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Fußball-EM: Ungarn vor Achtelfinaleinzug
Sport 2 Min. 18.06.2016 Aus unserem online-Archiv

Fußball-EM: Ungarn vor Achtelfinaleinzug

Adam Szalai feiert mit den ungarischen Fans.

Fußball-EM: Ungarn vor Achtelfinaleinzug

Adam Szalai feiert mit den ungarischen Fans.
Foto: Reuters
Sport 2 Min. 18.06.2016 Aus unserem online-Archiv

Fußball-EM: Ungarn vor Achtelfinaleinzug

Kevin ZENDER
Kevin ZENDER
Ungarn hat durch ein spätes Ausgleichstor einen großen Schritt in Richtung Achtelfinale der Fußball-EM gemacht. Gegen Neuling Island kamen die Ungarn am Samstag in Marseille zu einem 1:1-Unentschieden.

(dpa) - Ein Eigentor von Saevarsson hat Ungarn in letzter Minute vor der ersten EM-Niederlage bewahrt und somit alle Möglichkeiten auf den Einzug ins Achtelfinale. Die Mannschaft des deutschen Trainers Bernd Storck kam am zweiten Spieltag der Gruppe F zu einem 1:1  gegen den EM-Neuling Island und führt die Tabelle vor dem zweiten Spiel am Abend zwischen Portugal und Österreich mit vier Punkten an. Vor 60842 Zuschauern im Stade Vélodrome von Marseille erzielte zuvor  Sigurdsson mit einem Foulelfmeter in der 40.' die 1:0-Führung für die Nordeuropäer, der unglückliche Saeversson traf in der 88.' ins eigene Tor zum Ausgleich.

Erneute Fangewalt

Vor der Partie ist es erneut zu Fangewalt gekommen. Im Block der Ungarn setzte die Polizei gegen Randalierer Schlagstöcke ein. Von den Fans waren offenbar Böller gezündet worden. Anschließend rückten mit Schutzkleidung ausgerüstete Sicherheitskräfte in die Arena ein und postierten sich vor und auf der Tribüne.

Nach dem überraschenden 2:0-Auftaktsieg gegen Österreich hatte Ungarns Trainer Storck seine Mannschaft für das Duell mit dem zweiten Überraschungsteam gleich auf drei Positionen verändert. Etwas überraschend saß Szalai nur auf der Bank, obwohl der Stürmer im ersten Spiel überzeugt und getroffen hatte. Für Szalai begann Priskin als einzige Spitze, auch Stieber, der gegen Österreich nach seiner Einwechslung ebenfalls getroffen hatte, stand in der Anfangself. Verzichten musste Storck auf den verletzten Rechtsverteidiger Fiola.

Die Isländer, die bei ihrer EM-Premiere mit einem 1:1 gegen Portugal aufhorchen ließen, traten in unveränderter Formation an und hatten gegen die spielerisch starken Magyaren jede Menge Arbeit. Allerdings erspielte sich der EM-Neuling gegen den EM-Vierten von 1972 die besseren Möglichkeiten. In der 10.' vergab Bödvarsson eine Kopfballchance, in der 31.' rettete Ungarns Keeper Kiraly gegen Gudmundsson.

Fragwürdige Entscheidung

Chancenlos war Kiraly beim verwandelten Strafstoß von Sigurdsson. Fragwürdig war zuvor die Entscheidung von Schiedsrichter Sergei Karasev, der eine Aktion von Kadar gegen Gunnarson als Foulspiel bewertete und den Isländern somit einen Elfmeter zusprach.

Die Mannschaft des Trainer-Duos Lars Lagerbäck und Heimir Hallgrimsson hatte auch in der Folgezeit gute Tormöglichkeiten. Sigthorsson scheiterte mit einem Kopfball knapp (60.'). In der Schlussphase zogen die Ungarn die Zügel noch einmal an und kamen durch Mannschaftskapitän Balázs Dzsudzsák zu zwei Gelegenheiten (66.', 76.'), doch Islands Torhüter Halldorsson war jeweils auf dem Posten. Erst ein Eigentor des unglücklichen Saevarsson kurz vor Schluss ermöglichte den Magyaren den Ausgleich.

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