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Fußball: LFL kritisiert Verband und Präsident Philipp scharf
Sport 2 Min. 16.11.2017 Aus unserem online-Archiv

Fußball: LFL kritisiert Verband und Präsident Philipp scharf

Die LFL wurde in bei den Spielverlegungen nicht in die Entscheidung eingebunden.

Fußball: LFL kritisiert Verband und Präsident Philipp scharf

Die LFL wurde in bei den Spielverlegungen nicht in die Entscheidung eingebunden.
Foto: Ben Majerus
Sport 2 Min. 16.11.2017 Aus unserem online-Archiv

Fußball: LFL kritisiert Verband und Präsident Philipp scharf

Daniel WAMPACH
Daniel WAMPACH
Nachdem die Daten des Pokal-Achtelfinales und des elften Spieltags der BGL Ligue getauscht wurden, erhebt der Ligaverband schwere Vorwürfe gegen FLF-Präsident Paul Philipp. Dieser reagiert gelassen.

(DW/jot) - Der Ligaverband LFL hat den nationalen Fußballverband FLF und Präsident Paul Philipp scharf kritisiert. Grund dafür sind Spielverlegungen Anfang Dezember.

Am vergangenen Dienstag hatte die FLF mitgeteilt, dass der elfte Spieltag der BGL Ligue und der Ehrenpromotion vom 10. auf den 3. Dezember vorverlegt wird. Im Gegenzug wurde das Pokalachtelfinale, das am 3. Dezember stattfinden sollte, auf den 10. Dezember festgelegt.

"Wir waren extrem überrascht, als wir aus der Presse von den Spielverlegungen erfahren haben", heißt es in einer Mitteilung der LFL. "Die Mitglieder des Ligaverbands wurden im Voraus weder in die Entscheidung einbezogen, noch wurde uns diese von offizieller Seite mitgeteilt."

"Philipp ignoriert uns absichtlich"

Die LFL kritisiert, dass nun einige Vereine Organisationsprobleme hätten. So organisierte zum Beispiel Jeunesse Esch einen Weihnachtsmarkt für das Derby gegen Fola, das nun recht kurzfristig verlegt wurde. "Warum wird ein Spielplan für die Saison in Zusammenarbeit mit den Vereinen festgelegt, um einen guten Ablauf zu gewähren, wenn dieser kurzfristig und zu jedem Moment geändert werden kann, ohne die Vereine mit einzubeziehen?"

Die LFL bezichtigt zudem Philipp der Lüge. Der FLF-Präsident hatte gesagt, einige Vereine hätten die Verschiebung bei ihm angefragt. "Wir haben eine Stellungnahme von allen Vereinen der BGL Ligue vorliegen, die aussagt, dass kein Club diese Verlegung angefragt hat."

Der Ligaverband wirft die Frage auf, ob das Handeln der FLF nicht im Gegensatz zu deren Statuten steht, da die Betroffenen nicht einbezogen wurden. "Angesichts dieser Entscheidung stellen wir fest, dass Philipp den Ligaverband und seine Mitglieder absichtlich ignoriert", heißt es in der Mitteilung.

FLF-Präsident Philipp rechtfertigt sich

FLF-Präsident Paul Philipp rechtfertigte das Handeln des Fußballverbands: "Als der allgemeine Spielkalender festgelegt wurde, konnten wir noch nicht wissen, dass im November nur ein Länderspiel ausgetragen würde und am vergangenen Sonntag wegen der Platzverhältnisse Spiele in der Ehrenpromotion ausfallen würden. Wir haben nun von der Gelegenheit profitiert, um die Meisterschaftsspiele vor den Pokalbegegnungen zu platzieren. Somit können sich die Vereine, die nicht mehr in der Coupe de Luxembourg vertreten sind, früher in die Winterpause verabschieden und müssen keine zwei Wochen abwarten, um ihr letztes Meisterschaftsspiel vor der Winterpause zu bestreiten."

Philipp nahm auch zum Vorwurf Stellung, die FLF habe im Alleingang gehandelt. "Es ist unser gutes Recht, Entscheidungen zu treffen, die der Sache dienen. Viele Vereine der Ehrenpromotion, aber auch einige der BGL Ligue, haben sich in diesem Fall allerdings die nun vorgenommene Änderung im Spielkalender gewünscht." Es steht also Aussage gegen Aussage, ob sich BGL-Ligue-Clubs für eine Änderung des Spielkalenders eingesetzt haben.

Der FLF-Vorsitzende schloss aus, dass die FLF die Änderung des Spielkalenders wieder rückgängig macht. "Ich bin der Auffassung, dass es der LFL nicht nur um die Änderung des Spielkalenders geht." Ins Detail wollte Philipp allerdings nicht gehen.



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