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Deutschland muss sich Frankreich geschlagen geben
Sport 15.06.2021
Fußball-EM

Deutschland muss sich Frankreich geschlagen geben

Mats Hummels wird nach seinem Eigentor von Kai Havertz getröstet.
Fußball-EM

Deutschland muss sich Frankreich geschlagen geben

Mats Hummels wird nach seinem Eigentor von Kai Havertz getröstet.
Foto: AFP
Sport 15.06.2021
Fußball-EM

Deutschland muss sich Frankreich geschlagen geben

Deutschland hat sein erstes Gruppenspiel bei der EM verloren. Die Mannschaft von Trainer Joachim Löw unterlag mit 0:1 gegen Frankreich.

(sid) - Gut mitgehalten, aber zu harmlos und ungeschickt: Durch ein Eigentor von Unglücksrabe Mats Hummels ist die deutsche Fußball-Nationalmannschaft mit der ersten Auftaktniederlage bei einer EM-Endrunde ins letzte Turnier unter Bundestrainer Joachim Löw gestartet. Drei Jahre nach dem Desaster bei der WM in Russland droht nach einem 0:1 gegen einen abgezockten Weltmeister Frankreich der nächste sportliche Tiefschlag.

Die DFB-Auswahl spielte engagiert, viele Dinge klappten gut, ein wirklich strukturiertes Offensivspiel gehörte jedoch bis auf eine vielversprechende Drangphase in der zweiten Halbzeit nicht dazu, trotz der Bemühungen von Rückkehrer Thomas Müller. Der dreimalige Europameister ist damit schon vor dem zweiten Gruppenspiel am Samstag erneut in München unter Zugzwang: Gegner ist dann Portugal. Der Europameister besiegte Gruppen-Außenseiter Ungarn deutlich mit 3:0.

Eigentor von Hummels

Vor den Augen des zukünftigen Bundestrainers Hansi Flick geriet Deutschland selbstverschuldet in Rückstand (20.'). Dem unglücklichen Hummels unterlief das zweite deutsche Eigentor bei einem großen Turnier.

Kylian Mbappé war von der deutschen Abwehr um Emre Can (l.) und Joshua Kimmich kaum zu bremsen.
Kylian Mbappé war von der deutschen Abwehr um Emre Can (l.) und Joshua Kimmich kaum zu bremsen.
Foto: AFP

Nun wechselten sich Licht und Schatten ab beim Rückkehrer, der hilflos zusehen musste, als Adrien Rabiot nur den Pfosten traf (52.'). Dafür verhinderte er mit einer großartigen Grätsche ein Tor durch Kylian Mbappé (77.'), dem gleich zwei Treffer wegen Abseits aberkannt wurden.

Gnabry vergibt die beste Gelegenheit zum Ausgleich

Nach dem Gegentreffer war die DFB-Elf gegen pragmatisch abwartende Franzosen optisch sogar überlegen, Chancen zum Ausgleich boten sich ihr jedoch nur spärlich. Die beste besaß zunächst Serge Gnabry (54.'), dessen Schuss aus kurzer Distanz aber über das Tor flog. 

Das deutsche Lager hatte in den vergangenen Tagen eine Fassade aus purem Selbstvertrauen hochgezogen. Gelassen und extrem fokussiert - das war die eindeutige Botschaft an die Franzosen, die sich besser gute Schienbeinschoner anziehen sollten: „Wir müssen eklig sein. Nicht immer nur lieb, lieb, lieb“, forderte Antonio Rüdiger für den Umgang mit dem Weltsturm aus Mbappé, Antoine Griezmann und Karim Benzema.

Doch am Ende halfen alle guten Vorsätzen nicht.

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