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Guardiola: "Alles kann passieren"
Sport 2 Min. 10.04.2018 Aus unserem online-Archiv

Guardiola: "Alles kann passieren"

Nach der 0:3-Hinspielniederlage hofft Pep Guardiola am Dienstag auf eine bessere Leistung seines Teams.

Guardiola: "Alles kann passieren"

Nach der 0:3-Hinspielniederlage hofft Pep Guardiola am Dienstag auf eine bessere Leistung seines Teams.
Foto: dpa
Sport 2 Min. 10.04.2018 Aus unserem online-Archiv

Guardiola: "Alles kann passieren"

Pep Guardiola braucht ein Wunder, um mit Manchester City gegen Jürgen Klopps Liverpool das Halbfinale der Champions League zu erreichen. Nach der 0:3-Hinspielniederlage steht das Team des Spaniers unter Druck.

(sid) - Wenn Pep Guardiola über Jürgen Klopp spricht, fallen meist große Worte. Der Deutsche sei ein "Taktik-Meister", ein "echter Fuchs", sagt der Katalane, der weiß, wovon er spricht: Gegen keinen anderen Trainer hat Guardiola so oft verloren wie gegen Klopp. Beim Wiedersehen am Dienstag (20.45 Uhr) muss nicht nur deswegen ein kleines Wunder her, wenn Guardiola mit seiner Millionen-Elf von Manchester City doch noch das Halbfinale der Champions League erreichen will.

"Im Fußball kann alles passieren. Es sind noch 90 Minuten zu spielen. Wir müssen aufstehen, zurückkommen - und gewinnen", sagt Guardiola vor dem Rückspiel gegen den FC Liverpool. Ein Sieg alleine reicht indes noch nicht: Nach dem deftigen 0:3 im Hinspiel braucht City mindestens drei Tore, um zumindest die Verlängerung zu erreichen. Wie das geht, weiß das Team immerhin. Im September schickte City die Klopp-Elf in der Premier League mit 5:0 nach Hause. Und: Klopp bangt noch um seinen angeschlagenen Stürmerstar Salah.

Gelingt das Wunder jedoch nicht, endet für Guardiola die Jagd nach der größten Trophäe des europäischen Vereinsfußballs wieder einmal vorzeitig. 2009 und 2011 hatte er mit dem FC Barcelona den Henkelpott geholt, seither wartet er jedoch vergeblich auf eine weitere Krönung: Mit Bayern München scheiterte er drei Mal in Folge im Halbfinale, vergangene Saison kam mit City das Aus schon im Achtelfinale gegen Monaco.

Guardiola zweifelt an sich selbst

Auffallend dabei: Guardiolas Mannschaften fallen gerne in sich zusammen. In Liverpool kassierte City seine drei Gegentore in nur 19 Minuten, ähnlich war es ihm mit den Bayern in den Halbfinals 2014 (0:4 gegen Real Madrid) und 2015 (0:3 beim FC Barcelona) ergangen. "Ich habe viele Champions-League-Spiele in nur zehn oder 15 Minuten verloren. Ich denke darüber sehr oft nach. Vielleicht liegt es an mir", sagt Guardiola.

Auch im Liga-Derby am Samstag gegen Manchester United (2:3) schenkte City eine 2:0-Führung in nur 16 Minuten her. Die Meisterschaft ist dem Spitzenreiter aber kaum noch zu nehmen. Das bedeutet aber auch: Weil City im FA-Cup an Drittligist Wigan scheiterte und den Ligapokal schon gewonnen hat, könnte die Saison am Dienstag praktisch vorbei sein. Viel zu früh für einen Club, der vor einem Jahr erneut rund 315 Millionen Euro investierte.

Klopp, der in Deutschland und England insgesamt sieben Siege in 13 Spielen gegen Guardiola feierte, dürfen all diese Zahlen egal sein. Erstmals seit zehn Jahren kann Liverpool wieder ins Halbfinale einziehen, damals hatte Pool ebenfalls in einem rein englischen Duell den FC Arsenal ausgeschaltet. Die Statistik hat Klopp jedenfalls auf seiner Seite: In der Königsklasse gab es bislang 126 Mal einen 3:0-Heimsieg im Hinspiel. In 119 Fällen reichte das zum Weiterkommen.

Sieht ganz so aus, als ob Guardiola seinen deutschen Kollegen auch am Dienstag wieder loben muss.


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 / AFP PHOTO / AFP PHOTO AND IKIMAGES / Ian KINGTON AND Oli SCARFF
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