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Fußball: Pokalduell der Spitzenteams
Sport 4 Min. 09.11.2019

Fußball: Pokalduell der Spitzenteams

Fola mit Ken Corral sind das einzige Team, das Titus Petingen in dieser Saison bezwungen hat.

Fußball: Pokalduell der Spitzenteams

Fola mit Ken Corral sind das einzige Team, das Titus Petingen in dieser Saison bezwungen hat.
Foto: Christian Kemp
Sport 4 Min. 09.11.2019

Fußball: Pokalduell der Spitzenteams

Andrea WIMMER
Andrea WIMMER
Im 1/16-Finale des Pokalwettbewerbs treffen die zwei besten Fußballteams der BGL Ligue aufeinander. Titus Petingen will Fola wie vor zwei Jahren bezwingen.

Mehr Brisanz ist kaum möglich. Das Spitzenduo der BGL Ligue tritt in der Coupe de Luxembourg gegeneinander an. So wird bereits das 1/16-Finale des Pokalwettbewerbs im Fußball entweder für Titus Petingen oder für Fola die Endstation sein. „Beide Mannschaften gehen mit einer positiven Dynamik in dieses Spiel. Deshalb wird es mit Sicherheit ein interessanter Pokalfight“, sagt Fola-Trainer Jeff Strasser über die Begegnung am Sonntag (16 Uhr).

Gastgeber Titus Petingen steht seit dem siebten Spieltag an der Tabellenspitze der BGL Ligue, Vizemeister Fola ist derzeit Zweiter. Beide Kontrahenten sind seit sieben Spielen ungeschlagen und haben je 19 von 21 möglichen Punkten geholt. Fola ist die einzige Mannschaft, die bislang gegen Titus Petingen in der Liga gewann.

Die Auslosung kann man nicht beeinflussen, den Ausgang der Partie aber schon.

Fola-Trainer Jeff Strasser

Jedenfalls will der Escher Trainer nicht mit dem schweren Los zu so einem frühen Zeitpunkt des Wettbewerbs hadern. „Die Auslosung kann man nicht beeinflussen, den Ausgang der Partie aber schon“, betont Strasser. Er hat einige Personalsorgen. Der Einsatz von Caron, der nach auskurierter Knieblessur wieder im Training war, ist erneut fraglich, der von Koçur und Mersch auch. Bernard und Drif sind verletzt.

Pokalschreck vor zwei Jahren

An Titus Petingen hat Strassers Mannschaft keine guten Pokalerinnerungen. In der Saison 2017/18 war Fola in der dritten Runde an diesem Gegner gescheitert, damals jedoch nicht unter Trainer Strasser. Der ehemalige Bundesligaprofi war in jenem Herbst beim 1. FC Kaiserslautern als Coach engagiert gewesen.

Trotzdem hat auch Strasser, der Fola 2013 und 2015 zum Meistertitel führte, Erfahrung mit unangenehmen Erlebnissen in der Coupe de Luxembourg. 2013/14 schied Fola im 1/16-Finale gegen Beggen aus, mehrfach warf Titelrivale Düdelingen die Escher aus dem Pokal. 2016/17 stand Fola im Endspiel, zog aber ebenfalls gegen Düdelingen den Kürzeren.

Artur Abreu ist bei Titus Petingen einsatzbereit.
Artur Abreu ist bei Titus Petingen einsatzbereit.
Foto: Ben Majerus

„Wir haben es schon mal bis ins Finale geschafft. Doch es war uns bislang nicht vergönnt, den Pokal in der Hand zu halten. Diese Saison nehmen wir einen neuen Anlauf“, so Strasser. Luxemburgs ältester Verein gewann die Coupe de Luxembourg zwar drei Mal, aber vor ganz langer Zeit: 1923, 1924 und 1955.

