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Fußball-Nationalmannschaft: Gemischte Gefühle nach unnötiger Niederlage
Sport 2 Min. 01.04.2015

Fußball-Nationalmannschaft: Gemischte Gefühle nach unnötiger Niederlage

Torhüter Jonathan Joubert war nach der Partie enttäuscht.

Fußball-Nationalmannschaft: Gemischte Gefühle nach unnötiger Niederlage

Torhüter Jonathan Joubert war nach der Partie enttäuscht.
Foto: Ben Majerus
Sport 2 Min. 01.04.2015

Fußball-Nationalmannschaft: Gemischte Gefühle nach unnötiger Niederlage

Nach der 1:2-Niederlage gegen die Türkei blickten die Beteiligten mit gemischten Gefühlen zurück. Auch Chanots Aussagen sind erneut ein Thema.

(DaH/PJ/jot) - Nach der 1:2-Niederlage gegen die Türkei blickten die Beteiligten mit gemischten Gefühlen zurück.

Tom Schnell ging auf die beiden Gegentreffer ein. „Beim 0:1 gab es mehrere Fehler. Mit dem Rücken zum Tor darf sich Erdinc niemals drehen. Zudem stand der Torwart auch zu weit vor dem Gehäuse. Das 1:2 war einfach nur Pech. Wir standen zu dem Zeitpunkt besser. Wir hätten lediglich unsere Konter noch besser ausspielen müssen.“

Mutsch lobte den Nationaltrainer, der die Mannschaft nach der mäßigen Leistung gegen die Slowakei gut auf die Partie vorbereitet hat: „Es ist schade, dass wir das 1:1 nicht halten konnten. Nach der ganzen Unruhe in den vergangenen Tagen war es für uns wichtig, ein gutes Spiel abzuliefern. Wir wollten eine Reaktion zeigen. Dies ist uns auch gelungen. Trainer Luc Holtz hat uns sehr gut eingestellt.“

Der Kapitän äußerte sich auch zu der Pressekonferenz von Chanot am Montag. Letzterer hatte sich mit harschen Worten über die Berichterstattung in den Medien beklagt: „Manchmal sind die Journalisten nicht einverstanden mit der Leistung der Spieler, manchmal sind die Spieler aber auch nicht einverstanden mit den Berichten in der Zeitung. Dies gehört zum Fußball dazu. Es bringt jedoch nichts, uns gegenseitig zu zerfleischen. Damit ist niemandem geholfen. In dieser Situation müssen wir zusammenhalten, denn wir sind ein kleines Land.“

Nationaltrainer Holtz: „Die Effizienz hat gefehlt“

Nationaltrainer Luc Holtz analysierte das Spiel wie folgt: „Wir sind nicht gut in die Begegnung gestartet. Die Mannschaft war etwas verunsichert, da doch viel in den vergangenen Tagen passiert ist. Das Spielfeld war auch schwer bespielbar. Die türkische Mannschaft war technisch gut, hatte jedoch Probleme beim Umschalten. Es ist bedauerlich, dass uns kein zweiter Treffer gelungen ist. Die Effizienz hat gefehlt. Manchmal kam der letzte Pass auch nicht an.“

Mit der Leistung von Chris Philipps war Holtz nicht zufrieden. „Er hatte enorme Probleme in der Balleroberung. Zudem bestand das Risiko, dass er vom Platz fliegt. Auch deshalb habe ich ihn ausgewechselt.“ Auch auf den Rundumschlag von Chanot ging Holtz ein: „Ich kann die Reaktion der Spieler verstehen. Sie hatten das Gefühl, dass sie seit zwei Jahren ungerecht behandelt werden.“ Holtz hatte kein Verständnis für den Einwand, dass Chanot keineswegs im Namen der gesamten Mannschaft gesprochen hat. „Einige Spieler reden anders innerhalb der Mannschaft als sie es gegenüber der Presse tun. Ich kann es nicht dulden, dass nun versucht wird, das Team zu spalten (in ein Lager, das Chanots Aussagen nachvollziehen kann und in eines, das sich von seinen Aussagen distanziert, Anm. der Red.).

Kevin Malget zeigte sich enttäuscht: „Es ist natürlich immer frustrierend, in der Schlussphase den entscheidenden Gegentreffer zu kassieren. Zu Beginn des Spiels standen wir zu tief. Wir haben zudem zu stark mit langen Bällen agiert. So kam der Gegner in den ersten 20' zu einfach zu Tormöglichkeiten. In der Folge standen wir dann in der Abwehr sicherer und ließen dem Gegner weniger Freiräume.“


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