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Handball: Das große Finale um den Gruppensieg
Sport 3 Min. 15.01.2017 Aus unserem online-Archiv

Handball: Das große Finale um den Gruppensieg

Luxemburgs Handballer müssen sich in Sizilien duchbeißen. Hier wird Christian Bock in die Mangel genommen.

Handball: Das große Finale um den Gruppensieg

Luxemburgs Handballer müssen sich in Sizilien duchbeißen. Hier wird Christian Bock in die Mangel genommen.
Foto: Fernand Konnen
Sport 3 Min. 15.01.2017 Aus unserem online-Archiv

Handball: Das große Finale um den Gruppensieg

Die Luxemburger Handball-Nationalmannschaft steht am Sonntagnachmittag ab 16.30 Uhr in Syrakus gegen Italien vor einem echten Endspiel. Der Erfolg hängt dabei von mehreren Faktoren ab.

von Marc Scarpellini

Die kommenden 60 Minuten werden entscheiden, ob sich die FLH-Auswahl auf direktem Weg als Gruppenerster für die zweite Qualifikationsrunde zur EM 2020 in Österreich, Norwegen und Schweden qualifiziert. Den Link zum Livestream finden Sie unter dem Artikel.

Die Chancen aufs Weiterkommen stehen gut, wie sollte es nach einem Hinspielerfolg auch anders sein. Die „Squadra Azzurra“ hat am Mittwochabend in der Coque keinen furchterregenden Eindruck hinterlassen. Demnach begegnen sich auch in Sizilien definitiv zwei Mannschaften auf Augenhöhe.

Die Ausgangslage

Luxemburg geht mit einem Ein-Tor-Polster (24:23) auf die Reise. Dies bedeutet, dass das FLH-Team bei einem Sieg oder Unentschieden Gruppenerster wird. Sogar eine Niederlage mit einem Tor Unterschied kann man sich erlauben. Dabei muss Luxemburg jedoch mindestens 23 Treffer erzielen. In diesem Fall hätten beide Mannschaften die identischen Resultate erzielt, sodass die mehr erzielten Treffer gegen Georgien den Ausschlag für das Team aus dem Großherzogtum geben würden. Bei einer Niederlage mit einem Tor Unterschied und mindestens 24 erzielten Treffern wäre Luxemburg aufgrund der Auswärtstorregel ebenfalls weiter. Bei jedem anderen Szenario wäre Italien Gruppenerster.

Beigeschmack des Hinspiels

Für Trainer Adrian Stot gab es nach dem Hinspiel nichts zu bedauern. Und doch hätte sein Team mit einem besseren Resultat nach Italien reisen können, gar müssen. Luxemburg erspielte sich gleich zwei Mal ein Polster von vier Toren, ließ sich jedoch beide Male in wenigen Minuten wieder einfangen. Besonders schmerzhaft war dies in der Schlussphase, als Italien wie ein angeschlagener Boxer in den Seilen hing. Doch durch zwei Ballverluste und ein Stürmerfoul kamen die Italiener am Ende mit einem blauen Auge davon.

Verteidigen der Außenpositionen

Es war bekannt, dass die Italiener im Rückraum gefährlich sind. So galt die Konzentration in der offensiven 3-2-1-Deckung den starken Turkovic und Volpi. Während der Käerjenger Volpi nie ins Spiel fand, war der eingebürgerte Turkovic nur schwer zu bremsen. 
Allerdings taten sich in der Abwehr zu viele Lücken auf den Außenpositionen auf. So gingen zusammen elf Treffer auf das Konto von Radovcic und Sperti. Vor allem der kleine Sperti ließ seinem Käerjenger Mannschaftskollegen Auger sechs Mal das Nachsehen. Hier muss sich Luxemburg am Sonntagnachmittag definitiv verbessern.

Würfe für Kohl kreieren

Mit einer Trefferquote von 62 Prozent zeigte Luxemburg erneut eine sehr effiziente Angriffsleistung. Allerdings war es vor allem für Rückraumspieler alles andere als einfach, gegen die italienische 6:0-Deckung zum Abschluss zu kommen. So hatte Kohl, stärkster Rückraumspieler gegen Georgien, nur drei Versuche (zwei Treffer) in seiner Statistik. Hier muss Luxemburg in Syrakus ein Mittel finden, um den formstarken Escher in bessere Positionen zu bringen.

Maione erneut die Lust nehmen

Der bullige Kreisläufer der Italiener ist nur sehr schwer unter Kontrolle zu bekommen und lieferte sich einen harten Kampf mit Marzadori. Der luxemburgische Abwehrspezialist raubte dem Italiener den letzten Nerv. Bis auf zwei Siebenmeter und eine Zeitstrafe, die Maione herausholte, blieb er wirkungslos.

Torhüter und die Siebenmeter

Mit Auger und Moreira hat Luxemburg zwei starke Torhüter. Als Siebenmeterkiller werden die beiden jedoch nicht in die Geschichte eingehen. In den Duellen gegen Georgien und im Hinspiel gegen Italien bekam Luxemburg 14 Siebentreffer gegen sich. 13 wurden verwandelt, also eine Quote von 93 Prozent. In den Play-offs gegen Finnland im vergangenen Jahr waren es sogar 100 Prozent (10/10). Im Rückspiel könnte es spielentscheidend sein, dass Auger, Moreira oder Pavlovic Würfe vom Punkt parieren könnten.

Keine Sperre für Yann Hoffmann

Nach einem Ballverlust sieben Sekunden vor Schluss versuchte der Rückraumspieler zu retten, was noch zu retten war. Doch seine Aktion gegen Dapiran werteten die Schiedsrichter als Foul und zeigten die Rot-Blaue Karte. Doch der Red-Boys-Akteur hatte Glück: Bei der EHF sah man von einer Sperre ab, sodass Yann Hoffmann am Rückspiel teilnehmen darf.

Hier finden Sie ab 16.30 Uhr den Livestream zum Spiel.


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