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Formel 1: Rennen starten deutlich später
Sport 2 Min. 21.03.2018 Aus unserem online-Archiv

Formel 1: Rennen starten deutlich später

Lewis Hamilton und Sebastian Vettel (r.) sind auch 2018 wieder die großen Favoriten.

Formel 1: Rennen starten deutlich später

Lewis Hamilton und Sebastian Vettel (r.) sind auch 2018 wieder die großen Favoriten.
Foto: dpa
Sport 2 Min. 21.03.2018 Aus unserem online-Archiv

Formel 1: Rennen starten deutlich später

Die Formel-1-Saison beginnt am Wochenende in Australien. Wie jedes Jahr gibt es mehr oder weniger große Neuerungen. Ein Überblick.

(sid) - Am Wochenende startet die Formel 1 in die neue Saison. Mit vielen spannenden Fragen geht es am Sonntag, 25. März, ab 7.10 Uhr Luxemburger Zeit in Melbourne erstmals wieder um Weltmeisterschaftspunkte.

Wo geht's hin?

Ein Mal um die Welt. 21 Rennen umfasst der Kalender in dieser Saison, so viele wie bislang nur 2016. Der Hockenheimring in Deutschland ist zurück, allerdings läuft der Vertrag aus. Die Zukunft ist offen. Frankreich kehrt nach zehn Jahren zurück, Schauplatz ist erstmals seit 1990 wieder der Circuit Paul Ricard in Le Castellet. Nicht mehr dabei nach 19 Jahren ist der GP von Malaysia. Ansonsten bietet der Kalender sowohl die mittlerweile bekannten Exoten wie Shanghai, Sochi oder Baku als auch die Traditionskurse von Monaco, Silverstone, Spa und Monza.

Was ist neu?

Die Formel 1 fährt in ihrer 69. Saison nicht mehr oben ohne. Der Cockpitschutz Halo soll die Sicherheit der Fahrer weiter erhöhen. Kaum jemand findet die im Blickfeld der Fahrer zusammenlaufenden Titanstreben schön, doch gegen das Plus an Sicherheit gibt es kaum Argumente. Neu ist auch, dass die Formel 1 vom gewohnten Zeitplan abweicht. Trainings und Qualifyings finden in der Regel eine Stunde später als gewohnt statt. Rennen beginnen nicht mehr zur vollen Stunde, sondern um zehn nach.

Der Start der meisten Europarennen wird gar um 70 Minuten auf 15.10 Uhr nach hinten verlegt. Die Formel-1-Führung verspricht sich dadurch mehr TV-Zuschauer. Ein weiterer Beschluss, der einiges Getöse nach sich zog, ist die Abschaffung der Grid Girls in der Startaufstellung. Künftig werden Kinder (Grid Kids) die Schilder der Fahrer halten.

Wer ist neu?

Der 20-jährige Monegasse Charles Leclerc ersetzt bei Sauber Pascal Wehrlein (D), der nach zwei Jahren in der Formel 1 kein Stammcockpit mehr erhalten hat. Damit sind erstmals seit 1996 nur noch zwei deutsche Fahrer dabei, der viermalige Weltmeister Sebastian Vettel (Ferrari) und Nico Hülkenberg im Renault. Bei Williams tritt der Russe Sergey Sirotkin (22 Jahre) die Nachfolge des zurückgetretenen Altstars Felipe Massa (BRA) an. Der Star bei Williams ist aber der Ersatzfahrer: Rund sieben Jahre nach seinem folgenschweren Rallye-Unfall, infolge dessen sein rechter Arm beeinträchtigt ist, kehrt der Pole Robert Kubica (33) zumindest im zweiten Glied zurück in die Königsklasse.

Wer gewinnt?

Mercedes ist nach vier Fahrer- und Konstrukteurstiteln in Folge die logische Referenz. Der Silberpfeil zeigte bei den Testfahrten keine Schwäche. Die Vermutung liegt nahe, dass Weltmeister Lewis Hamiton (GB) und sein finnischer Teamkollege Valtteri Bottas in Barcelona längst nicht alle Karten auf den Tisch gelegt haben. Nach den Eindrücken der Tests ist Ferrari mit Vettel zwar ebenfalls standfest, aber nicht ganz so schnell wie Mercedes. Vettel und Hamilton wollen 2018 jeweils ihren fünften WM-Titel gewinnen und mit dem legendären Argentinier Juan Manuel Fangio gleichziehen. Ungefähr auf einem Level mit Ferrari scheint Red Bull zu sein. Supertalent Max Verstappen (NL), zarte 20, peilt seinen ersten WM-Titel an.

Auf wen sollte man achten?

McLaren um Ex-Weltmeister Fernando Alonso (E) präsentierte sich nach der Trennung von Honda mit dem neuen Motorpartner Renault schneller als zuletzt, allerdings weiterhin anfällig. Zugelegt hat das Renault-Werksteam. Hülkenberg will im achten Jahr als Stammpilot endlich seinen ersten Podestplatz erreichen. Das scheint 2018 im Bereich des Möglichen zu liegen.


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