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Formel 1: Bottas nutzt die Gunst der Stunde
Sport 27.09.2020

Formel 1: Bottas nutzt die Gunst der Stunde

Valtteri Bottas setzt sich in Sochi durch.

Formel 1: Bottas nutzt die Gunst der Stunde

Valtteri Bottas setzt sich in Sochi durch.
Foto: AFP
Sport 27.09.2020

Formel 1: Bottas nutzt die Gunst der Stunde

Lewis Hamilton hätte beim GP von Russland mit einem Sieg, dem 91. seiner Karriere, die Bestmarke von Michael Schumacher eingestellt. Doch dann bekam er eine Zehn-Sekunden-Strafe.

(sid) - Rekord vertagt, Sieg verschenkt: Lewis Hamilton (GB) schimpfte wie ein Rohrspatz, doch an Michael Schumacher (D) kam er am Sonntag nicht vorbei. Ein folgenschwerer Patzer seines Mercedes-Teams bremste den Formel-1-König beim russischen Grand Prix in Sochi auf der Jagd nach den 91 Siegen des Rekordweltmeisters aus. Am Ende rettete Hamilton Platz drei ins Ziel, seine Führung in der WM-Wertung war zu keiner Zeit gefährdet.

Nutznießer des Hamilton-Desasters war dessen Teamkollege Valtteri Bottas (FIN), der mit seinem zweiten Saisonsieg die eindrucksvolle Serie der Sternfahrer in Sochi fortsetzte: In den bisher sieben Rennen am Schwarzen Meer gewann stets ein Mercedes. Zweiter wurde Max Verstappen (NL), der den ersten Podiumsplatz überhaupt für Red Bull in Sochi holte.

Zehn-Sekunden-Strafe für Hamilton

Pole-Mann Hamilton behauptete vom Start weg mit immer neuen Bestzeiten die Führung, bis ihn die Rennleitung mit einer Zehn-Sekunden-Strafe einbremste. Auf der Einführungsrunde vor dem Rennen hatte der sechsmalige Weltmeister wie üblich Probestarts absolviert, allerdings an nicht dafür vorgesehenen Stellen - das Okay dafür hatte er sich von seiner Boxencrew geholt.

Hamilton kann nun erst im Oktober Schumachers 91 Siege egalisieren - ausgerechnet am Nürburgring (D). „Mann, das ist so lächerlich“, schimpfte der Brite in den Boxenfunk: „Die tun alles, um mich einzubremsen.“ Er saß die kompletten zehn Sekunden beim Reifenwechsel ab, schimpfte auch hier („Ihr habt mich viel zu früh reingeholt“) und startete auf den harten Gummis seine Aufholjagd durch das Feld.

Vettel nur 13.

Für Ferrari war die Spitze erneut weit entfernt, Sebastian Vettel (D) und Charles Leclerc (MON) hatten mit der Entscheidung nichts zu tun. Im Vorfeld seines 250. Grand Prix hatte Vettel vom Team eine üppige Torte bekommen, sportlich gab es für den viermaligen Weltmeister nichts zu feiern. Am Ende landete er als 13. weit außerhalb der Punkte, Leclerc machte es mit Platz sechs zumindest etwas besser.

Das Rennen hatte mit zwei spektakulären Crashs begonnen, schon in der ersten Runde kam das Safety-Car auf die Strecke. Carlos Sainz jr. (E/McLaren) und wenig später Lance Stroll (CAN/Racing Point) kriegten buchstäblich die Kurve nicht. Stroll hatte die Kontrolle über sein Auto nach einer Berührung mit dem Ferrari von Leclerc verloren.

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