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Handball: Käerjeng hat den längeren Atem
Sport 2 Min. 07.10.2020 Aus unserem online-Archiv

Handball: Käerjeng hat den längeren Atem

Vladimir Temelkov tauchte immer wieder gefährlich vor Mika Herrmann auf.

Handball: Käerjeng hat den längeren Atem

Vladimir Temelkov tauchte immer wieder gefährlich vor Mika Herrmann auf.
Foto: Christian Kemp
Sport 2 Min. 07.10.2020 Aus unserem online-Archiv

Handball: Käerjeng hat den längeren Atem

Marc SCARPELLINI
Marc SCARPELLINI
Im Spitzenspiel des siebten Spieltages in der Handball-Meisterschaft setzt sich Käerjeng dank starker Schlussphase gegen Düdelingen durch.

In der Spitzenpartie des siebten Spieltages der Handball-Meisterschaft setzte sich der HB Käerjeng am Mittwoch nach einer starken zweiten Hälfte deutlich mit 34:24 gegen den HB Düdelingen durch. Damit schiebt sich Käerjeng in der aktuellen Tabelle auf den dritten Rang.

Zunächst sah es danach aus, als könnte es das Spiel von Ilic werden. Der Kroate in Diensten des HBD erzielte die ersten drei Treffer für seine Mannschaft und sorgte dafür, dass die Gäste den besseren Beginn hatten. Folglich war es die Düdelinger, die nach fünf Minuten mit 4:3 führten. Häufig ist ein gut aufgelegter Ilic ein Schlüssel zum Erfolg im Düdelinger Spiel, doch nach diesem guten Start wurde ersichtlich, dass der Rückraumspieler Unterstützung brauchte.


Handball - Axa league Hommes - saison 2020/2021  -  HC Berchem - Red Boys Differdange - 12/09/2020 - hall sportif de Crauthem - foto : Vincent Lescaut
Verrücktes Handballspiel im Roeserbann
Im Duell zwischen Berchem und dem HB Käerjeng erlebten die Zuschauer eine verrückte Begegnung, in der Pietrasik in letzter Sekunde den Ausgleich für die Gastgeber warf.

Dies spielte Käerjeng in die Karten und so schaffte es das Team von Trainer Yérime Sylla, die Kontrolle zu übernehmen und sich in der 18.' eine Drei-Tore-Führung zu erspielen (11:8). In dieser Phase wirkte das Heimteam einfach stärker und schien seinen Rhythmus zu finden. Doch danach verpassten die Käerjenger allerdings ein kleines Break. In Überzahl blieb man torlos und der HBD profitierte von dieser Situation, um den Rückstand auf eine Einheit zu verkürzen.

Der Düdelinger Dan Mauruschatt setzt sich am Kreis in Szene.
Der Düdelinger Dan Mauruschatt setzt sich am Kreis in Szene.
Foto: Christian Kemp

Käerjeng verlor seinen Faden und erlaubte sich einige Unzulänglichkeiten im Angriff. Ballverluste sowie viele vergebene Würfe hinderten die Gastgeber am Ausbau der Führung und so kam der HBD plötzlich zurück in die Partie. Ilic bekam nun die notwendige Unterstützung, derweil bei Käerjeng nur Rac und Temelkov, der an die Klasse alter Tage anknüpfte, erfolgreich waren. Dies nutzte Düdelingen, um kurz vor der Pause wieder in Führung zu gehen, ehe Ragot mit seinem ersten Treffer für das 14:14-Pausenresultat sorgte.

Temelkov hat nichts verlernt

Nach dem Seitenwechsel kam Käerjeng griffiger aus den Kabinen. Schnell spielte man sich die zweite Drei-Tore-Führung der Partie heraus (19:16). Auch auf diese sollten die Gäste eine Antwort parat haben. Durch eine aggressive Deckung gelangen dem HBD erneut ein paar Ballgewinne und man verkürzte den Rückstand auf eine Einheit (20:21).


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Handball: Neues Mitglied im Konzert der Großen
Standard ist die Überraschungsmannschaft der Handballsaison. Der Aufsteiger ist auf dem besten Weg, sich für die Titelgruppe der Männer zu qualifizieren.

Düdelingen schaffte es aber nicht vollständig das Kommando zu übernehmen, dies, weil Ilic nach der Pause überhaupt nicht mehr zur Entfaltung kam und Käerjeng viel mehr wechseln konnte. „Das ist unsere größte Stärke. Ich denke, dass wir die beste Bank aller Mannschaften haben und dies haben wir ganz klar ausgenutzt“, erkannte Eric Schroeder.

Und dann hatte Käerjeng auch noch Temelkov. Der 40-jährige Mazedonier zeigte, dass er weiterhin nichts verlernt hat und erzielte immer wieder wichtige Treffer. Dabei profitierte er, wie auch Rac, davon, dass der HBD die beiden Käerjenger Außenspieler sehr schlecht verteidigte. Von diesen beiden Positionen kassierte der HBD insgesamt zwölf Tore. 

So bauten die Grün-Schwarzen in der Schlussphase den Vorsprung auf maximal zehn Treffer aus, was auch der Tatsache geschuldet war, dass die Düdelinger im Angriff keinen Zahn mehr zulegen konnten. „Es fehlt uns ganz klar die Breite im Kader. 45 Minuten war es in Ordnung, danach konnten wir nicht mehr zulegen“, analysierte Fränky Hippert treffend.

MÄNNER – AXA LEAGUE
Siebter Spieltag
Petingen – Esch 14:37
HC Standard – HB Mersch 26:27
Schifflingen – Red Boys 24:31
Käerjeng – Düdelingen 34:24
Am Donnerstag: 20.30: Diekirch – Berchem


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