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HSV verpasst Aufstieg, Karlsruhe rettet sich
Sport 3 Min. 28.06.2020

HSV verpasst Aufstieg, Karlsruhe rettet sich

Der Karlsruher SC jubelt über den Klassenerhalt, Dirk Carlson (Nummer 23) ist mittendrin.

HSV verpasst Aufstieg, Karlsruhe rettet sich

Der Karlsruher SC jubelt über den Klassenerhalt, Dirk Carlson (Nummer 23) ist mittendrin.
Foto: dpa
Sport 3 Min. 28.06.2020

HSV verpasst Aufstieg, Karlsruhe rettet sich

In der 2. Fußball-Bundesliga ist der letzte Spieltag an Spannung kaum zu überbieten. Im Auf- und Abstiegskampf gibt es Überraschungen.

Entsetzen in Hamburg, Bangen in Nürnberg und Jubelstimmung in Heidenheim. Im spannenden Saisonfinale der 2. Fußball-Bundesliga hat der HSV zum zweiten Mal nacheinander die letzte Aufstiegschance verpasst und muss Heidenheim den Vortritt in die Relegationsspiele gegen Bremen lassen. Die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking blamierte sich beim 1:5 gegen Sandhausen erneut. „So eine Leistung ist nicht zu entschuldigen. Da brauchen wir auch nicht nach Ausreden zu suchen“, sagte Präsident Marcell Jansen und kündigte eine baldige Analyse und Antworten auf die Frage nach der Zukunft von Trainer Hecking an.

Die Spieler des Hamburger SV können es nicht fassen: Sie steigen schon wieder nicht auf.
Die Spieler des Hamburger SV können es nicht fassen: Sie steigen schon wieder nicht auf.
Foto: dpa

Heidenheim bleibt damit trotz der deutlichen 0:3-Niederlage bei Meister Bielefeld Dritter. „Wenn man nach 34 Spieltagen auf Rang drei steht, hat man die Relegation verdient. Wir werden jetzt die Wunden lecken und versuchen uns gegen Bremen von der besten Seite zu zeigen“, sagte Heidenheims Trainer Frank Schmidt.

Stuttgart hat sich beim Abschied von Torschütze Gomez wie erwartet den zweiten Aufstiegsplatz trotz eines 1:3 gegen Darmstadt gesichert. Im Abstiegskampf hat Nürnberg die Rettung zunächst verpasst und muss nach dem 1:1 bei Holstein Kiel in die Relegation mit dem Drittliga-Dritten. Karlsruhe schaffte im letzten Moment durch den 2:1-Sieg in Fürth den Sprung auf Rang 15. Für Dresden und Wiesbaden stand der Abstieg ohnehin schon so gut wie fest.

Im Fernduell der Hamburger mit Heidenheim, der das direkte Duell mit den Hanseaten vor einer Woche mit 2:1 für sich entschied, waren die Norddeutschen eigentlich auf Schützenhilfe der Bielefelder angewiesen. Der bereits feststehende und im Jahr 2020 unbesiegte Aufsteiger kam auch durch Torschützenkönig Klos (14.') und dem Treffer von Voglsammer (17.') früh zum 2:0 und zu einem insgesamt deutlichen 3:0-Sieg.

HSV-Trainer Hecking selbstkritisch

Allerdings nutzte der HSV diese Vorlage nicht und hatte mehr mit sich selbst zu kämpfen. Nach 21 Minuten lagen die Hanseaten durch ein Eigentor von van Drongelen und Behrens mit 0:2 gegen Sandhausen zurück. Hunt verkürzte per Strafstoß, doch erneut Behrens, Engels und Diekmeier machten die Überraschung perfekt. Hecking analysierte die Situation selbstkritisch. „Ich bin der letzte, der sagt, ich habe keine Fehler gemacht. Dafür muss ich die Verantwortung tragen“, sagte der Coach.

In Stuttgart war der Jubel über die direkte Rückkehr in die Bundesliga trotz einer kleinen Schramme groß. Im letzten Spiel von VfB-Ikone Gomez unterlagen die Schwaben zwar Darmstadt  mit 1:3, bleiben aber Zweiter. Gomez traf dabei zum 1:1 (42.'). „Er hat es verdient einen würdigen Abschied zu bekommen“, sagte VfB-Vorstandsvorsitzender Thomas Hitzlsperger zum Abschied des Mittelstürmers, mit dem er 2007 deutscher Meister mit den Stuttgartern wurde.


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Im Abstiegskampf hat Nürnberg trotz des 1:1 in Kiel den Karlsruher SC vorbeiziehen lassen müssen. Der KSC gewann durch den verwandelten Elfmeter von Hofmann mit 2:1 in Fürth und sprang bei Punktgleichheit wegen der um zwei Treffer besseren Tordifferenz auf Rang 15. „Ich bin überglücklich, dass wir das heute noch gezogen haben. Am Ende des Tages war es wieder die Moral, die uns am Leben gehalten hat“, sagte KSC-Abwehrspieler Gordon. Der Luxemburger Dirk Carlson saß 90 Minuten lang auf der Bank. 

Damit müssen die Nürnberger in die Relegation gegen den Drittliga-Dritten. Für Wiesbaden und das nach der Corona-Pause später in den Wettbewerb gestartete Team aus Dresden bestand ohnehin nur noch eine minimale rechnerische Chance. Wehen kam zum Abschluss zu einem 5:3-Erfolg gegen St. Pauli, Dresden trennte sich im letzten Zweitligaspiel 2:2 von Osnabrück. Beide Teams müssen in die 3. Liga absteigen.

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