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Großer Kampf, keine Punkte
Sport 2 Min. 04.10.2018 Aus unserem online-Archiv

Großer Kampf, keine Punkte

Betis Sevilla darf erstmals jubeln: Tonny Sanabria (l.) trifft in der zweiten Halbzeit.

Großer Kampf, keine Punkte

Betis Sevilla darf erstmals jubeln: Tonny Sanabria (l.) trifft in der zweiten Halbzeit.
Foto: AFP
Sport 2 Min. 04.10.2018 Aus unserem online-Archiv

Großer Kampf, keine Punkte

Jan MORAWSKI
Jan MORAWSKI
Mit einer starken Leistung hat F91 Düdelingen bei Betis Sevilla lange ein Unentschieden verteidigt. Der Favorit aus Spanien musste sich seinen am Ende deutlichen 3:0-Sieg hart erkämpfen.

Die Fußballer von F91 Düdelingen haben im zweiten Spiel der Europa-League-Gruppephase die zweite Niederlage kassiert. Bei Betis Sevilla unterlag der Luxemburger Meister mit 0:3, zeigte aber erneut eine bemerkenswerte Leistung.

Obwohl der große Favorit aus Spanien von Beginn an erwartungsgemäß die Initiative ergreift, spielen die Gäste aus dem Großherzogtum mutig mit. Statt hinten Beton anzurühren, versucht die Mannschaft von Trainer Dino Toppmöller, das gegnerische Pressing spielerisch zu durchbrechen. Dies gelingt bereits in der Anfangsphase, als der starke Coururier seinen Teamkollegen Jordanov freispielt, dessen Flachschuss aus 20 m von Betis-Torwart Robles um den Pfosten gelenkt wird. Auch in der Folge sorgen Turpel, Stolz und Co. für den einen oder anderen mutigen Vorstoß.

Sergio Leon (r.) und Betis Sevilla beißen sich in der ersten Halbzeit an Düdelingens Jerry Prempeh (l.) und Bryan Mélisse die Zähne aus.
Sergio Leon (r.) und Betis Sevilla beißen sich in der ersten Halbzeit an Düdelingens Jerry Prempeh (l.) und Bryan Mélisse die Zähne aus.
Foto: AFP

Doch gefährlicher sind die Hausherren: Besonders über die rechte Seite mit Bartra und Barragan segeln reihenweise Flanken in den Düdelinger Strafraum. Abwehrchef Schnell und seine Nebenleute haben alle Hände voll zu tun. Auch Torwart Joe Frising, der das interne Duell gegen Bonnefoi für sich entschied, darf sich auszeichnen - unter anderem bei einem gefährlich getretenen Freistoß von Betis-Kapitän Guardado. Obwohl F91 gegen Ende der zweiten Halbzeit am eigenen Strafraum festgenagelt wird, rettet das Team das torlose Unentschieden souverän in die Pause.

Die zweite Hälfte beginnt mit einigen Aufregern: Nach einer dicken Chance für Sevilla durch Leon zwingt Turpels Kopfball nach einem Eckball Robles zu einer Flugeinlage. In der Folge wird deutlich: Betis hat sich in der Kabine vorgenommen, mehr zu investieren. Doch auch F91 bleibt gefährlich. In der 54.' taucht Stolz allein vor Robles auf, schießt den Schlussmann aus spitzen Winkel aber an.

Folgenschwere Lattentreffer

Zwei Minuten später ist der Düdelinger Widerstand gebrochen. Nachdem Frising eine Bogenlampe nicht entscheidend klären kann, köpfen Schnell und Sevillas Sanabria hintereinander an die Latte. Der Ball des Betis-Stürmers landet allerdings an der Unterseite - und dann hinter der Linie. Düdelingen agiert nach dem Gegentor wieder souveräner, während Sevilla verständlicherweise etwas vom Gas geht. Zu allem Überfluss verletzt sich F91-Stürmer Stolz in der 75.' und muss vom Feld.

Die Entscheidung fällt in der 80.': Der eingewechselte Lo Celso, ausgeliehen von Paris SG, schließt einen Konter sehenswert ab, indem er sich erst um seinen Gegenspieler dreht und den Ball dann lässig an Frising vorbei in die Maschen schiebt. Gegen müde Düdelinger gelingt den Hausherren dann noch das 3:0 (Tello, 88.').

Es ist der Schlusspunkt einer unterhaltsamen Partie, in der sich F91 wie schon im Heimspiel gegen den AC Mailand (0:1) teuer verkauft, am Ende jedoch mit leeren Händen dasteht. Nach Milans 3:1-Sieg gegen Olympiakos Piräus rangiert Düdelingen in der Tabelle der Gruppe F als Vierter hinter den Griechen.


Bitterer Gegentreffer: Betis-Stürmer Antonio Sanabria (l.) dreht jubelnd ab, F91-Torwart Joe Frising liegt am Boden.
Bitterer Gegentreffer: Betis-Stürmer Antonio Sanabria (l.) dreht jubelnd ab, F91-Torwart Joe Frising liegt am Boden.
Foto: AFP





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