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Formel-1: Vettel verlässt Red Bull
Sport 2 Min. 04.10.2014 Aus unserem online-Archiv

Formel-1: Vettel verlässt Red Bull

Sebastian Vettel

Formel-1: Vettel verlässt Red Bull

Sebastian Vettel
Foto: AFP
Sport 2 Min. 04.10.2014 Aus unserem online-Archiv

Formel-1: Vettel verlässt Red Bull

Der Weltmeister stellt die Königsklasse auf den Kopf: Sebastian Vettel verlässt seinen Rennstall Red Bull Racing und könnte nun mit dem Wechsel zu Ferrari für den spektakulärsten Transfer der jüngeren Formel-1-Vergangenheit sorgen.

(SID) - Der Weltmeister stellt die Königsklasse auf den Kopf: Sebastian Vettel verlässt seinen Rennstall Red Bull Racing und könnte nun mit dem Wechsel zu Ferrari für den spektakulärsten Transfer der jüngeren Formel-1-Vergangenheit sorgen.

Wie Vettel und sein aktuelles Team am Samstagmorgen (Ortszeit) vor dem Großen Preis von Japan bestätigten, geht der 27-Jährige nach der laufenden Saison und sechs Jahren beim Weltmeister-Rennstall von Bord.

Laut Sport Bild und Auto Bild Motorsport wird er sich der Scuderia anschließen, dies wurde jedoch noch nicht offiziell bestätigt. Bei den Italienern würde Vettel in die Fußstapfen von Rekordweltmeister Michael Schumacher treten, der von 2000 bis 2004 fünf Fahrertitel nach Maranello holte - und er soll dort Ex-Champion Fernando Alonso ersetzen, es wäre damit der spektakuläre Auftakt eines heißen Transferherbsts.

"Über meine Zukunftspläne, werde ich in Kürze etwas bekanntgeben", teilte Vettel mit. Sein aktueller Teamchef Christian Horner sagte im Fahrerlager allerdings wenig später, dass Ferrari Vettel "ein sehr attraktives Angebot gemacht habe."

Vettel besaß zwar noch einen gültigen Vertrag für das kommende Jahr, machte aber laut Medienberichten von einer Ausstiegsklausel gebrauch. Sein Cockpit bei Red Bull Racing nimmt Daniil Kwjat (Russland) ein, der derzeit noch für das Schwesterteam Toro Rosso an den Start geht.

"Nach 15 erfolgreichen und schönen Jahren mit Red Bull habe ich mich dazu entschlossen, Ende des Jahres das Team zu verlassen", sagte Vettel: "Es ist ein großer Schritt, und natürlich fällt es einem nicht leicht, eine solche Entscheidung zu treffen. Die Chance, Formel 1 zu fahren, der erste Sieg mit Toro Rosso, die vier WM-Titel mit Red Bull Racing und vieles mehr haben Red Bull und mich zu einer Art Familie zusammengeschweißt."

Vettels Abschied bei Red Bull passt nun bestens zu den Berichten über einen Abgang Alonsos bei Ferrari. Erst am Donnerstag hatte die Gazzetta dello Sport gemeldet, dass der angehende Ferrari-Chef Sergio Marchionne, der ab 13. Oktober den zurückgetretenen Konzernpräsidenten Luca di Montezemolo ersetzt, an einer einvernehmlichen Trennung von Alonso arbeite - von Vettels altem Rivalen also, den man sich nur schwerlich mit dem Hessen in einem Team vorstellen kann.

Und auch der Spanier tat in Suzuka wenig, um die Gerüchte zu entkräften. Sein Vertrag läuft noch bis Ende 2016, dass er innerhalb der kommenden zwei Jahre für McLaren oder Red Bull fahre, wollte der 33-Jährige aber nicht ausschließen: "Die Frage ist sehr schwierig zu beantworten. Ich werde das tun, was für Ferrari am besten ist."


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