag steht und quasi ein Heimspiel hatte, blieb allerdings wie das gesamte Drei-Kronen-Team lange Zeit unauffällig und hatte lediglich eine gute Tormöglichkeit (60.'). Bei seinen bisherigen drei EM-Endrunden konnte sich der mittlerweile 34-Jährige jeweils in die Torschützenliste eintragen. Bei vier Endrunden traf noch kein Spieler.

Die Offensivbemühungen der Iren wurden nach der Pause belohnt. Zunächst scheiterte der gut aufgelegte Hendrick mit einem Schuss an Isaksson. Kurz darauf führte eine perfekte Flanke von Seamus Coleman zum 1:0. Hoolahan traf den Ball per Dropkick aus elf Metern und erzielte damit den hochverdienten Führungstreffer für den WM-Viertelfinalisten von 1990. Der bis dahin aufmerksame schwedische Schlussmann wurde von dem perfekten Schuss überrascht.

Dann schlug doch noch die Stunde von Ibrahimovic: Seine Flanke von der Grundlinie köpfte der irische Innenverteidiger Clarke ins eigene Tor zum Ausgleich für die Schweden, die am Ende sogar noch auf den Sieg drängten.


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