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"Ich fühlte mich noch nicht bereit"
Sport 10.04.2015 Aus unserem online-Archiv
Christopher Martins im Interview

"Ich fühlte mich noch nicht bereit"

Christopher Martins: "Habe bewiesen, dass ich in die Mannschaft passe."
Christopher Martins im Interview

"Ich fühlte mich noch nicht bereit"

Christopher Martins: "Habe bewiesen, dass ich in die Mannschaft passe."
Foto: Ben Majerus
Sport 10.04.2015 Aus unserem online-Archiv
Christopher Martins im Interview

"Ich fühlte mich noch nicht bereit"

Vor zwei Jahren sollte der damals 16-Jährige Christopher Martins sein Debüt für die Luxemburger A-Nationalmannschaft geben, entschied sich dann kurzfristig anders. Im LW-Interview spricht er über seine damalige Flucht und seine ersten Spiele für die Nationalelf.

(LW) - Christopher Martins ist eines der größten Fußball-Talente Luxemburgs. Deswegen ist es auch nicht verwunderlich, dass der damals 17-Jährige bei seinem Länderspiel-Debüt für die Luxemburger A-Nationalmannschaft vergangenen September gegen Weißrussland gleich über die gesamte Spieldauer zum Einsatz kam.

Bereits vor seinem Debüt hatte Martins für Aufregung gesorgt: Im März 2013 wurde er für die WM-Qualifikationsspiele gegen Aserbaidschan und Finnland zur Nationalmannschaft berufen. Trotz einer Zusage an Trainer Luc Holtz entschied sich Martins, nicht aufzulaufen und verließ das Mannschaftshotel. Hätte er für Luxemburg gespielt, hätte er nämlich nie mehr für die Kapverden auflaufen können, deren Nationalität Martins ebenfalls besitzt.

Im LW-Interview erzählt der nun 18-Jährige, das dies allerdings nicht der Grund für die Flucht war: "Für mich war klar, dass ich für Luxemburg spiele. Es war damals allerdings eine schwierige Entscheidung, ich war mit 16 Jahren noch sehr jung und fühlte mich noch nicht bereit. Ich wollte mir noch ein bisschen Zeit geben und den richtigen Moment abwarten, um mein Debüt in der A-Nationalmannschaft zu geben."

Seine ersten Spiele in der FLF-Auswahl verliefen dann auch sehr positiv. Bei allen vier Einsätzen bisher stand Martins, der zurzeit an einer Bänderverletzung im linken Knöchel laboriert, in der Startformation. "Ich hatte das so nicht erwartet, doch der Trainer hat mir gezeigt, dass er Vertrauen in mich setzt. Ich habe bewiesen, dass ich in die Mannschaft passe und möchte auch weiter hart für einen Platz in der Startformation kämpfen", so Martins.

Seit 2013 spielt er in der Jugendakademie von Olympique Lyon, und fühlt sich dort pudelwohl: "Ich bin sehr gerne bei Olympique. Es ist ein familiärer Verein, bei dem ich viel gelernt habe. Ich bin reifer geworden." Ziele hat der noch sehr junge Nationalspieler auch: "Wie jeder Spieler im Ausbildungszentrum träume auch ich davon, erfolgreich zu sein und ein guter Profi zu werden."

Das Interview mit Christopher Martins lesen Sie in der Samstagsausgabe des "Luxemburger Wort".



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