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Glückliche Luxemburger bei Stuyvens Sieg
Sport 25 1 3 Min. 29.02.2020

Glückliche Luxemburger bei Stuyvens Sieg

Jasper Stuyven war am Samstag der Stärkste.

Glückliche Luxemburger bei Stuyvens Sieg

Jasper Stuyven war am Samstag der Stärkste.
Foto: Serge Waldbillig
Sport 25 1 3 Min. 29.02.2020

Glückliche Luxemburger bei Stuyvens Sieg

Joe GEIMER
Joe GEIMER
Jasper Stuyven hat sich die 75. Ausgabe des Omloop Het Nieuwsblad gesichert. Bester Luxemburger war Jempy Drucker als Zwölfter. Auch Bob Jungels und Alex Kirsch sind zufrieden.

Jasper Stuyven (B/Trek) hat zum Auftakt der belgischen Klassikersaison die 75. Ausgabe des Omloop Het Nieuwsblad (WorldTour) gewonnen. Der 27-jährige Belgier setzte sich nach anspruchsvollen 200 km von Gent nach Ninove im Zweiersprint gegen seinen Landsmann Yves Lampaert (Deceuninck) durch. Für Stuyven handelt es sich bei seinem achten Profisieg um seinen größten Erfolg seiner Laufbahn.

Vorentscheidung 70 km vor dem Ziel

Die entscheidende Ausreißergruppe bildete sich bei dem kraftraubenden Rennen mit viel Wind und etlichen Regenschauern rund 70 km vor dem Ziel. Acht prominente Fahrer setzten sich aus einem rund 50 Fahrer großen Peloton ab, darunter eben auch Stuyven, Lampaert oder auch Wout van Aert (B/Jumbo) und Matteo Trentin (I/CCC). Diese sieben Spitzenreiter setzten sich bis auf zweieinhalb Minuten ab. Recht schnell war klar, dass sie nicht mehr in Gefahr geraten würden. 


Chistine Majerus führte das Feld während vielen Kilometern an.
Starker Auftritt von Majerus
Christine Majerus kann zufrieden sein. Beim Omloop Het Nieuwsblad belegte sie Rang 19. Vor allem zeigte sie sich als unermüdliche Arbeiterin.

Stuyven sorgte an der Mur de Grammont, 17 km vor dem Ziel, für die Vorentscheidung. Nur Lampaert und Kragh Andersen konnten dem Teamkollegen von Alex Kirsch folgen. Als er 2,2 km die Attacke von Lampaert parierte, war klar, dass die Entscheidung im Sprint fallen würde. Stuyven hatte die meisten Reserven und durfte jubeln. Kirsch freute sich im Ziel: "Jasper war der stärkste Fahrer. Dieser Sieg ist vollkommen verdient. Wir haben den Wettkampf als Mannschaft früh in die Hand genommen. 140 km vor dem Ziel fuhren wir bereits die ersten Windstaffeln. Wir wollten die Teamgefährten der anderen Kapitäne früh loswerden, um dann von einer  Überzahl zu profitieren."

Kirsch muss zu Boden

Der 27-Jährige selber fuhr ein gutes Rennen. Er war lange vorne dabei. Letztendlich warf ihn ein Sturz 72 km vor dem Ziel, als er in einer Rechtskurve zu Boden ging, etwas aus dem Konzept: "Meine Beine fühlten sich sehr, sehr gut an. Auch nach dem Sturz blieb ich optimistisch. Ich saß recht schnell wieder auf dem Fahrrad und konnte nach vorne aufschließen. Das ist ein ganz klares Zeichen dafür, dass die Form passt. In der Schlussphase spürte ich die Folgen des Sturzes etwas. Doch das ist kein Drama. Ich ziehe ein positives Fazit: Ich bin sehr glücklich mit meiner körperlichen Verfassung und darüber, wie wir als Team agiert haben." Das Ziel erreichte Kirsch an Position 45 (auf 6'00'').


Während Kevin Geniets (Groupama) seine Premiere beim Omloop Het Nieuwsblad vorzeitig beenden musste und im Ziel sichtlich enttäuscht war, machten Jempy Drucker (Bora) und Bob Jungels (Deceuninck) an vorderster Front auf sich aufmerksam. 

Drucker machte dabei den stärksten Eindruck - obwohl seine Fans den sympathischen Profi der Mannschaft Bora-hansgrohe lange nicht in einer vorderen Position erblicken konnten. Das hat seinen Grund: Ein Reifenschaden am Hinterrad 94 km vor dem Ziel, unmittelbar bevor es zum zweiten Mal über das Kopfsteinpflaster des Haaghoek ging, warf ihn weit zurück. Drucker verlor viel Zeit und musste ewig auf seinen Teamwagen (Nummer 25 in der Fahrzeugkolonne) warten.

Beeindruckende Aufholjagd von Drucker

Der 33-Jährige gab nicht auf. "Fast hatte ich zwischenzeitlich den Mut verloren, doch irgendwann war ich plötzlich wieder im Rennen. Ich sprang von Gruppe zu Gruppe nach vorne. In der Schlussphase war der Tank allerdings leer. Ich war am Limit und konnte auch nicht mehr ordentlich sprinten", verrät er. Dennoch ist er zufrieden: "Die Form passt. Ich bin glücklich. Das Resultat ist zudem auch nicht schlecht. Wenn man bedenkt, mit welchen Kalibern ich nach meinem Missgeschick noch das Ziel erreichte, dann ist das schon eine gute Leistung." Für Drucker steht letztendlich Rang zwölf (auf 1'28'') zubuche. Der Luxemburger spurtete in Ninove um den fünften Platz. 

Jungels: "Eine echte Plackerei"

Bob Jungels erreichte das Ziel als 32., dies mit 2'20'' Rückstand. Luxemburgs Landesmeister hatte Probleme, um in das Rennen zu finden, mit fortwährender Dauer lief es jedoch immer besser. "Es war ein schwieriges Rennen - eine echte Plackerei. Der Parcours war anspruchsvoll. Letztendlich war das Wetter zumindest noch besser als wir zunächst befürchtet hatten. Alle Teilnehmer waren sehr motiviert. Das war deutlich zu spüren. Das Rennen wurde sehr früh lanciert. Letztendlich hatten wir zwei Leute in der Schlussphase vorne dabei und mussten hinten keine Tempoarbeit verrichten. Ich bin zufrieden mit meiner Vorstellung. Dies war der erste Klassiker, allerdings nicht der Wichtigste", analysierte der 27-Jährige. 

Bob Jungels fühlte sich im Verlauf des Rennens immer besser.
Bob Jungels fühlte sich im Verlauf des Rennens immer besser.
Foto: Serge Waldbillig

Die nächste Herausforderung folgt bereits am Sonntag mit dem Eintagesrennen Kuurne-Brüssel-Kuurne. Dort sind auch Drucker, Jungels und Geniets am Start. Kirsch verzichtet seinerseits. Zudem wird sich Tom Wirtgen (Bingoal) in Kuurne am Start präsentieren.


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