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Hawaii-Ironman im Februar fällt ins Wasser
Sport 22.07.2020

Hawaii-Ironman im Februar fällt ins Wasser

Die Sportfans auf Hawaii müssen im Frühjahr auf die Ironman-WM verzichten.

Hawaii-Ironman im Februar fällt ins Wasser

Die Sportfans auf Hawaii müssen im Frühjahr auf die Ironman-WM verzichten.
Foto: AFP
Sport 22.07.2020

Hawaii-Ironman im Februar fällt ins Wasser

Es gibt nun doch nur eine Ironman-WM auf Hawaii im kommenden Jahr - wenn zumindest das klappt. Das auf Februar verschobene Rennen wird abgesagt.

Die Nachricht von der schmerzvollen Absage des legendären Ironman im Februar auf Hawaii erreichte die Champions zu nachtschlafender Zeit. „Ich bin natürlich sehr traurig darüber“, sagte deutsche Titelverteidigerin Anne Haug am Mittwoch, „aber die Entscheidung ist in Anbetracht der aktuellen Situation mehr als nachvollziehbar.“

Zeitgleich mit der Pressemitteilung landete per persönlicher Mail in der Nacht auf Mittwoch die Absage wegen der Corona-Virus-Pandemie in den Postfächern der Athletinnen und Athleten.

Das böse Erwachen kam am Morgen. „Wir waren hoffnungsvoll, dass wir unsere Athleten, deren Familien und Fans für diese Veranstaltungen willkommen heißen können, aber der andauernde Einfluss der Pandemie macht das unmöglich“, sagte Ironman-Chef Andrew Messick.

Tim O'Donnel, Jan Frodeno und Sebastian Kienle (v.l.n.r.) werden sich erst Ende 2021 wieder auf Hawaii messen.
Tim O'Donnel, Jan Frodeno und Sebastian Kienle (v.l.n.r.) werden sich erst Ende 2021 wieder auf Hawaii messen.
Foto: dpa

Nach einer Verschiebung war das Kultrennen über 3,86 km Schwimmen, 180,2 km Radfahren und 42,2 km Laufen vom 10. Oktober für den 6. Februar 2021 neu angesetzt worden. „Mit schwerem Herzen“ wurde nun die Absage mitgeteilt. Seit der Premiere des Rennens auf Hawaii 1978 ist es das erste Mal.

Auch die WM 2020 über die halbe Ironman-Distanz wird nicht stattfinden. „Es ist hart, diese Entscheidung im Juli zu treffen, aber das bringt die notwendige Klarheit für Athleten, Gastgeber und Partner“, betonte Messick.

Frodeno: „Das macht es albern“

Titelverteidiger Jan Frodeno (D) hatte sich bereits bei der Verschiebung im Mai kritisch geäußert und eine Absage nahegelegt. „Das macht es irgendwann ein bisschen albern, einen Februar-Weltmeister und einen Oktober-Weltmeister zu haben“, hatte er betont.


ARCHIV - 04.04.2020, Sachsen, Dresden: Der Pilot Eric Wagner von der «Luxembourg Air Rescue» steht nach seiner Landung eines Ambulanzflugzeugs der «Luxembourg Air Rescue» vom Typ Learjet 45 auf dem Flughafen Dresden International. Er hatte einen schwer an dem Coronavirus erkrankten Patienten aus Frankreich nach Dresden geflogen. (zu dpa «Der rettende Triathlet: Luxemburger Wagner fliegt Corona-Patienten») Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Eric Wagner: Rettender Triathlet
Der luxemburgische Ausdauersportler Eric Wagner ist Pilot bei der Luxembourg Air Rescue und fliegt Corona-Patienten. Gleichtzeitig trainiert er für den Ironman.

Ein Problem waren auch die Qualifikationskriterien, obwohl sie die Organisatoren in der Folge anpassten. Durch die globale Ausbreitung des Corona-Virus fanden in diesem Jahr noch keine Ironman-Rennen statt. Der Ironman 70.3 in Remich fand Mitte Juni ebenfalls nicht statt.

Dennoch hatten Frodeno & Co die Trainingspläne bereits nachjustiert und mit der Vorbereitung auf den Höhepunkt und Klassiker im Triathlon Anfang kommenden Jahres begonnen.

Allen Athletinnen und Athleten bleibt letztlich nichts anderes übrig, als auf die WM im Oktober 2021 zu hoffen. „Wir werden es aushalten und freuen uns auf den Tag, wenn die größten Profis und Altersklassen-Triathleten zur Krönung der Weltmeister zusammenkommen“, versprach Ironman-Boss Messick.

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