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Luxemburger Berater legte offenbar gefälschten Vertrag vor
Sport 28.07.2021
Fußballstar Franck Ribéry

Luxemburger Berater legte offenbar gefälschten Vertrag vor

Franck Ribery wechselte nach seinem Abschied bei den Bayern im Sommer 2019 zum AC Florenz und ist derzeit vereinslos.
Fußballstar Franck Ribéry

Luxemburger Berater legte offenbar gefälschten Vertrag vor

Franck Ribery wechselte nach seinem Abschied bei den Bayern im Sommer 2019 zum AC Florenz und ist derzeit vereinslos.
Foto: AFP
Sport 28.07.2021
Fußballstar Franck Ribéry

Luxemburger Berater legte offenbar gefälschten Vertrag vor

Im Rechtsstreit um drei Millionen Euro Provision hat Fußballprofi Franck Ribéry vor dem Landgericht München einen Sieg davongetragen.

(dpa) - Fußballstar Franck Ribéry ist mutmaßlich Opfer einer versuchten Millionenmanipulation geworden. Das Landgericht München wies am Dienstag die Klage des luxemburgischen Beraters Bruno Heiderscheid ab, der von Ribéry gut drei Millionen Euro Provision für die Vermittlung des Wechsels zum FC Bayern im Jahr 2007 gefordert hatte.

Der Luxemburger Spielerberater Bruno Heiderscheid (Bild von 2006) muss eine Niederlage vor Gericht verkraften.
Der Luxemburger Spielerberater Bruno Heiderscheid (Bild von 2006) muss eine Niederlage vor Gericht verkraften.
Foto: Christian Kemp

Der vom Gericht beauftragte Schriftgutachter kam zu dem Ergebnis, dass der von Heiderscheid vorgelegte Vertrag mit Fußballprofi Ribéry sehr wahrscheinlich nicht echt ist. Laut Gutachten wurde der Vertragstext mutmaßlich nachträglich unter eine Autogrammunterschrift Ribérys hinzugefügt. Der 38-Jährige wechselte nach seinem Abschied bei den Bayern im Sommer 2019 zum AC Florenz und ist derzeit vereinslos.

Der Berater hatte dem Gericht zu Beginn des Prozesses vor vier Jahren zwei Beweisstücke vorgelegt: einen handschriftlichen Vertrag mit beider Unterschriften auf einem Notizzettel und die Kopie einer maschinell geschriebenen Bestätigung.

Weder Heiderscheid noch Ribéry anwesend

„Wird eine authentische Unterschrift verwendet und erst später ein Text hinzugefügt, nennt man das eine Blankettfälschung“, sagte der Gutachter. „Das kommt häufig vor.“ Die Bestätigung ist laut Sachverständigem ebenfalls unecht: „Mit hoher Wahrscheinlichkeit haben wir hier eine Kopiermontage.“ In dem Text waren Heiderscheid zehn Prozent Provision für einen Transfer Ribérys versprochen, der FC Bayern hatte für Ribéry 30 Millionen Euro Ablöse bezahlt.


Durch Berufung eine Million gespart: Franck Ribéry.
Ribéry muss 1,6 Millionen zahlen
Deutlich weniger als im ursprünglichen Urteil von 2011, aber immer noch eine Stange Geld: Franck Ribéry muss seinem früheren Luxemburgischen Spieleragenten Bruno Heiderscheid 1,6 Millionen Euro bezahlen.

Die Kammer verkündete ihre Entscheidung per Versäumnisurteil, da weder Heiderscheid noch ein von ihm bestellter Anwalt vor Gericht erschienen. Laut Gericht hat die von Heiderscheid zuletzt beauftragte Kanzlei ihr Mandat niedergelegt. Heiderscheid hat zwei Wochen Zeit, um Einspruch einzulegen. „Ich gehe davon aus, dass er mit dem heutigen Tag zufrieden ist“, sagte Ribérys Anwalt Gerhard Riedl.

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