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Fußball-Nationalmannschaft: Traum vom Gruppensieg
Sport 3 Min. 14.11.2020 Aus unserem online-Archiv

Fußball-Nationalmannschaft: Traum vom Gruppensieg

Die FLF-Auswahl bereitet sich in Nikosia auf das Duell mit Zypern vor.

Fußball-Nationalmannschaft: Traum vom Gruppensieg

Die FLF-Auswahl bereitet sich in Nikosia auf das Duell mit Zypern vor.
Foto: sportspress.lu/Jeff Lahr
Sport 3 Min. 14.11.2020 Aus unserem online-Archiv

Fußball-Nationalmannschaft: Traum vom Gruppensieg

Bob HEMMEN
Bob HEMMEN
Die Fußball-Nationalmannschaft kann schon am Samstag in Nikosia den Gruppensieg perfekt machen. Nationaltrainer Luc Holtz und Leandro Barreiro machen sich allerdings keinen Druck.

Nationaltrainer Luc Holtz wirkt nicht nervös. Vor dem so wichtigen Nations-League-Duell mit Zypern, das am Samstag um 18 Uhr (Luxemburger Zeit) in Nikosia beginnt, macht sich der 51-Jährige keinen Druck. „Wir haben eine gute Ausgangslage“, sagt er vor dem fünften Spieltag der Gruppe 1 der Liga C. „Wir befinden uns in einer angenehmen Situation, weil wir es als einziges Team selbst in der Hand haben, die Gruppe zu gewinnen.“

Die 0:3-Testspielniederlage gegen Österreich hat der Trainer abgehakt. „Im vergangenen Monat haben wir gegen Liechtenstein auch verloren, doch dieses Spiel diente ebenso als Vorbereitung auf die Nations League wie die Partie am Mittwoch.“ Nach der Niederlage gegen Liechtenstein hatten die Luxemburger im Oktober erst das Hinspiel gegen Zypern mit 2:0 gewonnen, dann siegten Anthony Moris und Co. in Montenegro mit 2:1.

Auch jetzt warten zwei schwere Spiele auf die FLF-Auswahl. Drei Tage nach dem Duell in Nikosia treffen die Luxemburger am Dienstag (Anpfiff um 20.45 Uhr) im Stade Josy Barthel auf Aserbaidschan. Der Fokus liegt zunächst aber komplett auf dem Rückspiel gegen Zypern.

Dass mit Leandro Barreiro, Dirk Carlson, Laurent Jans, Gerson Rodrigues und Vincent Thill gleich fünf Leistungsträger im letzten Gruppenspiel fehlen würden, falls sie am Samstag eine Gelbe Karte kassieren sollten, beschäftigt Holtz demnach noch nicht. „Wir konzentrieren uns auf das Duell mit Zypern. Wenn am Dienstag jemand gesperrt ist, müssen wir damit klarkommen.“

Auch für Barreiro spielt die drohende Sperre keine Rolle. „Ich hatte diese Situation schon mehrfach. Manchmal ist es mir gelungen, keine weitere Gelbe Karte zu kassieren, andere Male wiederum nicht. Am besten ist es, einfach normal zu spielen.“

Luc Holtz hat keine guten Erinnerungen an den Schiedsrichter der Partie gegen Zypern.
Luc Holtz hat keine guten Erinnerungen an den Schiedsrichter der Partie gegen Zypern.
Foto: sportspress.lu/Jeff Lahr

Einen Einfluss darauf hat der finnische Schiedsrichter Mattias Gestranius, mit dem die Luxemburger keine guten Erfahrungen gemacht haben. Die Fehlentscheidung des Referees in der Nachspielzeit des EM-Qualifikationsspiels 2019 gegen die Ukraine (1:2) kostete dem Team einen Punkt. „Ich konzentriere mich auf meine Mannschaft. Wir können nicht beeinflussen, ob Zuschauer im Stadion sind oder welcher Schiedsrichter die Begegnung leitet.“


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Die einheimischen Fußballfans dürfen ihre Mannschaft am Samstag nicht vor Ort unterstützen. Holtz warnt dennoch vor einer schweren Begegnung: „Zypern hat uns im Hinspiel durchaus vor Probleme gestellt, wir haben unsere Chancen nur besser genutzt. Ich denke, dass der Gegner sehr aggressiv auftreten wird. Wir dürfen uns kaum Fehler erlauben.“

Respekt verschaffen

Für einen sicheren Spielaufbau soll unter anderem Barreiro sorgen, der bislang in allen vier Gruppenspielen in der Startelf stand. Dass der 20-Jährige mit der Nationalmannschaft zuletzt gute Resultate erzielte, ist seinen Mitspielern in Mainz nicht entgangen.

„Im vergangenen Monat gratulierten mir einige Mainzer Teamkollegen, weil wir sechs Punkte geholt haben. Trotzdem bemerke ich, dass wir oft als kleines Team betrachtet werden. Das ist bei mir im Club nicht der Fall, aber außerhalb. Um das zu ändern, müssen wir weiterhin auf dem Platz zeigen, was wir können.“

Leandro Barreiro spielt im Mittelfeld der Luxemburger eine wichtige Rolle.
Leandro Barreiro spielt im Mittelfeld der Luxemburger eine wichtige Rolle.
Foto: sportspress.lu/Jeff Lahr

Dass die FLF-Auswahl vor zwei Jahren gegen Weißrussland patzte und so die Chance auf den Gruppensieg in der Liga D verpasste, hat Barreiro längst abgehakt. „Es gibt Fußballer, die oft an vergangene Partien denken, ich blicke lieber nach vorne.“ Er selbst saß damals nur auf der Bank.

Bereit für den Endspurt

Zwei Jahre später ist Barreiro bewusst, dass der Aufstieg in die Liga B möglich ist. „Wir wissen, was wir erreichen können.“ Sollte sich die FLF-Auswahl gegen Zypern durchsetzen und Montenegro gegen Aserbaidschan verlieren, wäre der Gruppensieg bereits vor dem letzten Spieltag perfekt. 

Holtz ist davon überzeugt, dass seine Mannschaft die Nations League mit zwei Erfolgen abschließen kann. „Wir haben ein ambitioniertes Team und ein klares Ziel vor Augen. Wir werden alles dafür tun, um sechs Punkte zu holen.“   

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Foto: Ben Majerus