Strassers Amtskollege Carlos Fangueiro hätte sich ein anderes Los gewünscht. „Die Partie ist wie ein Finale. Wir müssen das Maximum herausholen“, fordert der Trainer der Gastgeber. „Es wird ein gutes, schwieriges und sehr strategisches Spiel zweier starker Mannschaften.“ Die 0:2-Niederlage gegen Fola im September in der BGL Ligue sei eine zusätzliche Motivation für seine Spieler, es diesmal besser zu machen.

Erstmals in Bestbesetzung

Im Pokal hatte der Fusionsclub bislang mit dem Halbfinaleinzug 2015/16, damals noch als Ehrenpromotionär, seinen größten Erfolg. Vor der Fusion hatte CS Petingen den Titel 2005 gewonnen. In der Vorsaison kam das Aus hingegen bereits in der dritten Runde – als Favorit gegen die eine Liga tiefer spielende US Esch.

Die Partie ist wie ein Finale.

Petingens Coach Carlos Fangueiro

Angesichts des Regenwetters zuletzt, sorgt sich Fangueiro um den Zustand des Platzes in Petingen. „Wir müssen unsere Spielweise vielleicht anpassen. Aber wir sind bereit“, meint er. Gute Neuigkeiten gibt es für den 42-Jährigen in personeller Hinsicht: „Wir sind erstmals in dieser Saison komplett.“ Toptorjäger Artur Abreu, der am vergangenen Sonntag mit Verdacht auf eine Meniskusverletzung ins Krankenhaus gebracht worden, dürfte ebenfalls einsatzfähig sein.

Außer der Begegnung des Ersten mit dem Zweiten der Tabelle kommt es zu zwei weiteren Duellen zwischen BGL-Ligisten. Racing empfängt Hostert in einer Neuauflage des Finals vom Mai 2018. Die Mannschaft aus der Hauptstadt hatte sich damals im Elfmeterschießen durchgesetzt.

Rodange und Mondorf stehen sich erst im Pokal und dann nach der Länderspielpause gleich wieder in der Meisterschaft zum Duell um den Klassenerhalt gegenüber. „Das werden auf jeden Fall Kampfspiele“, meint Mondorfs Routinier May.

Georges Menster und Mamer stellen sich auf ein brisantes Derby beim FC Kehlen ein.
Georges Menster und Mamer stellen sich auf ein brisantes Derby beim FC Kehlen ein.
Foto: Christian Kemp

Derbyfieber in Kehlen

Hinsichtlich der Brisanz ragt auch ein Duell zwischen einem Erstdivisionär und einem Vertreter der Ehrenpromotion heraus. Der FC Kehlen empfängt den FC Mamer zum Nachbarschaftsderby. Die Spielfelder der Clubs sind lediglich sechs Kilometer voneinander entfernt.

„Zwischen beiden Vereinen herrscht eine große Rivalität. Man sieht das beispielsweise auch daran, dass im Sommer zu einem Testspiel 200 Zuschauer kamen. Für den Gegner ist es das Spiel des Jahres“, sagt Mamers Trainer Georges Menster. Beim Pokalderby dürfte das Publikum voraussichtlich noch zahlreicher erscheinen als beim 3:3 im August.

Für Mamer, den aktuellen Zehnten der Ehrenpromotion, kommt die Partie zur Unzeit. „In der Meisterschaft läuft es nicht so, wie wir uns das vorgestellt hatten. Und im Pokal geht es auch ums Prestige. Wir stehen also am Sonntag unter ziemlich großem Druck“, so Menster.

Saisonziel sei ein Platz in der oberen Tabellenhälfte der Liga. Doch zuletzt verlor Mamer mit 0:5 gegen Mertert-Wasserbillig, zwei Spieltage zuvor unterlag man mit 1:5 gegen US Esch. „Wir müssen raus aus unserer Komfortzone und kämpfen“, fordert Menster. Das Pokalspiel sei richtungsweisend. Ein Sieg sei wichtig, um sich für die verbleibenden Spiele bis zur Winterpause wieder Selbstvertrauen zu holen.


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