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Golden Girls
Tessy Gonderinger, Danielle Konsbruck und Egle Tamasauskaite (v.l.n.r.) fallen sich nach dem Matchball in die Arme.

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Foto: Ben Majerus
Tessy Gonderinger, Danielle Konsbruck und Egle Tamasauskaite (v.l.n.r.) fallen sich nach dem Matchball in die Arme.
Sport 1 29.05.2019

Golden Girls

Jan MORAWSKI
Jan MORAWSKI
Luxemburgs Tischtennisfrauen trotzen schwierigen Hallenbedingungen bei den Spielen der kleinen europäischen Staaten und werden ihrer Favoritenrolle gerecht.

Diese Frauen waren nicht zu schlagen: Danielle Konsbruck, Tessy Gonderinger und Egle Tamasauskaite haben bei den Spielen der kleinen europäischen Staaten souverän den Titel geholt. Das Team von Trainer Mirko Habel besiegte San Marino im Finale in Tivat mit 3:0 und verteidigte damit seinen Titel. Die Männer bissen sich im Endspiel an Zypern die Zähne aus.

Sowohl Konsbruck als auch Gonderinger gaben sich in ihren Einzeln keine Blöße und siegten jeweils mit 3:0. Das Doppel von Tamasauskaite und Gonderinger war schließlich nur noch Formsache. Der Jubel war trotzdem riesig. Nach dem Matchball fielen sich die Spielerinnen in die Arme. "Obwohl das Finale eine klare Sache war, freuen wir uns sehr über den Sieg", erklärt Konsbruck. Der Sieg sei vor allem ein Resultat des Teamgeistes. "Das macht uns aus", sagt Konsbruck.

Bei den Männern verpasste Glod gleich im ersten Spiel eine Überraschung. Gegen Hristo Hristonov lag der Luxemburger im fünften Satz bereits mit 3:9 zurück, ehe er sich herankämpfte. Bei 7:9 nahm Zypern eine Auszeit, gleich danach stand es 8:9. Doch zwei Netzroller des Zyprers beendeten das Spiel. Glod war danach so sauer, dass er gegen eine Tasche trat und kurz die Halle verließ. Obwohl er eine ganz starke Leistung bot, musste er die bittere Niederlage erst einmal verdauen. Nachdem Gilles Michely und das Doppel ebenfalls unterlagen, stand das gegnerische Team als Turniersieger fest.

Schwierig für Gilles Michely und die anderen Spieler in Tivat: Bälle und Beläge sind feucht.
Schwierig für Gilles Michely und die anderen Spieler in Tivat: Bälle und Beläge sind feucht.
Foto: Ben Majerus

Ein weiterer Gegner am Mittwochabend war das Material. "In der Halle herrscht eine so hohe Luftfeuchtigkeit, dass einige Bälle einfach vom Schläger runterfallen", verriet Habel. Vor allem die Männer mussten ihr Spiel, das normalerweise von vielen Gegentopspins geprägt ist, umstellen. "Bälle, die du eigentlich im Schlaf triffst, fallen ins Netz", erklärte Michely. "Das ist Wahnsinn."

Dass dieser Nachteil allerdings für alle galt, war im Männer-Halbfinale zu sehen. Der Monegasse Anthony Peretti war so außer sich, dass er laut schimpfend zum Handtuch ging und den Ball abtrocknete. Die 0:2-Niederlage gegen Luxemburg konnte er trotzdem nicht verhindern.

Mit Gold und Silber in der Tasche können die FLTT-Teams nun mit breiter Brust in die Doppel- und Einzelwettbewerbe gehen.





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