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In der Gruppe E: Brady schießt Irland ins Achtelfinale
Sport 2 Min. 22.06.2016 Aus unserem online-Archiv

In der Gruppe E: Brady schießt Irland ins Achtelfinale

Robbie Brady trifft gegen Italiens Keeper Salvatore Sirigu.

In der Gruppe E: Brady schießt Irland ins Achtelfinale

Robbie Brady trifft gegen Italiens Keeper Salvatore Sirigu.
Foto: Reuters
Sport 2 Min. 22.06.2016 Aus unserem online-Archiv

In der Gruppe E: Brady schießt Irland ins Achtelfinale

Tom RUEDELL
Tom RUEDELL
Irlands Fans haben jetzt richtig Grund zum Feiern: Erstmals überstehen die Fußballer von der Insel eine EM-Vorrunde. Italien musste sich mit einer B-Elf geschlagen geben.

(dpa) - Robbie Brady hat Irland erstmals in die K.-o.-Runde einer Fußball-EM geschossen und Italien vor dem Achtelfinal-Klassiker gegen Spanien die Laune verdorben. Die "Boys in Green" siegten am Mittwoch vor 44 268 Zuschauern in Lille dank einer mutigen Leistung 1:0 gegen Italiens B-Elf und zogen damit in die nächste Runde ein. Brady traf in der 85.' zum zweiten irischen Pflichtspielsieg gegen die "Azzurri" nach 22 Jahren.

Irland trifft am Sonntag (15 Uhr) auf Gastgeber Frankreich. Italien hingegen geht mit einem Negativ-Erlebnis in die Neuauflage des Finals von 2012 gegen Spanien und muss sich am Montag gegen den Titelverteidiger deutlich steigern.

Bei geschlossenem Stadiondach und schwülen Bedingungen im Stade Pierre Mauroy in Lille war Italiens Fußballern die fehlende sportliche Brisanz anzumerken: Der EM-Finalist von 2012 stand nach Siegen gegen Belgien und Schweden schon vor der Partie sicher als Gruppenerster fest. Der eingewechselte Insigne vergab in der 77.' mit seinem Pfostentreffer die beste italienische Chance des Spiels, wenig später traf der 24-Jährige Brady und versetzte die etwa 25 000 irischen Fans in Ekstase.

Italien mit der B-Elf, Irland mit vier neuen Spielern

Gleich auf acht Positionen veränderte Trainer Antonio Conte sein Team. Lediglich Barzagli, Bonucci und Florenzi standen erneut in der Startelf. Irlands Coach Martin O'Neill verändert sein Team im Vergleich zum 0:3 gegen Belgien auf vier Positionen. Neu dabei sind die Innenverteidiger Keogh und Duffy, Mittelfeldspieler James McClean und Stürmer Murphy.

Irland bemühte sich von Beginn an, Hendricks Schuss aus gut 20 Metern ging knapp am linken Pfosten vorbei (9.'). Dem Team von der Insel fehlte oft der letzte Pass. Nach einer Ecke lenkte Italiens Schlussmann Sirigu Murphys Kopfball über die Latte (21'.).

Von Italien kam in der Offensive gewohnt wenig, das nicht eingespielte Team verlegte sich auf die Defensive. Irland hatte zwar mehr Ballbesitz, fand aber kein passendes Mittel um Torgefahr zu entwickeln. Sirigu, der Buffon im Tor vertrat, unterlief nach einer guten halben Stunde eine Flanke und sah weniger später nach einer kleinen Auseinandersetzung Gelb.

Erst kurz vor dem Pausenpfiff wurde die Partie interessanter. Nach 43 Minuten hatte Italien seine erste Torchance: Der ehemalige Dortmunder Immobile setzte seinen Schuss nach irischem Querschläger links neben das Tor. Auf der Gegenseite versagte Schiedsrichter Hategan (Rumänien) Irland einen möglichen Strafstoß, als  Bernardeschi McLean zu Fall brachte.

Zu Beginn der zweiten Hälfte nahm das Spiel dann Fahrt auf: Zazas Volleyschuss ging knapp über die Latte. Auf der Gegenseite hätte Coleman beinahe den Aussetzer von Motta zur irischen Führung genutzt, doch Ogbonna ging gerade noch rechtzeitig dazwischen. Danach verflachte die Partie wieder. Sirigu zeigte weitere Unsicherheiten bei irischen Hereingaben, das blieb aber folgenlos. Immobile musste für Insigne weichen, der Angreifer vom SCC Neapel führte sich mit seinem Pfostenschuss gleich gut ein. Dann aber traf Brady per Kopf.

Der Rest des Spiels war nur noch irische Gesänge auf den Tribünen und nach dem Schlusspfiff Jubel auf dem Feld.


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