Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Giro d'Italia: Jungels verpasst das Rosa Trikot um eine Sekunde
Sport 2 Min. 15.05.2016

Giro d'Italia: Jungels verpasst das Rosa Trikot um eine Sekunde

Bob Jungels war um einiges schneller als die Klassementsfahrer.

Giro d'Italia: Jungels verpasst das Rosa Trikot um eine Sekunde

Bob Jungels war um einiges schneller als die Klassementsfahrer.
Foto: cyclingpix.lu
Sport 2 Min. 15.05.2016

Giro d'Italia: Jungels verpasst das Rosa Trikot um eine Sekunde

Daniel WAMPACH
Daniel WAMPACH
Bob Jungels hat beim 40,5 km langen Einzelzeitfahren des Giro d'Italia nur knapp das Rosa Trikot des Gesamtführenden verpasst. Starker Regen erschwerte das Rennen um die Zeit.

(DW/sid/rar) - Was für eine Leistung von Bob Jungels! Beim hügeligen Einzelzeitfahren des Giro d'Italia über 40,5 km in Chianti verpasste der Fahrer von Etixx-Quick-Step in einer Zeit von 52'20'' zwar den Sieg, sicherte sich aber den zweiten Platz in der Gesamtwertung und liegt nur eine Sekunde hinter seinem Teamkollegen Gianluca Brambilla (I), der damit die Führung und das rosa Trikot verteidigte.

Jungels bleibt auch weiterhin im Weißen Trikot des besten Jungprofis. Laurent Didier (Trek-Segafredo) wurde 138. mit 6'28'' Rückstand. In der Gesamtwertung liegt Didier nun auf Platz 83 mit 36'33''Rückstand.

Brambilla ging im italienischen Radda als Letzter auf die Strecke und lieferte über die vollen 40,5 km einen beherzten Kampf. Der nicht als Zeitfahrspezialist bekannte Italiener war durch die starke Zeit von Jungels unter Druck geraten, der ihm als Sechster des Tages das Rosa Trikot des Gesamtführenden abzujagen drohte. „Ich bin mit wenig Risiko an die Sache rangegangen, aber in der letzten Kurve habe ich mir etwas mehr zugetraut", sagte Brambilla, der nun hauchdünn vor Jungels führt.

Auf dem hügeligen Kurs durch die Weinregion Chianti verlangten schwierige Anstiege und technisch anspruchsvolle Abfahrten den Akteuren alles ab. Nach einem starken Wetterumschwung im Laufe des Rennens waren die frühen Starter im Vorteil.

Unter ihnen tummelte sich auch der spätere Etappensieger Primoz Roglic (SLO/Lotto NL-Jumbo). „Es ging immer rauf und runter. Ich hatte Glück mit dem Wetter, habe aber auch mein Bestes gegeben", sagte der Slowene, der bereits beim Auftaktzeitfahren in Apeldoorn (NL) Zweiter geworden war.

Regen behinderte vor allem die Favoriten

Der einsetzende Regen machte es vor allem den Gesamtfavoriten unmöglich, in den Kampf um den Tagessieg einzugreifen. Topfavorit Vincenzo Nibali (I/Astana) kam am Sonntag als 19. ins Ziel und liegt im Kampf um das Maglia Rosa mit 53 Sekunden Rückstand auf Brambilla nun auf Platz fünf.

Der Spanier Alejandro Valverde (E/Movistar) wurde nach seinem Husarenritt am Vortag 22. und steht im Gesamtklassement auf dem sechsten Rang (auf 55''). Auch Tom Dumoulin (NL/Giant-Alpecin) zeigte mit Rang 15 im Zeitfahren eine gute Leistung und liegt nach dem Verlust des Rosa Trikots am Vortag nun mit 58'' Rückstand auf Platz sieben.

Besonders unglücklich verlief das Teilstück mit Ziel in Greve für den Russen Ilnur Zakarin (Katusha). Der 26-Jährige ging als Gesamtzweiter in den Kampf gegen die Uhr, stürzte auf dem nassen Untergrund jedoch mehrmals und verlor mehrere Minuten. Nach Platz 54 in der Tageswertung reicht es für ihn nur zum elften Rang im Gesamtklassement.

Nach dem Ruhetag am Montag schlägt bei der zehnten Etappe am Dienstag von Campi Bisenzio nach Sestola erneut die Stunde der Ausreißer und Bergfahrer. Drei Bergwertungen der dritten und ein Anstieg der ersten Kategorie erlauben vor allem mit Blick auf die Gesamtwertung erneute Attacken.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Giro d'Italia: Jungels ist Gesamtzweiter
Der Giro d'Italia ist nach drei niederländischen Etappen in Italien angekommen, passend dazu gewinnt ein Italiener die 200 km lange Tagesetappe. Und Bob Jungels macht weiter von sich reden.
Bob Jungels (Etixx-Quick Step) im weißen Trikot des besten Nachwuchsfahrers Giro d'Italia - 4. Etappe Catanzaro-Praia a Mare - Foto: cyclingpix.lu