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Formsache in Istanbul
Sport 2 Min. 13.03.2018 Aus unserem online-Archiv

Formsache in Istanbul

Bayerns Jérôme Boateng ist auf der Reise nach Istanbul ganz entspannt.

Formsache in Istanbul

Bayerns Jérôme Boateng ist auf der Reise nach Istanbul ganz entspannt.
Foto: DPA
Sport 2 Min. 13.03.2018 Aus unserem online-Archiv

Formsache in Istanbul

Der sportliche Reiz des Achtelfinal-Rückspiels in der Fußball-Champions-League ist für Bayern München überschaubar.

(sid) - Der Abstecher nach Istanbul wird zur Genussreise, doch trotz der fehlenden Spannung will der FC Bayern das Achtelfinal-Rückspiel der Fußball-Champions-League bei Besiktas nicht zur Spaßveranstaltung verkommen lassen. „Wir wollen genießen, was wir uns im Hinspiel erarbeitet haben“, sagte Kapitän Müller, betonte aber auch: „Genießen darf man nicht mit Sightseeing verwechseln. Wir werden das tausendprozentig seriös angehen.“

Trotz des 5:0 im Hinspiel scheint am Mittwoch von 18 Uhr an Ernsthaftigkeit geboten: Die Bayern müssen in die berüchtigte Hölle am Bosporus , ins lauteste Stadion Europas. Clubchef Karl-Heinz Rummenigge erwartet einen „gewaltigen akustischen Orkan“, zugleich berichtete er: Nach dem bislang einzigen Auftritt der Münchner in Istanbul 1997 habe man ja „noch tagelang Ohrensausen gehabt, wie nach einem Rolling-Stones-Konzert“.

Istanbul ohne Hoffnung

Hölle hin oder her – dass sie deswegen einen Fünf-Tore-Vorsprung verspielen könnten, glauben die Münchner nun wirklich nicht. „Da kann nichts passieren! Da habe ich keine Sorge. Wenn wir ein 5:0 nicht verteidigen, müssen wir aufhören“, sagte Präsident Uli Hoeneß am Dienstag vor dem Abflug des Charterfluges LH 2570 nach Istanbul. Dank einer Sondergenehmigung werden die Bayern gleich nach dem Spiel zurückfliegen und um 1.40 Uhr in der Nacht auf Donnerstag wieder daheim landen können.

Die Bayern um Robert Lewandowski und Franck Ribéry sind aktuell in Torlaune.
Die Bayern um Robert Lewandowski und Franck Ribéry sind aktuell in Torlaune.
Foto: DPA

Selbst bei Besiktas wissen sie, dass sich der FC Bayern die Reise fast hätte schenken können. „Unser Traum vom Viertelfinale wurde brutal zerstört“, sagte Trainer Senol Günes, der deutsche Rekordmeister habe „dafür gesorgt, dass wir uns jetzt verstärkt der Liga widmen“. Auch den Münchnern wäre nicht zu verdenken, wenn sie sich schon mal damit befassen, dass sie am Sonntag in Leipzig vorzeitig den 28. Meistertitel klarmachen können.

Ihren Gegner fürs Viertelfinale der Königsklasse erfahren die Münchner bei der Auslosung am Freitag. „Wenn wir dabei sind, und danach sieht es aus, hoffe ich, dass es ein schönes Los gibt, das uns die Chance gibt, ins Halbfinale einzuziehen“, sagte Rummenigge. Er warnte zugleich: Die Champions League zu gewinnen, werde „schwierig, auch in diesem Jahr“. Der FC Bayern tue „gut daran, nicht schon vom Champions-League-Sieg zu träumen. Wir müssen da ganz ruhig bleiben“.

Nicht mit an Bord war am Dienstag unter anderem Robben. Eine reine Vorsichtsmaßnahme, wie Rummenigge vor dem Abflug betonte. Den Niederländer zwicke ein Nerv. Auch der Franzose Tolisso (Schienbeinprellung) blieb erwartungsgemäß in München, ebenso die Langzeitverletzten Coman (Syndesmose) und Neuer (Mittelfuß). Besiktas fehlen Pepe (Zehenbruch) und Vida (Rotsperre).


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