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Fußball: FCK entscheidet sich für regionale Investoren
Sport 29.07.2020

Fußball: FCK entscheidet sich für regionale Investoren

Die FCK-Fans können aufatmen: Ihr Club geht auf dem Weg zu finanziellen Rettung einen wichtigen Schritt.

Fußball: FCK entscheidet sich für regionale Investoren

Die FCK-Fans können aufatmen: Ihr Club geht auf dem Weg zu finanziellen Rettung einen wichtigen Schritt.
Foto: Yann Hellers
Sport 29.07.2020

Fußball: FCK entscheidet sich für regionale Investoren

Der finanziell angeschlagene Fußball-Drittligist 1. FC Kaiserslautern hat die Investorensuche im Rahmen des Insolvenzverfahrens abgeschlossen.

Der 1. FC Kaiserslautern hat sich in seinem Insolvenzverfahren für eine Gruppe regionaler Investoren entschieden. Dies ist das Ergebnis einer Sitzung des Gläubigerausschusses beim deutschen Fußball-Drittligisten am Mittwoch. Dessen Mitglieder sehen „in der regionalen Investorengruppe die wirtschaftlich beste Basis für eine nachhaltig belastbare Zukunft des Vereins“, teilte der FCK mit. Die Verträge müssen noch ausgehandelt werden.

Der viermalige deutsche Meister befindet sich im Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung. Nicht in Vertragsverhandlungen geht der FCK mit der sogenannten Dubai-Gruppe, hinter dessen Offerte der 71 Jahre alte deutsche Geschäftsmann Horst Peter Petersen stehen soll.

Der vom Amtsgericht Kaiserslautern bestellte Sachwalter Andreas Kleinschmidt sprach bei der Pressekonferenz davon, dass man die Transaktionssicherheit nicht abschließend habe klären können. Außerdem hätte es Probleme mit verbandsrechtlichen Regularien geben können.  

Becca „überhaupt kein Thema“

Zu der regionalen Investorengruppe um Sprecher Giuseppe Nardi zählen auch Peter Theiss, Klaus Dienes, Dieter Buchholz und Axel Kemmler. Bei Nardi und Co. wird von einem Angebot um die acht Millionen Euro berichtet. Zu der Summe wollte der FCK keine Angaben machen. Mit dem Geld soll der sportliche Fortbestand des hoch verschuldeten Clubs gewährleistet werden.  


Lok , PK Flavio Becca und Michel Knepper , Ban de Gasperich , Quartier Cloche d`Or , Foto:Guy Jallay/Luxemburger Wort
Die Praktiken von Fußballinvestor Flavio Becca
Flavio Becca prägt den Fußball hierzulande seit Jahren entscheidend. Durch den Aufstieg Hesperingens wächst die Kritik am Investor, der jetzt bei zwei BGL-Ligue-Clubs Einfluss nimmt.

Wie „liga3-online.de“ den Aufsichtsratsvorsitzenden Markus Merk zitiert, sei der Luxemburger Flavio Becca, über dessen Einstieg vor einem Jahr diskutiert wurde, als weiterer Investor „überhaupt kein Thema“.

Noch nicht vollzogen ist der von den neuen Investoren geforderte Schuldenschnitt. Da muss noch mit den Gläubigern verhandelt werden, zu denen auch Becca gehört. „Es kann daran noch scheitern, ich sehe das aber nicht. Ich sehe eher, dass die Gläubiger ein großes Interesse daran haben, dass hier weiter Fußball gespielt werden kann“, sagte Kleinschmidt.

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