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Führungschaos beim FCK
Sport 09.10.2019

Führungschaos beim FCK

Die Fans des FC Kaiserslautern haben aktuell nicht viel zu feiern.

Führungschaos beim FCK

Die Fans des FC Kaiserslautern haben aktuell nicht viel zu feiern.
Foto: Yann Hellers
Sport 09.10.2019

Führungschaos beim FCK

Der 1. FC Kaiserslautern kommt nicht zur Ruhe. Nun sind drei weitere Aufsichtsräte zurückgetreten.

(sid/dat) - Die Führungskrise beim 1. FC Kaiserslautern spitzt sich zu. Die drei Aufsichtsräte Bruno Otter, Patrick Banf und Jochen Grotepaß haben ihre Rücktritte erklärt. Dies teilte der in die 3. Fußball-Liga abgerutschte Traditionsklub am Dienstagabend mit.

Wie es mit den Investitionen von Flavio Becca weitergeht, ist weiterhin unklar.


Flavio Becca / Fussball BGL Ligue Luxemburg, 2. Spieltag Saison 2019-2020 / 25.09.2019 / Union Titus Petingen - F91 Düdelingen / Stade Municipal Petingen / Foto: Yann Hellers
Becca zögert Einstieg beim FCK hinaus
Dem luxemburgischen Investor Flavio Becca fehlt aktuell die nötige Stabilität beim deutschen Fußball-Drittligisten 1. FC Kaiserslautern.

Erst Ende September waren Jürgen Kind und Paul Wüst mit sofortiger Wirkung von ihren Ämtern im Aufsichtsrat und Beirat zurückgetreten. In diesem Zuge hatte der Klub auch bekannt gegeben, den am Jahresende auslaufenden Vertrag mit Sport-Geschäftsführer Martin Bader nicht zu verlängern.    

Bis zur Nachwahl bleiben die ausscheidenden Aufsichtsräte satzungsgemäß kommissarisch im Amt. Diese verzögert sich allerdings nun, weil die für eine Nachwahl von Aufsichtsräten satzungsgemäß notwendige Bewerbungsfrist von drei Wochen durch die jüngsten Rücktritte bis zur bisher einberufenen Jahreshauptversammlung am 20. Oktober nicht mehr ausreicht. Die 18 000 FCK-Mitglieder werden demnächst eine neue Einladung erhalten.

Klaus Toppmöller und Reiner Calmund im Gespräch

Die Zeitung "Rheinpfalz" spekuliert indes über mögliche Kandidaten für den Aufsichtsrat. Als "Kandidaten Beccas" werden der FCK-Rekordtorschütze Klaus Toppmöller, Vater des Virton-Trainers Dino, und Reiner Calmund, langjähriger Manager von Bayer Leverkusen, ins Gespräch gebracht. Auch für den Posten des Sportvorstands hat die "Rheinpfalz" einen geeigneten Mann ausgemacht: Andreas Rettig, der zuletzt beim FC St. Pauli als Geschäftsleiter engagiert war.

Schuster als Sportdirektor?

Becca hattte die Papiere am vergangenen Freitag erhalten, die einen Vereinswert von 45 Millionen Euro ausweisen. Er wolle aber nun erst seine nächsten potenziellen Gesprächspartner kennenlernen.

"Du weißt nicht, wo die Karre hinläuft. Morgen übernehmen möglicherweise Leute beim Verein die Führung, die ich nicht kenne. Wenn auch die Fehler machen, muss ich dann auch für die bezahlen", wurde Becca zitiert: "Wenn es einen Wechsel im Aufsichtsrat gibt, schaue ich mir das an."  

Die "Bild"-Zeitung hatte derweil am Montag gemeldet, dass der Millionen-Einstand Beccas beim aktuell Tabellen-15. FCK perfekt sei. Das finanzielle Fundament sei gelegt, heißt es weiter. Auch beim neuen Sportdirektor habe sich der Luxemburger bereits eingeschaltet: Axel Schuster soll es werden. Er war die rechte Hand des langjährigen Mainzer und späteren Schalker Sportchefs Christian Heidel.  


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