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Frankreich fliegt nach Elfmeterdrama raus
Sport 2 Min. 29.06.2021
Fußball-EM

Frankreich fliegt nach Elfmeterdrama raus

Torwart Yann Sommer hält den entscheidenden Elfmeter von Kylian Mbappé.
Fußball-EM

Frankreich fliegt nach Elfmeterdrama raus

Torwart Yann Sommer hält den entscheidenden Elfmeter von Kylian Mbappé.
Foto: AFP
Sport 2 Min. 29.06.2021
Fußball-EM

Frankreich fliegt nach Elfmeterdrama raus

Der Weltmeister sieht gegen die Schweiz schon wie der sichere Sieger aus. Am Ende scheitert ausgerechnet das Wunderkind vom Punkt.

Der Weltmeister fährt nach Hause: Frankreichs Starensemble ist bei der EM nach einer spektakulären Berg- und Talfahrt am krassen Außenseiter Schweiz gescheitert. Die Eidgenossen bezwangen den Topfavoriten um „Mr. Doppelpack“ Benzema mit 5:4 im Elfmeterschießen und zogen erstmals in das Viertelfinale einer Europameisterschaft ein. Nach 120 dramatischen Minuten hatte es 3:3 gestanden.


TOPSHOT - Belgium's players celerbate their first goal during the UEFA EURO 2020 round of 16 football match between Belgium and Portugal at La Cartuja Stadium in Seville on June 27, 2021. (Photo by THANASSIS STAVRAKIS / POOL / AFP)
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Ausgerechnet Mbappé scheiterte beim entscheidenden Elfmeter an Torhüter Sommer. In der regulären Spielzeit hatten Seferovic (15.', 81.') und Gavranovic (90.') für die Schweizer getroffen, die kurz vor Ende der regulären Spielzeit schon 1:3 in Rückstand lagen.

Der Schweizer Rodriguez scheiterte zudem mit einem Foulelfmeter (55.'). Benzema mit einem Blitz-Doppelpack (57.', 59.') und Pogba (75.') hatten Frankreich scheinbar beruhigend in Führung gebracht.

Gefährliche Konter

Das Viertelfinale eines großen Turniers hatte die Schweiz zuletzt vor 67 Jahren erreicht - bei der WM 1954 im eigenen Land. Für Frankreich endete eine Serie von 19 Pflichtspielen ohne Niederlage.

„Die Chancen stehen bei 50:50 - optimistisch geschätzt“, hatte Sommer vor der Partie gesagt. Der Torhüter behielt mit seiner Prognose recht: Die Schweiz begegnete dem großen Favoriten auf Augenhöhe, trat wie angekündigt mutig auf, riskierte damit aber auch immer wieder gefährliche Konter. Vor allem der in der Vorrunde nur selten überzeugende Mbappé war auf der linken Seite ein Unruheherd.

Die Schweizer feiern den Einzug ins Viertelfinale.
Die Schweizer feiern den Einzug ins Viertelfinale.
Foto: AFP

Nach einer Viertelstunde dann die Überraschung: Eine Flanke des Frankfurters Steven Zuber verwertete Seferovic gefühlvoll per Kopf zum 1:0. Im vierten Spiel geriet die Equipe Tricolore zum dritten Mal in Rückstand, die vielen Franzosen unter den 23.894 Zuschauern verstummten schlagartig.

Das Team von Trainer Didier Deschamps reagierte mit wütenden Angriffen und zog ein Powerplay auf. Sommer, der mit seinem 65. Länderspiel zum Rekordtorhüter der Eidgenossen aufstieg, rückte nun immer mehr in den Mittelpunkt. Von einem erhofften Spektakel waren die Franzosen aber wie schon in der Vorrunde weit entfernt.

Für Kylian Mbappé ist es ein Abend zum Vergessen.
Für Kylian Mbappé ist es ein Abend zum Vergessen.
Foto: AFP

Symptomatisch war der Auftritt von Mbappé. Der 22-Jährige war zwar auffälligster Spieler und ließ immer wieder sein Können aufblitzen, biss sich aber an Elvedi die Zähne aus. Von Benzema und Griezmann war dagegen abgesehen von Fehlpässen nichts zu sehen. Zur Pause ging die Schweizer Führung in Ordnung, zumal Frankreich keinen einzigen Schuss aufs Tor verzeichnete.

Zur zweiten Halbzeit stellte Deschamps von der ungewohnten Dreier- wieder auf eine Viererkette um. Im gewohnten System lief es nun besser, auch die Hereinnahme von Flügelstürmer Coman zahlte sich aus.


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Dennoch hatte Frankreich Glück: Nach einem Foul von Pavard an Zuber trat Rodriguez zum Elfmeter an, Lloris parierte stark. Vier Minuten und drei Sekunden später war das Spiel komplett gekippt. Erst glich Benzema, der wegen einer angeblichen Verwicklung in einen Erpressungsskandal lange nicht zum Team gehört hatte, nach einer sensationellen Ballannahme aus.

Kurz darauf stellte der Torjäger von Real Madrid gar auf 2:1, Pogba legte sogar nach. Doch zwei Tore in den letzten zehn Minuten brachten die Schweiz in die Verlängerung.

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