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Hoffenheim will seinen Problemen trotzen
Sport 2 Min. 02.10.2018

Hoffenheim will seinen Problemen trotzen

Der Hoffenheimer Trainer Julian Nagelsmann muss zurzeit viel improvisieren.

Hoffenheim will seinen Problemen trotzen

Der Hoffenheimer Trainer Julian Nagelsmann muss zurzeit viel improvisieren.
Foto: AFP
Sport 2 Min. 02.10.2018

Hoffenheim will seinen Problemen trotzen

Nicht einmal drei Stunden benötigt man von Luxemburg nach Sinsheim. Dort trifft am Dienstag Hoffenheim auf Manchester City. Die Lokalmannschaft hat einige Probleme.

(dpa) - Nicht einmal drei Stunden benötigt man von Luxemburg nach Sinsheim. Dort trifft am Dienstagabend Bundesligist Hoffenheim auf Manchester City. Vor dem Spiel gegen den englischen Spitzenclub hat die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann jedoch einige Probleme.

Ausgerechnet vor dem ersten Heimspiel in der Champions League gegen Manchester City muss sich Hoffenheim erstmal wieder aufrappeln. Nicht nur das 1:2 gegen RB Leipzig, sondern vor allem die vielen Ausfälle machen dem Bundesligisten aus dem Kraichgau mächtig zu schaffen. Trainer Julian Nagelsmann hat natürlich längst eine "grundsätzliche Idee", wie er es am Dienstagabend (18.55 Uhr) gegen Starcoach Pep Guardiola angehen will.

"Trotzdem wird es natürlich extrem schwer, gegen dieses Ensemble zu gewinnen", sagte der 31-Jährige. Schließlich sei City eine der wenigen Mannschaften, "bei der der Kaderwert auf mehr als eine Milliarde hochgeht".

Beide Teams unter Zugzwang

Beide Teams stehen im zweiten Spiel bereits unter Zugzwang. Hoffenheim hatte zum Auftakt 2:2 bei Shakhtar Donezk gespielt, Gruppenfavorit City unterlag Olympique Lyon überraschend mit 1:2. Dabei muste Guardiola allerdings eine Sperre auf der Tribüne absitzen. Jetzt ist Angreifer Agüero angeschlagen.

"Da wird einiges abgehen, denke ich. Es ist eine Riesenmannschaft mit einem wahnsinnig guten Trainer. Ich glaube, dass es eines der interessantesten Spiele sein wird, seit die TSG Hoffenheim existiert“, prophezeite TSG-Angreifer Szalai. „Pep Guardiola hat einen Plan und kommt nicht hierher, um Unentschieden zu spielen. Und wer Julian Nagelsmann kennt, der weiß, dass es ein taktisches Highlight für jeden Fan wird."

Viele Verletzte

Dem Hoffenheimer Trainer sind allerdings etwas die Hände gebunden, denn die personelle Lage ist prekär. Zwar soll Kapitän und Abwehrchef Vogt, der gegen Leipzig fehlte, wieder zurückkehren. Die Verletztenliste reicht aber weiter von Hübner, Bicakcic, Nordtveit und Adams in der Abwehr bis hin zu Amiri, Geiger und Rupp im Mittelfeld.

"Wir wollen nicht rumheuleln", betonte jedoch Bittencourt vor dem Königsklassenkracher. Der Ex-Kölner hat sich toll in das Nagelsmann-Team eingefunden und bildet zusammen mit Torhüter Baumann, Vogt, Grillitsch und dem Brasilianer Joelinton in dieser bislang sehr durchwachsenen Saison das Gerüst der TSG.

Müde Spieler

"Wir wollen da alles rausholen. Volle 90 Minuten auf Attacke!", kündigte Grifo an. Den Hoffenheimern war aber gegen Leipzig, dem fünften von sieben Spielen innerhalb von 22 Tagen, deutlich anzumerken, dass der Rhythmus mit internationalen Spielen den dezimierten Kader schlaucht. "Es ist keine leichte Aufgabe, alle drei Tage auf das Topniveau zu kommen", erklärte Nagelsmann.

Nach der Lehrstunde gegen seinen künftigen Arbeitgeber Leipzig und dessen Chefcoach Ralf Rangnick hat der jüngste Trainer der Champions-League-Historie in Guardiola nun den nächsten Taktikfreak vor der Brust. "Ich weiß nicht, ob es immer von Vorteil ist, Pep Guardiola zu kennen. Es ist nicht ganz einfach, die entscheidenden Dinge da herauszufiltern", sagte Nagelsmann. "Wenn wir denn gewinnen sollten, was wir natürlich auch bei diesem Spiel versuchen, hätte das eine große Bedeutung."


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